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Durchgefallen

Warentestlogo

Logobezug/Quelle: Website Stiftung Warentest

Am "t" scheiden sich angeblich nach einer Studie die Geister des Verbrauchers. Nach dem Logo-/Corporate Design Relaunch von KMS-Team München seien die erforschten Aussagen der Verbraucher ernüchternd:

"Das schlichte "t" auf grünem oder orangefarbenem Hintergrund, das enthüllte eine Marktstudie, finden nur 15 Prozent "vertrauenswürdiger", "seriöser" und "überzeugender". Weit über die Hälfte der Befragten wünscht sich den alten rot-weißen "test"- Schriftzug zurück.

Ein "grober Fehler" sei der neue Markenauftritt der Stiftung, urteilt Markenexperte Andreas Pogoda von der Brandmeyer Markenberatung, die die Studie bei der Gesellschaft für Konsumforschung in Auftrag gegeben hatte. "Der hohe Wiedererkennungswert der Marke Stiftung Warentest ist pures Kapital", mit dem leichtfertig umgegangen werde."

Quelle: Süddeutsche.
Weiterlesen: http://www.sueddeutsche.de/,tt4m1/wirtschaft/artikel/606/180054/

Ich kenne die Firma Brandmeyer Markenberatung nicht und weiß auch nicht, ob sie sich als Konkurrenz zu KMS-Team sehen, das nicht nur designt, sondern ebenfalls Branding-Beratung anbietet. Bin jedenfalls neulich in der öffentlichen Bücherei, in der einige relaunchte Hefte der Stiftung Warentest auslagen, negativ über das neue Logo gestolpert. Nämlich dass das "t" nicht nur reduziert wurde, sondern nicht allein rot war: Je nach Sparte bekam es unterschiedliche Hintergrundfarben.

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Siehe auch Bildquelle Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Stiftung_Warentest

Spätestens ab da habe ich das neue Warentestlogo auf den Heften (neben Ökotest liegend) nicht spontan erkannt und nicht der Stiftung Warentest zugeordnet. Da war eine Änderung zuviel: nicht nur das "t" zu verschlanken, sondern auch das mir gewohnte Rot nur noch für das Hauptheft zu nehmen. Was meint der geneigte Leser zur Logoänderung? Egal? Reissack-Umfall? Nur PR-Geflacker und Studien-Wichtiggetue der Konkurrenz von KMS-Team? Echter Durchfall?

4 Kommentare

  1. Wolf

    Carson-Spielkram auf dem Stand von 1993. Wenn einer nicht so ein Kulturbeutel ist wie wenn man Teile seiner Freizeit mit Typografie verbringt, muss er da nicht mal zwangsläufig ein t erkennen, sondern vielleicht… einen Papierflieger?

  2. Andreas

    Für mich ist das kein “t” sondern die Ziffer “1” mit einem blöden Strich nach rechts dessen Sinn ich nicht verstehe.
    Aus größerer Entfernung wirkt das Logo auf dem Heftcover wie nen Kreuz … da denke ich eher an irgendwas nebulös-religiöses … aber nicht an harte Fakten und sachliche Tests.
    Mein Konsumverhalten der Test-Hefte wird dadurch aber nicht negativ beeinflusst.

  3. Vroni

    Ich denke, das “Kreuz”-Dilemma hätte man als KMS-Team recht schnell lösen können, wenn man den “t”-Fuß noch gezeigt hätte. In der Regel als aufwärts zeigende Kurve.
    Dann wäre man diese leidige Diskussion los geworden.
    Was mich aber wesentlich mehr interessiert ist: das Farbleitsystem, das nicht ankommt.
    Meiner Meinung nach hätte man es erst wesentlich später einführen dürfen.
    Nämlich erst ab dann, ab da der Verbraucher Zeit genug gehabt hat, erst einmal in Ruhe das “t” zu “lernen”.
    Der Mensch IST so gepolt, dass er nicht zwei Dinge auf einen Schlag lernen kann: Man muss ihm mit der Salami-Taktik kommen: Erst eins. Und dann das andere.
    (Oder die Frosch-in heißem-Wasser-kochen-Methode: Erst das Wasser langsam erwärmen, dann taugt es ihm.)
    Das psychologische hat KMS also vergessen.
    Zumindest da bin ich dieser konzeptionell-verkopften Design-Firma deutlich voraus.

  4. Wolf

    Was drückt man eigentlich zur Zeit bei der Telekom ab, wenn man ein T benutzen will? Als Nürnberger kann man ja immer aufs D ausweichen.

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