Freitag! Logbuch

Bewirtschaftet von Vroni und Wolf

Wir gehen mit dieser Erde um, als hätten wir noch eine zweite in der Emmaljunga Mondial Duo Combi Wickeltasche Style.

Glühbirnen kosteten 69 Cents und hielten drei Jahre. Leuchtmittel kosten 8,99 Euro und halten meiner bisherigen Erfahrung nach drei Wochen. Das entspricht einer Preissteigerung von über siebenundsechzigtausendsiebenhundertfünfzig Prozent von heute auf morgen. Stellt Osram eigentlich noch Texter ein? Pförtner? Putzkräfte? Irgendwas?

Na schön, wenn’s dem Klimaschutz dient, kauf ich bereitwillig “Leuchtmittel” für den 678-fachen Preis wie bisher, schließlich haben wir die Erde von den präpotenten Fratzen am Nebentisch nur geliehen. Deswegen ist da auch Rauchverbot; soll noch einer sagen, dass Satire nichts bewirken könne. Aber fragen wird man noch dürfen, was genau dieses Land zu einem freien Land macht. Das unveräußerliche Grundrecht, auch bei der nächsten freien Wahl wieder irgendeine Satirepartei zu wählen?

Wow, danke, Massa. Wird dafür das Abhören von Musik, die von einem Datenträger kommt (einschließlich, jedoch nicht beschränkt auf Festplatten, Vinylplatten, Wachswalzen, Spieluhren und Gegenstände, die mit einem kleinen i anfangen), nicht mehr faktisch untersagt?

Wahrscheinlich bin ich bloß undankbar, ich war ja Einzelkind: In Afrika wären sie froh, wenn sie sich Zigaretten überhaupt leisten könnten. Pattexschnüffeln ist bei denen bestimmt auch nur zugelassen, weil das nicht zu den Grizzly Mums am Nebentisch rüberzieht. Und aufs Gründen von Spaßparteien stehen da exquisite Foltermethoden, die sich bei uns schon allein vom Schallschutz her verbieten.

Aber sie dürften dazu Musik hören und das Licht anmachen!

(Soundtrack: The Rolling Stones: Have You Seen Your Mother, Baby, Standing in the Shadow?, 1966)

2 Kommentare

  1. Dabei gibts doch die Solar-Lampen-Flasche zum an die Decke hängen, mit Bleichmittel:
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,783898,00.html

    Eine Ein-Liter-Plastikflasche wird mit Wasser und einer kleinen Menge Bleichmittel gefüllt. Danach wird sie in ein Loch in einem rund 20 x 20 Zentimeter großen Stück Wellblech gesteckt. Ein kleiner Zahnkranz, der als Widerhaken dient, verhindert, dass die Flasche durch das Blech rutscht. Abgedichtet wird die Konstruktion mit etwas Gummi – und schon ist die Solar-Flaschen-Lampe fertig. Durch ein kleines Loch im Dach wird sie ins Innere der Hütte gelassen. Scheint die Sonne von außen auf die Flasche, leuchtet sie wie eine Glühbirne. Weil Wasser Lichtstrahlen anders bricht als Luft, streut das Licht in alle Richtungen.

  2. Nützlich und formschön (und wenn abgedichtet, wahrscheinlich sogar geruchsfrei). Sind Flaschenformen eigentlich schon EU-genormt?

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