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Knallrosa im Webdesign. DER Trend?

Bin derzeit fassungslos. Das heißt was, denn ich habe schon einiges gesehen.
Jetzt muss ich mich halt auch noch an knalliges Rosa gewöhnen. Und zwar quer durch alle Branchen:

1. Beispiel Bestattungsmesse (!!)  in Düsseldorf

http://www.befa2010.de/cms/index.php?id=27&L=2

Bestattungsmesse

2. Beispiel Kultur(!!)referat der Stadt Nürnberg

http://www.nuernbergkultur.de/

Kulturreferat-Nuenberg


Echte Mädchenfarben, die einem nur bei Bravo Girl und Hello Kitty unterlaufen sind, werden zu Farben des wirtschaftlichen Optimismus und Geld-Frohsinns in jedem Bereich (BWLer tragen des längeren bereits rosa Krawatten.)

Wer hat noch weitere Beispiele im Web (IT, Maschinenbau… :-) )?

5 Kommentare

  1. Kein Grund zur Beunruhigung, die Sites haben Praktikanten oder die Tochter/Sohn des Chefs gebaut.
    Und irgendwann geht der Auftrag doch an echte Profis.

  2. Leider hat das kein Sohn des Chefs gebaut.
    Die knallrosa Bestattungsmese war Artelier Reiss: http://www.artelier-reiss.de/ und das rosa Unkulturreferat war Micha Beißer http://www.design-mit-biss.de/
    Beide haben einen professionellen Eigenauftritt und bevorzugen in ihrer Eigendarstellung durchaus gedecktere und sinnvollere Farben.
    Meine Vermutung geht daher dahin, dass es eher der Kunde war, der seinen Webdesignern das vollflächige Rosa aufdrückte. Am schlimmsten empfinde ich diesen psychologischen Farb-Missgriff bei der Bestattungsmessse (1.Beispiel). Und gelbe Typo auf Rosa geht bei einem Kulturreferat gar nicht. Tippe auch dort erheblich auf Ursache: Kunde/Auftraggeber. Er fand wohl in seiner Selbstreferenziertheit das pseudo-Thrashige schick, vergaß aber, dass dem Leser nach wenigen Sekunden die Augen bluten.
    Ich frag mich halt, ob man alles machen muss, was der Kunde sagt. Oder ob ein bisschen Rückgrat und Wissen über Farbpsychologie und Lesbarkeit nicht doch möglich machen, dass man den Kunden vor den schlimmsten Missgriffen abhalten kann.

  3. aua, das tut weh. Wäre übrigens nicht anders, wenn es Knallrot wäre, also nix gegen “Mädchenfarben”

  4. Doch, wäre anders. Weil die “Mädchenfarbe” Rosa neben dem allfälligen Augenweh wenn sie über die ganze Seite geht zusätzlich noch eine ganz andere Sprache spricht als Rot.

  5. Na ja, schön ist was anderes. Es scheint jetzt Mode zu werden sich über gewisse Gesetzmäßigkeiten der Farbenlehre und des Schutzes der Gesundheit des Betrachters hinwegzusetzen. Auffallen ist alles, Farbe statt Content.

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