Bewirtschaftet von Vroni und Wolf

Monat: August 2020

München Isarvorstadt

Reifenstuelstraße – Spanner filmt und guckt durch Rollos

An ihn: Get a life!

 

 

Seit mindestens 5 Jahren ist er in dieser Straße schon unterwegs. Und späht in Rollos.

Spanner in München Isarvorstadt Reifenstuelstraße - Symbolbild
Spanner mit Corona-Maske. Symbolfoto

UPDATE:
Er schlich letztens bereits um 23:00 Uhr herum. Wenn er das Gefühl hat, bemerkt worden zu sein, bückt er sich und geht gebückt hinter parkenden Autos Richtung Haus Nr. 2.

Filmender Spanner in München - Blick durch Rollo. Symbolbild

Manchmal ist er wieder weg. Aber er kommt. Immer wieder.

 

An warmen Tagen fast jede Nacht im Sommer. Im Winter seltener.

Möglicherweise, ziemlich wahrscheinlich wohnt er sogar ganz in der Nähe. Denn er ist sofort da, wenn der Rollo mal vergessen wurde zu schließen.

 

In Corona-Zeiten hat er nachts in der Straße einen hellen Mundschutz auf. Wo man auf einsamer Straße eigentlich gar keinen braucht. Er trägt ihn zur Tarnung.

Vor den Corona-Zeiten trug er zur Tarnung einen schwarzen Hoodie mit tiefer Kapuze. Versteckte sich hinter den Baucontainern von Haus Nr. 2.

 

Er ist schlank, jung, junges nicht gebräuntes Gesicht, um die 18-20 Jahre alt, maximal 30. Nicht besonders groß. Schwarz angezogen. Keine Brille.

Auf keinen Fall 40+, wie die gefassten Spanner in 2013 oder 2017 in München.

 

Geschlossene Rollos sind für ihn kein Thema. Dann versucht er, durch die Ritzen zu spähen.

 

Sind die schmalen Rollo-Ritzen komplett dicht – ist also der Rollo absolut dunkel – dann stochert er an den geschlossenen Rollo-Ritzen herum oder versucht, den Rollo von unten hoch zu drücken.

Ist der Rollo zu schwer dafür, dann lässt er es und stöhnt vor dem komplett dichten Rollo herum.

 

Er beginnt sein “Handwerk” hauptsächlich um 2 Uhr nachts und wurde bis um etwa 4 Uhr noch gesehen und gehört.

 

Nach 2 Uhr, weil die Kneipen dann endlich zu sind. Weil die Nachtschwärmer nicht mehr auf der Straße sind und ihn nicht mehr bemerken können.

Vor 4 Uhr, weil ab dann Frühschichtler, Zeitungsausträger und Müllabfuhrleute unterwegs sind, die ihn dabei sehen könnten.

 

Neu:

Zuzeiten filmt er und vergrößert dabei. Mit einem recht großen Handy, könnte auch ein kleines Tablet sein.

 

Zuerst von der gegenüberliegenden Straßenseite aus. Man sieht es am blauen Licht, das die Kamera macht und an der permanent voll leuchtenden plan vertikal gehaltenen Fläche. Das ist kein Telefonieren.

Wenn die Menschen angezogen sind und nur fernsehen, spannt er. Wenn ein angezogener Mann mit einer angezogenen Frau zusammen im Zimmer nur fernsieht, spannt er auch. Man fragt sich, was das soll. Denn es ist niemand nackt oder halbnackt, niemand duscht sich, niemand zieht sich aus. Ein Mann im Raum? Ihm auch egal.

Er macht weiter und spannt trotzdem.

 

Anschließend huscht er zwischen den Autos vorbei an “sein” Fenster und versucht, sich einen herunter zu holen.

Dabei stöhnt er.

 

Wohlgemerkt, er stöhnt sogar vor komplett geschlossenen Rollos. Wenn er, falls er ein Voyeur sein will, eigentlich gar nichts sehen kann.

 

Nachtmenschen, die nachts zum frische Luft schnappen ab und an vor die Haustür gehen, sehen ihn.

 

Für einen reinen Voyeur, dem Heimlichkeit total wichtig ist, ist er bereits etwas zu frech, zu respektlos und zu aggressiv (filmen, am Rollo herumraffeln).

Er hat sich sogar schon einmal vor den Augen der Frau, die den Rollo sofort ganz schließen wollte, in aller Ruhe einen runter geholt.

 

Was ist er?

Ein Voyeur? Spanner? Exhibitionist? Stalker?

Er ist alles. Und davon nichts richtig. Oder wird er bezahlt? Für kompromittierende Bilder? Von wem? Einzelperson oder Upload-Pay?

 

Passt auf euch auf, damit nicht ein Film von euch in einschlägigen Portalen landet. Link 1:

ARD-Doku – Spannervideos

 

Video von STRNG_F

 

Klimawandel

A Seidla Eiskaffee

 

Der fränkische Kater bloggt.

 

Sommer ist die Zeit, in der es zu heiß ist, um das zu tun,
wozu es im Winter zu kalt war. Mark Twain

 

XXL

Eiskaffee in am Seidla

A richtigs Seidla*-Glas nehma. Mindestens 3-4 ganz dicke Vanille-Eiskugeln nei, das Ganze mit Kühlschrank-kaltem Kaffee aufgießen.

Drüber einen Riesen Schlach Sahne haun. Damits wie Bierschaum aussieht.

 

So schnell austrinken, dass sich die Magengegend noch ein Stunde lang wie ein Kühlkissen anfühlt.

Dann nu a Seidla holn. Und nu ans. Bei über 33° an richtigen Maßkrug nehma.

 

*A Seidla ist ein Krug, in den ein halber Liter rein bassd. Im Unterschied zum preußischen Eiskaffeegläschen, in das nur ein Fingerhut voll reingeht. Wenn überhaupt. Und das dann 5,90 kost.

 

Gruß vom Kater,

der bei Hitze immer seinen Bauch auf das kühle Parkett presst. Wenn grad ka Eiskaffee-Seidla in der Nähe is.

 

 

Garten

Zu früh!

Der Kater bloggt.

 

Gärtnern: wochenlang geduldig ausharren, bis man nichts geerntet hat.*

 

Sinfonie in Grün - Grüne Tomaten neben Frühlingszwiebeln

Diese beiden sind mir leider zu früh abgerissen. Jetzt fristen sie ihr grünes Dasein am Küchenfenster. Ob sie noch rot werden? Muss ich ihnen wohl ausreichend unjehörige Witze erzählen.

 

* Eigentlich: Angeln: stundenlang geduldig an einem Fleck lauern, bis man nichts gefangen hat.

 

Es grüßt

Der Kater

Aber hey, fresse als Katze sowieso keine Tomaten.

 

 

Meine Damen! Euer erster Nachname ist euer Signum überhaupt.

Ich denke ja immer …,

… dass es mir als Katze sehr wohl was sagt, wenn die Dame plötzlich nach Monaten oder Jahren der Heirat…  … ihren angeborenen Nachnamen plötzlich zurück ändert.

 

Es bloggt der Kater.

Im ersten Ehejahr strebt ein Mann die Vorherrschaft an. George Bernard Shaw

 

Habe das persönlich dreimal  – etwas zu viel nach meiner unmaßgeblichen Meinung – erlebt, dass Damen mehr oder weniger kurz nach ihrem erfrischend emanzipatorischen Dazutun, ihren angeborenen Nachnamen zu behalten, plötzlich umkehren. Und wie der Kasper aus der Büx den Nachnamen ihres Mannes annehmen. Sachma.

 

Ehe: gegenseitige Freiheitsberaubung im beiderseitigen Einvernehmen.

Oscar Wilde

 

 

Was soll ich höflich sagen, Ladies: Ihr habt sie einfach nicht mehr alle!

Andersum: Habe noch keinen Ehemann gesehen, der nach wenigen Monaten der Heirat seinen eigenen guten Namen auf den seiner Gattin ändert. Merkt euch das. Finally write that down. Remember this.

 

Im zweiten kämpft er [der Ehemann] um die Gleichberechtigung. George Bernard Shaw

So geht’s dahin.

 

Ab dem dritten ringt er um die nackte Existenz. Ebenfalls George Bernard Shaw

 

 

Gruß
Der Kater#

Ich weiß halt nicht.
Nicht einmal surfen nach euch Mädls aus der früheren Schulklasse gelingt mir, weil ihr alle mit irgendeinem – präpotenten? – Kerl verheiratet seid, den kein Arsch (zum Beispiel ich Arsch) kennt. Oder wart: mit dem ihr mal verheiratet wart (noch schlimmer). Und dessen Nachnamen ihr schlimmerweise against all odds behalten habt.

 

In tiefer Trauer über eure Mis-Emanzipation

Euer euch stalkender Kater

 

 

 

© 2020 Freitag! Logbuch

Theme von Anders NorénHoch ↑