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14.06.2007 Der Relaunch des alten Logos war notwendig

Das Logo, um das es geht, gehört einem Unternehmen der Tagungsbranche.

Auf dessen alter und derzeitiger Website  – die wird ebenfalls gerade von the missing link relauncht und ist demnächst on air – sieht es so aus:

Altes_logo

Im Schriftverkehr und anderen Medien wird aber bereits dieses hier verwendet:
Derzeitiges_logo

Es wurde 2005 von einem Designer redesignt, und wie ich finde, fand damit bereits eine deutliche Verbesserung zugunsten von Einfachheit und Klarheit statt: Die Schrift des zweiten Logos ist wesentlich besser lesbar, wenn die Outlines weg sind, und die Geschwindigkeitsstreifen des alten Logos waren schlicht überflüssig. Das wurde richtig erkannt. Von Kundenseite hing man noch sehr an dem Bildmotiv der Bildmarke, den drei Businessfiguren in Blau, die sind – leider  – geblieben.

Warum leider? Redundanz (sagt das Gleiche oder Ähnliche wie im Text, sagt einfach nur: Business). Den wertvollen Raum, den eine Bildmarke geistig und formal einnimmt, sollte man nicht mit Redundanz verschenken.

Der Zusatz "Böblingen" fiel weg. Der Grund war wohl, dass man in Zukunft plante, weniger standortbezogen aufzutreten und Kunden außerhalb der Region Stuttgart-Böblingen anzusprechen. Es kam hinzu: ein Claim: "You’re welcome!"  Er soll die besondere Herzlichkeit und servicebetonte Atmosphäre des sehr gut geführten Hauses ausdrücken. Denn "You are welcome!" heißt ebenfalls auch: "Gern geschehen!", "Bitte!".

Die Schreibschrift soll persönlich wirken, mir ist sie jedoch zu brav. Und da sie aber deutlich eine Satzschrift ist und keine echte einzigartige Handschrift, drückt sie gerade eben nicht gut das individuell-Persönliche aus, sondern wirkt maschinell, wie auf tausendfach publizierten Glückwunschkarten.

Und jetzt kommt the missing link ins Spiel mit dem vom Kunden akzeptierten Vorschlag, den Logoauftritt (das zweite Logo) zu überdenken, da die Lesbarkeit des sehr (zu) langen Wortes noch gut verbesserbar ist.

Es versteht sich von selbst, dass auch das in unserer Marketinganalyse von uns entwickelte und trennscharfe Profil des Hauses (vorher gab es keines) sich nicht nur in den Aussagen und der Optik der neuen Website, sondern sich auch im neuen Logo oder der neuen Bildmarke wiederfinden muss. Denn die neue Kommunikation des Profils findet nicht nur im Web, sondern folgerichtig auch auf dem Briefkopf statt. Wie das geht?

Fortsetzung "Wie kommuniziert man ein Unternehmensprofil in einem Logo (Teil II):
Das Vorhaben (Intro):


3 Kommentare

  1. gk

    Was heisst eigentlich “das […] trennscharfe Profil des Hauses”?
    Wussten sie selber nicht was sie machen/anbieten? Und wann ist ein Profil trennscharf?

  2. vroni

    Sie wussten schon, was sie anbieten. Es reicht jedoch nicht, wenn der Anbieter das weiß, der Markt muss das auch mitkriegen.
    Nur: Was sie genau von der Konkurrenz unterscheidet, wurde bis jetzt noch nicht genau ausgelotet und formuliert. Das genauer auszudrücken, das ist mit Trennschärfe gemeint. Mehr Trennschärfe auf einem Markt mit vielen Anbietern heißt: “Wie unterscheide ich mich von den Mitbewerbern, was kann ich anders oder/und besser.”
    Um sich zu profilieren, und um das auch zu kommunizieren.
    Sie sind ja nicht die einzigen auf den Markt.

  3. vroni

    Ein Profil ist dann trennscharf, wenn es sich deutlich von anderen Profilen unterscheidet.
    [Selbst- und Branchenkritik: Am schwersten tun sich übrigens Werbeagenturen damit, sich trennscharf von anderen Agenturen zu unterscheiden…, ihre Profile sind schwammig bis nicht vorhanden. Aber ihren Kunden das verklickern. So sans…)

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