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Kategorie: Die Betriebs-Gazze (Seite 1 von 4)

Trennscharf

Verschärfungen

Der Kater bloggt.

 

Hinter dem Gitter schmeckt auch der Honig bitter.

Deutsches Sprichwort

 

Die Verschärfung von der Verschärfung der Maßnahmen

Wenn am Schluss jeder allein in seinem Zimmer hockt und sich durch eine Klappe das Essen bringen lässt. Noch mehr Verschärfung geht nicht. Im Frontalkortex macht sich eine seltsame Stimmung breit.

Kater genervt

Gruß

der Kater

 

Es ist Herbst, aber es riecht nach Sommer

Der unvergleichliche Duft von Heu

Der Kater flehmt.

Sieh, die Sonne sinkt! Eh sie sinkt, eh mich Greisen ergreift im Moore Nebelduft, entzahnte Kiefer schnattern und das schlotternde Gebein, Trunken vom letzten Strahl reiß mich, ein Feuermeer mir im schäumenden Aug, mich geblendeten Taumelnden in der Hölle nächtliches Tor.

Göthe.

 

Katze, Lauer, Tigerkatze, Hauskatze

Den modrige Nebelduft des faustig-fuchteligen Dichterfürsten in Ehren. Doch genau heut’ im November riecht es im herbstlichen Garten ziemlich lecker nach frisch gewendetem Heu.

Ihr müsst wissen, bin in einem Haus am fränkischen Waldrand aufgewachsen, neben blühenden Wiesen. Nach der Mahd und dem Heuwenden, was damals noch dreimal stattgefunden hat, hat es dermaßen geduftet. Und heut riecht es im urbanen Innenhof der bayrischen Metropole ganz genau danach, hab keine Ahnung warum. Nirgends Heu zu sehen. Bombastique. Mrrrp.

 

Mystisch, Gruß

der Kater

 

Die Dinge müssen immer erst einen Namen haben, dann erst sind sie existent: der Mental Load

Wenn Frauen der Hut raucht

Der Kater loadet: Der Hund ist falsch ernährt!
Plädoyer für einen Room Of Her Own

 

Je kaputter die Welt draußen, desto heiler muss sie zu Hause sein.

Reinhard Mey

 

Wenn Frauen der Hut raucht

Für wenige Frauen eine Berufung

Für viele ein Fluch. Historisch so gewachsen. Manch ältere Frau – die alter Schule – liebt das: Die Familie, den Mann, mal grantig, mal lustig herum zu scheuchen, das Kommando für alles Häusliche, für alles Soziale gänzlich an sich zu reißen. Als General Kleinschmidt. Die unbezahlte Sorge-Arbeit gibt ihr das Gefühl, gehörig was zu sagen zu haben. Macht zu haben. Die Kontrolle zu haben.

Ringsgwandl zeichnet hier die Karikatur des sorgenden Kontroll-süchtigen Housewifes, das sich wichtig macht, der “der Hut raucht”:

“Ich mach mir solche Vorwürf’, mein Hund wird falsch ernährt!”

 

Die meisten Frauen wollen das nicht mehr

Das Gros der Frauen heute will sich nicht mehr mit diesem Load wie ein Boss fühlen, der die Dinge unter seiner Fuchtel hat. Sie sind keine optimier-wütigen Housewifes, denen kein Staubkorn und kein fehlernährter Hund entgehen darf. Sondern sie haben gute Berufe, oft welche mit Sinn. Leider oft auch Bullshit-Jobs. Aber das haben Männer auch. Oder sie arbeiten als Selbständige, oft mit einer gewissen Mission.

Sie fühlen sich mit der Last, als Einzige an alles zuhause denken zu müssen, nicht wie ein königlicher Herrscher. Sondern sind körperlich und seelisch erschöpft, mega-genervt.

Obwohl ‘er’ auf Geheiß doch so viel abnehme: “Du musst doch nur was sagen, Schatz!”. Das Problem ist, dass es zwar freundlich und hilfsbereit klingt, er sich aber damit offen weigert, an was zu denken. Ihr allein die mentale Last überlässt, was als nächstes getan werden muss und von wem. Oft dann bewusst nichts macht, oft wohlwissend und gezielt kalkulierend, dass es ihr schwerfällt, ihm zu sagen, was er zu machen hätte. Denn keine echte Frau will einen Mann, der den Pudel gibt.

So war es auf alle Fälle in den spießigen 60ern, so ist es heute noch oft

Diese total dauerangespannte Frau in dieser Satire kommt übel weg. Sie geht auf die Nerven. Ihre Stimme ist übel, ihr Herumgerenne ist nervig. Über sie wird sich zu Recht (!) lustig gemacht. Am Schluss wird sie angeschrien. Ihr Vorschlag, dass er doch stattdessen spazieren gehen solle – ihm eine Arbeit aufzutragen, abtrocknen etwa, das wagt eine der alten Schule nicht, da sie damit ihren Mann tendenziell zum Trottel, zum Pantoffelhelden macht – ist nervig. Das motiviert dort einige Kommentaristen zu hämischen Kommentaren über sie. Das Problem sind jedoch beide.

 

Saint-Exupéry ist auch keine Lösung

Man sucht ja immer den einen schnellen Trick. Damit es wie von Zauberhand aufhört.

Von Saint-Exupéry gibt es diesen Zauber:

Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.’

 

Meer ist gut. Und klingt gut, ist aber Mist. Wie lehrt man seine Haushaltsmitglieder die Sehnsucht nach einem gedeihlichen Miteinander, einem gut aufgeräumten behaglichen Zuhause und nach nicht geplatzten Arzt-Terminen? Wer als “Sofa-Alteingesessener” oder Pubertierender lässt sich denn bitte für ‘Meer’-Arbeit begeistern, wenn es vorher mit den kleinen übersichtlichen Aufgaben ‘just-in-time’ und auf Geheiß so flauschig war.

Saint-Exupéry hat auch nur flotte Zaubersprüche geklopft.

 

Kontrolle abgeben, wenn der Load nur Daueranspannung bedeutet

Konsequent. Für immer. Jeden Tag. Nicht nur einzelne Dinge delegieren, sondern ganze Bereiche, ja Königreiche komplett abgeben. Sich entmachten. Mit Ansage. Andere in der Familie können sehr wohl für sich denken. Ausnahme das Baby.

Ohne Widerstand und ohne Ärger wird dieser Neustart mit Ansage nicht gehen.

 

Ursache: wenig Selbstbewusstsein

Das früh anerzogene, leider später ohne Not selbst weiter betriebene, weibliche Schielen auf andere. Wenig selbstbewusst. Nur um mit der alleinigen Verantwortung für einen perfekt laufenden Haushalt, saubere Kinder und für einen nicht wie der letzte Bettler daher laufenden Ehemann genau vor den Leuten gut da zu stehen, die man eh nicht mag: Nachbarn, Schwiegermutter, falsche Freunde. Dieser unsägliche, missgünstige Weiber-Wettbewerb. “Wer ist die beste Powerfrau”. Diese Perfektions- und Optimierungssucht mit diesem “Was sagen denn die Nachbarn?” ist die Falle.

Gut, wenn sie selbstbewusst ist, sich nicht um irgendwelche Nachbarn oder falsche Freundinnen zu scheren. Aus diesem Wettbewerb auszusteigen.

 

Du brauchst um das auszuhalten, einen room of your own

Es ist für eine Ordnung und Behaglichkeit liebende Frau in einer derart ‘lässigen’ Wohnung fortan, zumindest für den Anfang, welcher Monate, ja Jahre dauern kann, schwer, Chaos und Dreck zu ertragen. Das Königreich abgeben bedeutet konkret und real das Ende eines für sie behaglichen Zuhauses, wie es gerade sehr weibliche Frauen schätzen.

O. k. Was hältst du von einem eigenen Bereich für dich, sauber, gepflegt, aufgeräumt, behaglich, ohne Chaos, ohne klebrige Kissen, ohne Hundehaare? Einen room of your own?

Spitzenidee, für viele leider Luxus. In einer Drei-Zimmer-Wohnung klappt es gerade mal so, einen Raum für sich abzuzwacken. Aber nur, wenn man keine Kinder hat. Kein Bügelzimmer, sondern ein feines Boudoir. Ein kleiner, elegant eingerichteten Raum, in den sich die Dame des Hauses zurückziehen, lesen, Tee trinken, schreiben kann, für sich ist.

Eigentlich braucht auch dein Mann einen room of his own. Die Kinder haben ihr Kinderzimmer, euer fehlernährter Hund hat seinen Hunde-Iglu, ihr beide habt: nichts.

 

Dann die Verantwortung über die restliche Wohnung abgeben

Motto “Ist mir doch egal, wie’s in euren Zimmern aussieht, macht einfach eure TÜR ZU!!.”

Für Gemeinschaftsräume gemeinsame Mindest-Standards vereinbaren. Wer kocht, sorgt auch dafür, dass die Herdplatte hinterher wieder sauber wird. Wer Sprenkel an den Badspiegel macht, macht sie selbst weg. Jeder ab 12 ist einmal dran, den gemeinsamen Flur zu staubsaugen. Undsoweiter.

Wer zum Zahnarzt muss, denkt selbst an seine Termine. Pubertierende drehen selbst ihr Schmutzwäsche auf links und leeren die Taschen von Taschentüchern.

Es ist das fehlende Wissen, dass auch die Frau darauf Anspruch hat, nicht nur immer an die anderen, sondern auch mal an ihr eigenes Wohlgefühl zu denken. Es fehlt das innere Loslassen können.

Eine Freundin von mir mit Haus und eigener GmbH, wusste das alles, sie war schon fast fortgeschritten, doch es fehlte ihr an täglicher Übung, an Praxis. Ihre Söhnchen bestachen auch schon mal heimlich die eingestellte Stunden-Haushaltshilfe, damit sie ihnen ihre Bude aufräumt. Fand sie später raus. Sie selbst weigerte sich schon länger konsequent, deren Chaos zu putzen.

Sie wollte nun den zweiten Schritt, dieses neue “Gut zu sich selbst sein” endlich angehen. Ihr war spontan danach. Sie setzte an einem Samstag Mann und Buben raus an die frische Luft, “Um sich auch mal was Gutes zu tun.”

Kaum war die Bande weg, fehlte der Dauererschöpften jeder Antrieb, sich etwas Gutes zu tun. War sie zu nichts anderem mehr fähig, als in der stillen Wohnung stundenlang im Bad auf dem Wannenrand zu sitzen und die frech zurück linsende Schmutzwäsche anzustarren.
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a0/Goethe_am_Fenster.jpg

Anschließend guckte sie, ähnlich wie dieser hier, nur ohne dessen befruchtende Gedanken zur Klassik, mit nichts als Leere im Kopf aus dem Fenster hinaus. Sehr sehr lange. Bis sie wieder eintrudelten.

 

Finger weg von der neuen Lässigkeit wenn

Wenn ein Nachmieter, Immobiliengutachter oder ein Hauskäufer, den ihr bestellt habt, vorbei kommt.

Oder wenn irgendein Amt auf einen Sprung vorbeikommt. Dann ist es besser, der Bioeimer stinkt nicht wie ein Bauern-Silo, sondern ist sauber und perfekt ausgeleert. Und es ist besser, die Shirts deiner Kinder haben keine Löcher und Flecken und es ist besser, die Hosen und Socken deines Mannes stehen nicht von alleine aufrecht, duftend und unaufgeräumt herum. Es ist auch besser, die Katze hat gerade nicht von der Galerietreppe aus auf den hellen Teppich gekotzt. Es ist besser, die Betten sind gemacht, alte Tüten und alte Zeitungen sind verschwunden, die Küche und der Kühlschrank sind auf der Oberfläche zumindest nicht sofort sichtbar filthy voll Fett und Staub. Und besser der Kühlschrank beherbergt kein unbekanntes Leben. Und besser die Hausspinne war neulich nicht allzu fleißig, neue Fäden überall hin zu pappen. Es ist auch besser, der Kleine ist nicht vergessen worden und wurde tatsächlich vom großen Bruder aus der KiTa abgeholt.

Frau muss gewahr sein, dass dann noch die Regeln der 60er gelten, in denen die Frauen immer daheim waren. Gewahr sein, dass Vermieter, Verwalter, Immobilienfuzzies, Hauskäufer, Polizei, Sozial- und Jugendamt noch nichts vom super angesagten emanzipatorischen Loslass-Prozess der selbstbewussten Frau gehört haben. Welcher dauern kann, die Dauer hängt vom Komittment der restlichen Familie ab. Gewahr sein, dass sie Denkfiguren kriegen auf prekäre oder gar asoziale Verhältnisse …

 

Zum Thema passender Link: https://blog.vroni-graebel.de/logisches/2020/06/maenner-hausarbeit/

Buchempfehlung: https://www.suhrkamp.de/buecher/a_room_of_one_s_own-virginia_woolf_19468.html
Den Raum, den eigentlich jeder Mensch, ob Frau oder Mann, für sich braucht. Nicht nur zum Schreiben oder Malen.

https://www.suhrkamp.de/cover/640/19468.jpg

 

Eine ironische Gesellschaftskritik

Vom Kater

der die 60er Jahre furchtbar findet und die jetzigen spießigen 20er auch.

Life-Hack: Falls die genannten Fremdlinge kommen. In ungefähr 3 Stunden dürfte ein Mitmach-Pseudoputzen – nur die Dinge, die ein Fremdling wirklich sieht – von der ganzen Familie erledigt sein. Müssen alle mithelfen. Staubsaugen wie ein Lambo auf Speed, Shirts runter vom Kronleuchter und zack hinter die Bücher, die Käsesocken gesammelt in die Falltüre geschubst!

 

Alte Schoten

Emanzipation aber richtig

Ein Kater bloggt.

 

Das Gefühl kann erheuchelt werden, der Gedanke nicht.

 Christian Friedrich Hebbel, deutscher Dramatiker und Lyriker

 

Wer mich kennt

Wer mich kennt, der weiß, dass wenn ich sage, ich muss mal schnell heim, um die selbst einst in den Wäldern gesammelten, mühsam getrockneten – nun halt mal, verdammt! – bereits in der Früh’ stundenlang vorgeweichten Pilze zuzubereiten und komme dann wieder, um weiter zu drucken (wir siebdruckten) …

Wer mich wirklich kennt, der weiß, dass das exakt so gemeint ist: Ich will kurz heim, um die Pilze zu retten, also zuzubereiten. Und komme gleich wieder.

Weil ich in meiner tiefsten Seele ein Gourmet bin. Nie würde ich wertvolle Steinpilze verrecken lassen dem entsetzlichen Schicksal des bis zur Ungenießbarkeit vor sich Hinschimmelns überlassen.

Nicht stimmt es, dass ich heim wollte, um dem Gespons ein Mahl zuzubereiten, weil er es wollte.

Dieser ähm “Gebieter”, also der: Der kann sich selbst ernähren, weil er schon ein Großer ist. Dem Schnuller und der Windel entwachsen. Der geht lieber essen, wenn ich mal nicht da bin. Mit der Zuverlässigkeit einer Zeitschaltuhr. Es wäre fatal, mir als innerlich extrem unabhängigen Kater zu unterstellen, ich stünde total unter der altertümlichen Fuchtel des um einen unselbständigen “Gebieter” Kreisens.

 

Was aber wirklich eigenartig ist

Diese mich derart angehende Person ist wenig später von ihrem nun wirklich selbstbewussten kreativen Beruf plötzlich von heut auf nachts zu einem Pflegeberuf gewechselt mit Bettpfanne und so. Nix dagegen. Aber das muss man sich mal vorstellen: Als fertige Diplomkommunikationsdesignerin mit Einser-Diplom nach 2 Jahren eine Lehre als Pflegerin machen. Nun o.k., das darf man, ist nichts Schändliches, sogar sehr ehrbar. Heutzutage werden sie mit Händeklatschen nur nicht mit dem Gehalt geehrt.

Besagte Person also, die dem Kater trotz seiner empörten Widerrede ein aus feministischer Sicht (alte Schule) unterwürfiges Heimeilen unterstellte und anschließend dem sensiblen Kater gegenüber ein Ausgrenzen bis zum Diplom veranstaltete. Diese lebte kurz nach ihren Anschuldigungen in einer Beziehung, von der sie abschließend nach 20 Jahren sagt: “Schwierig, nun äh …, er ist “ein wenig stur.” Von dieser Beziehung weiß ich, dass sie nicht allzu emanzipiert ist.

Mir fällt die gute alte Bibel ein. Die Stelle mit dem Splitter und dem Balken. Frauen, was seid ihr nur gegenüber euren eigenen Schwestern für ein hinterhältiges unehrliches Geschlecht.

 

Neulich

Neulich rief sie, die Ex-Designerin und Dann-Pflegerin an. Nach all den 20 Jahren. Um mir in einem kurzen Telefongespräch beiläufig mitzuteilen, dass sie sich vor kurzem wieder alle getroffen hätten. Die, die mich aufgrund genau ihres Mobbings wegen des Vorfalls ausgegrenzt haben. Diejenigen, von denen sie mich bis zum Diplom isoliert hat, indem sie mich schlecht redete. Um mir jetzt das nach 20 Jahren fröhlich in den Schnurrbart zu sagen (das hat sie echt so gesagt): Es wäre schön und interessant gewesen. Aber leider …, sülz …. Man hätte mich halt achgottwieschrecklich vergessen, einzuladen.

Da ruft jemand nach all den Jahren an, um mir mitzuteilen, dass man mich vergessen habe einzuladen. Ich empfand das als Affront.

Was es wirklich gebraucht hätte, wäre eine Entschuldigung gewesen für das damalige Mobben und Ausgrenzen.

 

Aber immer höflich

Ich kann nicht anders. Dem Kater fiel also zu dieser offensichtlichen Niedertracht und Scheinheiligkeit im Gewande überbordender Nach-all-den Jahren!-Wir!-Nettigkeit echt nichts mehr ein. Aber da er ein höflich Katztier ist und immer ein Gentleman oder Gentlewoman bleiben wird, sagte er nur kurz: Ach ja. Das ist aber schade.

 

Gedacht hat er sich aber was anderes.

 

Gruß

Der Kater

Weiterführende Links, was er sich gedacht hat: https://blog.vroni-graebel.de/logisches/2020/09/ogsoachte-brunzkachel/

 

 

 

Den Dolch im Gewande

Gegenseitige Paranoia

Der Kater bloggt.

 

Es liegt im Wesen des Begriffs der Paranoia, dass sie sich auf eine für absolut wahr gehaltene Grundannahme stützt, die, da axiomatisch, den Beweis ihrer Wahrheit nicht erbringen kann und auch nicht zu erbringen braucht. Aus dieser Grundannahme werden dann streng logische Ableitungen gemacht und damit eine Wirklichkeit erschaffen, in der alle Fehlschläge immer nur in den Ableitungen, niemals aber in der Prämisse gesucht werden.
Paul Watzlawick, Die erfundene Wirklichkeit

 

Es gibt Momente

Kommt B. daher und entfernt die Bank, die sie einst selbst hingestellt hat. Warum, das weiß keiner. Sie lässt uns das Entfernen durch Dritte mitteilen. Ist man als direkter Ansprechpartner zu niedigren Standes?

Im weiteren zeitlichen Verlauf stellt sich heraus, dass sie denkt, man wolle den Gemeinschaftsplatz alleine beanspruchen. Das erklärt – zu einem Drittel – ihr Wegnehmen der Bank. Als nächste Aktion will sie in der Sitzung “klären, wie die Besitz- und Nutzungsverhältnisse wären”. In der Versammlung.

Wie werden sie schon sein die Verhältnisse. Die Bänke gehören allen, der Tisch ist gestiftet und gehört allen. Nachdem der alte zusammengebrochen war und keiner sich kümmerte. Die neue Bank ist von der WEG bezahlt und gehört – Surprise! allen.

 

Es gibt so Momente in Zeiten von Corona

https://spruechewelt.com/upload/images/40008b9a5380fcacce3976bf7c08af5b.jpg

 

Gruß

Der Kater

Weiterführende Links: https://blog.vroni-graebel.de/logisches/2020/09/ogsoachte-brunzkachel/

 

 

Stilfrage

Stille Anmaßung

Der Kater bockt.

 

Vor nichts soll man sich so hüten als vor dem Aufwachsen jenes Unkrauts, welches Anmaßung heißt und in uns jede gute Ernte verdirbt.
Friedrich Wilhelm Nietzsche

 

 

Journalisten und ihre anmaßenden Besinnungsaufsätze

 

SPIEGEL

[…] ” … – dabei bewundern wir sie doch gerade, weil sie sich nicht an Regeln halten.” […]

Lead-in im Artikel “Stars in der Coronakrise”

 

ZEIT

[…] “Ach, was machen wir nur ohne ihn, in einem Unterhaltungsgeschäft, das glaubt, man sei schon komisch, wenn man nur blöde tut.” […]

Nachruf “Der große Show-Stehler” ( Herbert Feuerstein)

 

Wer ist “wir”

 

Es gibt das Angeber-Wir (Pluralis Majestatis)
Und es gibt das journalistische Wir

Das erste ist klar. Oberhäupter, Päpste und Könige wähnen sich schon immer in erhabener Mehrzahl: “We in the grace of god.” Wenns schee macht. Entweder ist es Legitimationsgerede, damit man als rhetorische Medusa und körperlicher Medusalem nicht sofort vom Volk geköpft wird sondern “legitimiert” ist. Und damit erst später geköpft wird. Oder, Ferndiagnose: Multiple Persönlichkeit. Alles a bisserl Ding.

 

Das journalistische Wir hat es noch nicht in den Duden geschafft

Es steht jedoch zu befürchten, dass es sich etabliert. Auch a bisserl Ding. In fast jeder Zeitung gibt es täglich Aufsätze, die es verwenden und damit den Journalisten selbst und seine Leser meinen (“uns”). Ich halte das für übergriffig und damit unzulässig, jemanden, der das nur liest, aufgrund seiner oberflächlichen Eigenschaft des Lesers schon eifrig einzugemeinden. In was auch immer.

Ich will – einfach nur – lesen. Ich will nicht vom Autor sofort in seine Denkschule oder seine Meinung eingemeindet werden. Ich will auch nicht dauernd mit dem subtilen moralischem Druck konfrontiert werden, den das in mir auslöst.

 

Freundlichen Gruß

der un-wir-sche Kater

 

Klimawandel

A Seidla Eiskaffee

 

Der fränkische Kater bloggt.

 

Sommer ist die Zeit, in der es zu heiß ist, um das zu tun,
wozu es im Winter zu kalt war. Mark Twain

 

XXL

Eiskaffee in am Seidla

A richtigs Seidla*-Glas nehma. Mindestens 3-4 ganz dicke Vanille-Eiskugeln nei, das Ganze mit Kühlschrank-kaltem Kaffee aufgießen.

Drüber einen Riesen Schlach Sahne haun. Damits wie Bierschaum aussieht.

 

So schnell austrinken, dass sich die Magengegend noch ein Stunde lang wie ein Kühlkissen anfühlt.

Dann nu a Seidla holn. Und nu ans. Bei über 33° an richtigen Maßkrug nehma.

 

*A Seidla ist ein Krug, in den ein halber Liter rein bassd. Im Unterschied zum preußischen Eiskaffeegläschen, in das nur ein Fingerhut voll reingeht. Wenn überhaupt. Und das dann 5,90 kost.

 

Gruß vom Kater,

der bei Hitze immer seinen Bauch auf das kühle Parkett presst. Wenn grad ka Eiskaffee-Seidla in der Nähe is.

 

 

Garten

Zu früh!

Der Kater bloggt.

 

Gärtnern: wochenlang geduldig ausharren, bis man nichts geerntet hat.*

 

Sinfonie in Grün - Grüne Tomaten neben Frühlingszwiebeln

Diese beiden sind mir leider zu früh abgerissen. Jetzt fristen sie ihr grünes Dasein am Küchenfenster. Ob sie noch rot werden? Muss ich ihnen wohl ausreichend unjehörige Witze erzählen.

 

* Eigentlich: Angeln: stundenlang geduldig an einem Fleck lauern, bis man nichts gefangen hat.

 

Es grüßt

Der Kater

Aber hey, fresse als Katze sowieso keine Tomaten.

 

 

Meine Damen! Euer erster Nachname ist euer Signum überhaupt.

Ich denke ja immer …,

… dass es mir als Katze sehr wohl was sagt, wenn die Dame plötzlich nach Monaten oder Jahren der Heirat…  … ihren angeborenen Nachnamen plötzlich zurück ändert.

 

Es bloggt der Kater.

Im ersten Ehejahr strebt ein Mann die Vorherrschaft an. George Bernard Shaw

 

Habe das persönlich dreimal  – etwas zu viel nach meiner unmaßgeblichen Meinung – erlebt, dass Damen mehr oder weniger kurz nach ihrem erfrischend emanzipatorischen Dazutun, ihren angeborenen Nachnamen zu behalten, plötzlich umkehren. Und wie der Kasper aus der Büx den Nachnamen ihres Mannes annehmen. Sachma.

 

Ehe: gegenseitige Freiheitsberaubung im beiderseitigen Einvernehmen.

Oscar Wilde

 

 

Was soll ich höflich sagen, Ladies: Ihr habt sie einfach nicht mehr alle!

Andersum: Habe noch keinen Ehemann gesehen, der nach wenigen Monaten der Heirat seinen eigenen guten Namen auf den seiner Gattin ändert. Merkt euch das. Finally write that down. Remember this.

 

Im zweiten kämpft er [der Ehemann] um die Gleichberechtigung. George Bernard Shaw

So geht’s dahin.

 

Ab dem dritten ringt er um die nackte Existenz. Ebenfalls George Bernard Shaw

 

 

Gruß
Der Kater#

Ich weiß halt nicht.
Nicht einmal surfen nach euch Mädls aus der früheren Schulklasse gelingt mir, weil ihr alle mit irgendeinem – präpotenten? – Kerl verheiratet seid, den kein Arsch (zum Beispiel ich Arsch) kennt. Oder wart: mit dem ihr mal verheiratet wart (noch schlimmer). Und dessen Nachnamen ihr schlimmerweise against all odds behalten habt.

 

In tiefer Trauer über eure Mis-Emanzipation

Euer euch stalkender Kater

 

 

 

Nachbarn in der Großstadt: wie ein Schatten im Krieg

Fürchte den Pizzaboten

Der Kater bloggt.

 

Wer gute Nachbarn hat, bekommt einen guten Morgen. (Sprichwort)

 

Irgendwer hat’s ihm noch nicht gesagt. Dass Corona ist und man Abstand halten soll. Six feet und six seconds. Denn er setzt mir Kater distanzlos immer weiter nach bis auf Nasenkontakt, um mir den Namen zu zeigen, den er auszusprechen nicht in der Lage ist. Obwohl ich verzweifelt und deutlich meine 3 Katerlängen Abstand suche. Und kurz davor bin, vor Zorn einen gstandenen Fluchtkatzbuckel zu machen.

Er kann die Sprache nicht – Problem 1 – und ist Pizzabote für einen der Mieter hier: Problem 2.

 

Gern will ich ihm trotzdem weiterhelfen, denn den Namen der Bestellerin findet er nirgendwo auf dem Klingelbrett.

Nach krallenscharfem Nachdenken werden von mir die Wohnenden im 1. Stock ermittelt. Nur heißt der Mieter leider anders. Auf der Schachtel steht eine Frau. Wenn ich als plüschiger Kater nicht durch abendliches Miau von Terrasse zu Balkon wüsste, dass es dann einfach dem seine Freundin aus Ösiland sein muss. Logisch. Die mit dem ständig knurrenden Yorkshire-Hündchen.

 

Nachbar-Schwatz ist wichtig. Von Kater zu Hund zu Herrchen zwischen Blumenbeet und Mülleimer. Ja, der spießige Schwatz, den vom letzten Jahrhundert. Aber: Man muss als erster ein freundliches Miau einpflegen. Von alleine erzählen einem wachen aufmerksamen Kater die knurrenden Yorkshires und jungen Mieter hier nix. Sondern huschen mit ihrem gottverdammten, ständig eingeschalteten SchmatzPhone gebückt in ihre Bude. Wie ein Schatten im Krieg …

Und wenn die Pizzen auf den Namen der hungrigen Freundin bestellt werden, deren Name gar nicht auf dem Klingelschild ist, tja: dann auch hungern wie im Krieg.

 

Gruß mit Miau

Der Kater

Beim Auszug hat der Kater für nachbarliche Dienste gegen das babylonische Sprach- und Namenschaos vom Mieter ein Weißbier gekriegt. Und das Herrchen Pralinen. Geht doch.

Tierwohl – follow the money

Der Kater bloggt.

 


Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen zurück.
(Pythagoras)

 

 

Mayer Richard / CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0)

 

Genau so. Guter Gedanke (aus einem Online-Zeitungskommentar):

Wenn man wirklich wüsste, dass jeder Cent in eine artgerechte Tierhaltung fließt, würde ich dem glatt zustimmen. Doch mein Vertrauen in die Ehrlichkeit dieser Machtzirkel ist enden wollend. Apropos: Wenn es die Politik sogar schafft, den Menschen 1-2 Meter Abstand auf zu zwingen, warum schafft sie das denn für unsere armen Nutztiere nicht?

 

Gruß

Der Kater

 

 

 

Coronavirus revisited. Oder als der Kater neu über den Kühlschrank nachdachte.

Kaminkehrer-Befall und die Kühlschrank-Chinchillas

Der Kater bloggt.

 

Frühling ist die schöne Jahreszeit, in der der Winterschlaf aufhört und die Frühjahrsmüdigkeit beginnt.

Emanuel Geibel

 

Der Frühblüher Winterling in unserem WEG-Garten unter frischem Schnee-Zylinderhut

Die Katerbrüder Murr und Merlin im Vorfrühling – zwecks der besseren Sichtbarkeit jeder mit seinem in China gefertigten Hunde-Leuchtband

 

Wie jedes Jahr im Frühling kommt bei uns als Frühlingsankünder nicht der schwarze Star mit seiner geperlten Brust – schön wär’s *mit den Zähnchen gierig klapper*. Nein, der Kaminkera. Mit Zylinder (diesmal echt wirklich mit). Der tirilliert gemeinhin neda.

(Transl.: Kaminkehrer). Im sehr frühem Frühjahr.

Wie jedes Jahr mögen wir Kater es nicht, wenn früh um sieben Stiefeltritte von Schwarzgekleideten durch die Wohnung klappern. Könnt sonst was sein, SS oder SEK, KPdSU oder KPCH. Suchen ein sehr! entferntes Körbchen auf.

Um so netter dann der endlich Erschienene. Blutjung und ein hübscher junger Mann, mit Zylinder auf und Handschlag (Corona-Alarm! aber bringt Glück) und aus Straubing aber um Elfe erst. Weil er – im Unterschied zu den vorigen Kamin-Schwarzkünstlern – die Eigenheit pflegte, anders als sie in den oberen Stockwerken anzufangen. Zwengs der Übersichtlichkeit, sagt er. Ein verhinderter Pilot vermutlich. Wir wohnen ganz unten.

Und warteten uns den Wolf. Die Öfen bullerten seit vier Stunden, weil sie zu diesem Behufe an sein müssen. Die Hitze in der Wohnung näherte sich Beduinen-Bedingungen. Die Öfen warteten so seit sieben ihrer Wartung.

Mit Zylinder auf kam er. Um elfe. Mei.

Das Katzvolk, mein Bruder also und ich, hat sich schwer versteckt. Das tut es immer, wenn Schwarzröcke die Wohnung stürmen. Sowas geht gar nicht.

Katz-Normalmodus. Ergebnis: Unser Schwedenkaminofen hat etwas zuviel ppm (Frauchen hat beim Schwedenofen vergessen, auch bei ihm die Druckluftdose ins Brennerbett zu halten, echt blöd). Dafür hatte der Niederländer die perfekten Werte. Bei dem hat sie’s gemacht, das verstehe wer will. Der Franzose steht am besten da, wird auch kaum beheizt. Der tut also eh nix, beißt net amal. Kunststück.

Der altgediente Vaillant-Durchlauferhitzer hatte das Problem, dass ihm seit Jahren der Wasserdurchflussknopf abgebrochen ist. Wolfemann ist verdächtig. Der hat immer zuviel Kraft.

Der abgebrochene Knopf war die Jahre aber nie ein Thema, Wasserdurchfluss so what. Diesmal hatte aber das Folgen in der Gehäuse-Wiederanbring-Physik.

Denn der zweite große Knopf weiter oben zum Flamme Einstellen war diesmal nur schlabberig anzubringen. Vorher hing er bombenfest. Alles, auch das Gehäuse hing nach der Kaminkera-Abhängung schräg und schlabberig herum. Shabby chic. Weil das Wasserdurchflussknöppi das Gehäuse nicht mehr fixierte. Sagte er. Weil er das komplette Gehäuse abgenommen und wieder draufgeknetet hat. Warum die Kaminkera immer das ganze Gehäuse abnehmen und erneut in die Führung reinschurigeln, versteht kein Kater nicht. Denn das Loch zum Messen ist im Ofenrohr weiter oben, hombres. Und genau da rein und nur da rein müssen die ihr teuer CO- und CO2-Messgerät halten.

Aber ich bin nur der Kater.

Jedenfalls hat Frauchen, als sie erfrischt nach des Kaminkeras Verschwinden am Flammenknopf rumdrehte, einen entscheidenden Fehler gemacht: Sie hielt ihn nicht fest. Den Knopf, nicht den Kaminkera.

So hüpfte das Chinateil mit einem dünnen Klirr auf die vermutlich ebenfalls in China gefertigten Villeroy & Boch-Teller und dann mit einem eleganten Schwung verächtlich hinter den China-Kühlschrank. Einfallswinkel istgleich Ausfallswinkel. Alles a bisserl Ding.

Das Billard-erprobte Frauchen konnte nur gelähmt zuschauen, aber nix machen. So schnell ging das.

Etzat ist der Flammenknopf unten hinterm Kühlschrank. Im Wollmaus- naja Chinchill-Staub vermutlich und macht ein sehr langes Sabattical.

 

Gruß
Der Kater

Ich komm auch nicht hintern Kühlschrank.
Bin beschäftigt, vorne die Tür aufzukriegen, hombre.

 

 

Coronavirus revisited

Resta a casa!

Bleibt zuhause!

Der Kater bloggt.

Das ganze Unglück der Menschen rührt allein daher, daß sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen.

Blaise Pascal, französischer Mathematiker, Physiker, Literat und christlicher Philosoph

 

Prof Dr. Kekulé und Prof Dr. Drosten sagen: Wir müssen handeln. Jetzt. https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html

In diesen 2 Wochen. Sonst geht es uns wie Italien.

 

Die Darstellung des Todes in einer französischen Zeitung 1912 in einer Cholera-Epidemie.

 

Wenn die schläfrige Regierung nicht handelt, dann müssen wir es tun: Bleiben wir zuhause! Streichen wir Kneipe, Disco, Bar, Musikevent, Fussball.

Einfach streichen. Für mind. 6 Wochen.

 

Wenn wir das nicht tun, streicht uns jemand anders – aus.

 

Passt auf euch auf. Alles Gute!
Der Kater, Realismus-Experte

 

 

Intensives Erlebnis

Der Kater bloggt.

 

“Wir haben es schon alle getan.”

Heiko Breitsohl, Abteilung für Personal, Führung und Organisation an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

https://www.sueddeutsche.de/karriere/arbeit-job-krank-grippe-chef-home-office-1.4797985

 

Als ich einmal jemanden auf die Intensivstation gebracht hab.

Einst bekam ich eine drei Monate lange Anstellung als Werkstudent bei SIEMENS. Werkstudent in diesem Unternehmen sein zu dürfen war damals für uns ein Volltreffer. Da das Gehalt sehr ansehnlich war. Ich war sehr glücklich darüber.

Es hat andere Jobs in den Semesterferien weit hinter sich gelassen. Und vor allem diesen einen verzweifelten Job, vom Arbeitsamt vermittelt. Aus dem ich nach der ersten Woche als Topos ‘Student, komma arbeitsscheu’ rausflog. Mit wehenden Schnurrhaaren. Weil ich krank war.

 

Die Abteilung war klein.

Der Chef war ein Vatertyp, dem es sichtbar Freude machte, mir die Dinge beizubringen. Statt mich am Kopierer verhungern zu lassen.

Eines Tages merkte ich in der Früh beim Aufstehen, dass eine fiese Erkältung im Anmarsch ist. Die Nase war rot und ich hatte Temperatur. Ich dachte einige Minuten nach, was ich machen soll. Am liebsten wäre ich im Bett liegen geblieben. Doch dann erinnerte ich mich an den demütigenden Rauswurf und vor allem an den Vermieter und fuhr zu SIEMENS.

Ich fuhr mit Rotz und glühender Rübe auch am darauf folgenden Morgen zu SIEMENS und am nächsten auch.

 

Am übernächsten Tag war mein Chef nicht mehr da.

Ich fragte nach, wo er denn sei und bekam nur die Antwort, er wäre krank.

Ich arbeitete solo vor mich hin, es war fad – es gab keinen mehr, der mich betreute. Es war ohne ihn freudlos und ohne Inspiration. Die Stunden vergingen zäh.

 

Ich bekam ihn nie mehr zu sehen.

Die bestbezahlten Werkstudentenmonate waren fast rum, da sagte man mir im Sekretariat erst, er wäre auf Intensivstation gewesen und danach lange in ReHa. Schwere Komplikationen bei Grippe und Diabetes: Lungenentzündung und das Herz.

 

Ich hatte nie wieder einen solchen Chef.

Ich schämte mich noch Jahre später, dass ich an der Intensivstation schuld war.

 

Ich habe es seither nie mehr getan.

 

 

Moderne Gedanken eines Katers zu zwei großen Plagen unserer Zeit

Der Kater bloggt.

Die Katze gibt vor, zu schlafen, um desto klarer sehen zu können …
François-René de Chateaubriand (1768 – 1848), François-René, vicomte de Chateaubriand, französischer Schriftsteller der Frühromantik

 

1. Das ängstliche WIE-WIRKE-ICH-AUF-ANDERE
2. Das narzisstische ICH-ICH-ICH

Die Tiefenentspanntheit der Katze ist sprichwörtlich. Sie kann deswegen entspannt sein, weil sie bereits seit ihrer Geburt ein wunderbares Wesen ist. Und sich nicht ständig noch verbessern muss.

Sie ist gut und gut genug. Sie genügt sich, sie genügt anderen so wie sie ist. Ihre Ausstrahlungskraft kommt davon, dass sie nicht ständig wissen will, wie sie auf andere wirkt. Es ist ihr egal. Das ist ihr Geheimnis.

Kater Murr vor Baum

 

Anders der Mensch.

Ängstlich darauf bedacht, ob er alles richtig macht und wie er auf andere wirkt, damit er endlich geliebt wird, bringt er sich um zahlreiche Vergnügen. Und vergeudet seine Lebenszeit.

 

Die erste große moderne Plage ist daher diese Ich-Ängstlichkeit. Sie ist die verbreiteste Plage.

Einst in der Kindheit akribisch von den Eltern eingebläut bekommen (“Du kriegst erst dann ein Eis = Wir mögen dich erst dann wieder, wenn du tust was wir sagen = keine Kommafehler mehr im Aufsatz hast”).

Später hat sich das verselbständigt. Ängstlich darauf bedacht, ob sie alles richtig gemacht haben, wirken diese innen drin ungeliebten Kinder später im Leben blass, unentspannt, pingelig, besserwisserisch. Zuhause und im Job. Sie glauben, dass sie nur geliebt werden, wenn sie nur noch ein wenig geschickter und fleißiger wirken.

Mit dieser Konditionierung versehen, geraten sie in den Burn-out. Manche geraten in mehrere Burn-outs. Es ist es ihnen unmöglich, ein herrliches Leben wie die Katze zu führen. Die sich genau wie sie jetzt gerade ist geliebt fühlen darf.

Die Katze ist absolut nicht schlampig, sondern sogar perfekt in ihrem Job (Mäusejagd). Sie ist dabei so mühelos perfekt, dass sie es sich leisten kann, zuvor selbstvergessen mit der Maus zu spielen.

Ein Angstler wird vermutlich nie kapieren, wie es geht, selbstvergessen Katze zu sein und Mäuse dennoch das Fürchten zu lehren. Stur, dumpf arbeitet er sich mit seinem Angst-getriebenen WIE-WIRKE-ICH-AUF-ANDERE in den Burn-out.

 

Die zweite große Plage ist der hochmütige Narzissmuss.

Das ist eher die Verformung der Männer. Als Kind wurden sie 30 mal am Tag übertrieben für alles Mögliche gepriesen. Später als Erwachsene sind solche Egozentriker in hochmütigem, selbstverliebtem ICH-ICH-ICH 24 Stunden am Tag von sich super überzeugt. Sehen auf andere herunter und gehen der Welt auf den Keks.

 

Eine Katze ist nie ängstlich auf ihre Wirkung bedacht, sie ist aber auch nicht narzisstisch.

Denn sie sieht nie auf andere herab. Allerdings auch nicht auf andere hinauf. Sie geht seit Geburt ordentlich und ohne großen Lob-Rummel um ihre Person auf ihr Klo und respektiert die Maus. Denn: Eine Maus kann durchaus empfindlich zurückbeißen.

Um großzügig zusammenzufassen, als Kater will man ja keine längliche Doktorarbeit verfassen mit pedantischen Fußnötchen hier und perfektionistischen Einlassungen und Definitionen dort:

 

Die meisten Menschtiere leiden heute entweder unter der um sich selbst kreisenden Angst oder an der hochmütigen ICH-ICH-ICH-Krankheit.

So werden Sie nie Katze.

 

Gruß
der Kater

Im nächsten Beitrag in einer Woche verrate ich Ihnen, wie man dieses ängstliche um sich selbst Kreisen los wird. Denn ich mache jetzt mal Schluss mit Schreiben. Für meine ausgiebige Fellpflege und um danach sehr lange Nickerchen zu machen. Es ist mir egal, ob das jetzt unvollständig oder phlegmatisch oder irgendwie negativ auf Sie wirkt. Es ist mir egal, wie schnell Sie die Auflösung wollen. Wegen Ihnen mache ich mir jetzt keinen Stress, ciaoi. Sie kommen schon, wetten.

 

Für die Perfektionisten, die genauer wissen wollen was neurotischer Perfektionissimus ist. Wie Faust in Auge quasi: der Bonelli

 

 

KI, Moderne Intelligenz und Hiob

Der Kater bloggt mal wieder.
Vorwarnung: Nachweihnachtlicher Blues, weil der Frühling noch nicht da ist. Auf Deutsch: Scheißlaune.

 

Der Gescheitere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit.

Marie von Ebner-Eschenbach

 

KI

KI, was für ein Wort.

Künstliche Intelligenz also, weil die Menschheit mit ihrer schwachen Intelligenz weder einfache Tätigkeiten (Akten entklammern, Berliner Flughafen endlich fertigbauen) noch komplexere Überlegungen packt (Pullover mit Motiv stricken).

Sie packen auch den Klimawandel emotional und rational nicht und werden es nicht. Denn er liegt über Pullover mit Motiv stricken. Zum Verständnis des Klimakrise fällt ihnen merkwürdigerweise nicht der Einsatz der Künstlichen Intelligenz ein.

 

KI, also dann, die wird gehypt. Hm. Gut.

Der Kater glaubt nicht, dass die Fremdintelligenz ein Gewinn wird.

 

Er ist sich andersherum sicher, dass die KI zur Kontrolle eingesetzt werden wird. Und nicht zur Verbesserung des Lebens.

https://www.stern.de/p/plus/kolumnen/die-optimierte-menschheit—warum-ki-nicht-gluecklich-macht-9087770.html

 

 

Gruß

Der Kater

Mümmelt grad an einem “Winzer”-Glühwein. Reste von Weihnachten.

 

Meister der Stoffeligkeit – der Deutschen Werk und Ausländers Beitrag

Es bloggt der Kater.

 

Zu unserer Kultur zählt der Grobianismus. Das bisschen Höflichkeit, das wir an den Tag legen, haben vermutlich die Ausländer mitgebracht. Wir brauchen dringend mehr davon. Ferda Atamann (Spiegel)

https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/muerrische-deutsche-leitkultur-meister-der-pampigkeit-kolumne-a-1234078.html

 

ANFRAGEN AUS DER HÖLLE

Das bisschen Höflichkeit, das die Ausländer nach Meinung von Frau Ataman nach Grobian-Deutschland mitgebracht haben, nivelliert sich zur Zeit gerade. Dank des Internets? Möglich.

Schimpfen sie sich Marketing Manager und wenden sie sich an Kreative (eh nur Loser-Spacken eh …?) , dann scheint es zumindest völlig aus zu sein damit.

Diesen Brief kriegte der Kater, der so anfing und so aufhörte:

 

Hallo,
[Anrede, Name fehlt]
wir möchten ein Webrelaunch starten suchen für die Konzeption einen xxx …

….

 

[Grußformel fehlt]

Aleyna Yildiz*

Marketing Manager

* Name erfunden, um den Absender zu schützen.

 

Der Schreiber oder die Schreiberin war ansonsten des Deutschen fließend mächtig.

Erschwerend zu dem Umstand, dass der Kater bis dato derartig befremdlich Deutsches noch nie von türkischen Mitbürgern weder erwartete noch bekam: Das Briefing war ebenfalls in hervorragendem Deutsch aber inhaltlich löchrig wie ein Schweizer Käse. Also sehr deutsch.

Mit löchrigen Angaben kann der Kater fachlich einfach nichts anfangen. Zu Hülf.

Ein Budget gibt es auch nicht, aber zur Definierung desselben soll der Kater soll schon mal seine Einschätzung in Form eines Preises abliefern. Dringend, denn man beginne bereits in den nächsten Wochen.

Der Kater streicht sich die Schnurrhaare. Er gibt nach derartigen Anschreiben samt ihren dünnen Angaben nie einen Gesamtpreis ab und nicht noch für fremde Maus-Gewerke, für die er möglicherweise nicht vorgesehen ist. Auf keinen Fall beim ersten Kontakt.

Er bekam nach dem Schlürfen eines Napfs Milch seinen Blutdruck runter. Und bot – noch Milch an den Schnurren – dem Stoffelschreiber mit erlesener kätzischer Höflichkeit an, ihn beim Erstellen des Lasten-/Pflichtenhefts zu unterstützen, das es mit hoher Wahrscheinlichkeit noch brauche. Denn so könne er in dieser Phase so gern er auch wolle noch keinen Preis bilden. Die Unterstützung beim Lasten-/Pflichtenheft gegen ein gewisses Honorar – bei solchen Posten üblich – und eiligst (da man ja bald anfangen wolle), versteht sich.

Erwartbar meldete sich daraufhin niemand mehr beim reflexhaft hilfsbereiten Kater.

Weil man mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Kampfangebot will. Nehme von 10 Dienstleistern den Durchschnittspreis ihrer leichtfertigen Angebote, bäng! fertig ist die Budgethöhe.

Eine telefonische Bitte um Klärung hätte sich auf meiner Seite angeboten, ja. Macht der Kater eigentlich immer bei netten Leuten.

Seine enorme Lustlosigkeit und spontane Narkolepsie angesichts der ganzen Sache ging diesmal weit über den Fakt hinaus, dass einschläfernder Winter ist und der Kamin schön bullert. Die Lustlosigkeit ging direkt kongruent mit der ihn jäh anspringenden groben Unhöflichkeit des Briefs.

 

Der Kater kennt Stoffel-Verhalten bis jetzt nur von Deutschen.

Kein Gruß, keine Anrede; nur Forderungen, keinerlei Beantwortung mehr (wer bekommt heutzutage noch Antwort auf Mails …? Sie etwa? ) oder eine pampige; immer muss alles schnell, keine einzige höfliche Frage wird gestellt nach der werten zeitlichen Verfügbarkeit des Kreativen – und es gibt kein Budget. Das sind die goldenen red flags. Richtig schön auch Anrufe früh um 7 in gebelltem Tonfall. Darunter echte Grobiane, die den höflichen Kater beschimpfen, s. o. wenn er doch ein paar Fragen oder eine Idee hat.

Muss er wohl umlernen.

 

Gruß
der Kater

Werte AfD-ler, kommentiert bitte hier erst gar nicht, weil ihr zwengs Thema Ausländer vielleicht eine Steilvorlage wittert. Es ist keine, ich schätze Türken und Türkischstämmige sehr. Es geht hier um den Einfluss der groben deutschen Sitten auf unsere normalerweise wertschätzend kommunizierenden und ausgewiesen höflichen ausländischen Mitbürger im Geschäftsleben, ganz anders herum also. Fasst euch also an den eigenen Kopf, dann wirds rund. Eure Fremdenfeindlichkeit und sprachlichen Grobheiten haben hier keinen Platz

 

Was Sie grundsätzlich vermeiden sollten, sind Hallo-Anreden ohne Namen oder mit Vor- und Nachnamen. „Hallo“ ohne Namen wirkt respektlos. „Hallo Barbara Kettl-Römer“ ist sehr unpersönlich. Im Zweifelsfall bleiben Sie lieber dabei, den Geschäftspartner mit „Sehr geehrte/r“ anzusprechen. Quelle: https://www.business-wissen.de/artikel/e-mails-immer-die-richtige-anrede-formulieren/

 

 

 

Die Menschen ändern sich nicht.
Realitäts-Check 2020

Es bloggt der Kater.

 

Ich muss völlig betäubt sein,
um die Welt zu ertragen, die wir geschaffen haben.
Wenn ich mich jetzt zurückziehe,
wenn ich hinaus in die Natur gehe und mich beruhige,
dann kann ich im meiner Welt sein.
Und wenn ich in meiner Welt bin,
dann weiß ich im tiefsten Innersten meiner Seele,
dass wir aufhören müssen, sie zu zerstören.
(Anne Wilson Schaef)

 

 

Diverse Verwandtschaftsbesuche auf dem Land, aber auch in der Stadt.

Es wird von den Gastgebern weiterhin Auto gefahren, es wird weiterhin in den Skiurlaub gefahren, man hat weiterhin zu warm geheizte Wohnungen.

Man stört sich nicht an der neu zu bauenden breiten Umgehungsstraße. Man will weiterhin in seinem im Sommer von langen Klimawandel-Dürreperioden heimgesuchten Garten tiefgrünen samtigen englischen Rasen haben (Realitätscheck: seit Jahren gelb, stark vermoost, nährstoffarm und trocken).

Man schimpft über die Kräuterwiese des Nachbarn, welche bei Westwind den Samen rüberwehen lässt und den eigenen Rasen verschandle. Man kauft weiterhin immer neue Outfits.

Über die Klimakrise wird nicht geredet. Man will sich nicht mit Problemen belasten.

Ich nehme das auf, sage nichts dazu. Wie es ist, wenn ich etwas dazu sage, weiß ich aus unschönen Teenie-Tagen.

Meine Wenigkeit fährt mit der Bahn hin und wird beim Besuch auf dem Land den Eindruck nicht los, als Bahnticketkäufer als ineffizienter Loser betrachtet zu werden. Mein Befürworten einer herrlich duftenden Kräuterwiese, ideal bei nährstoffarmen Böden, löst den leeren Blick aus, den man Hippies gegenüber pflegt wenn man auf sich hält. Man wechselt unverzüglich das Thema.

Unangenehme Stimmungen von früher klopfen bei mir an, die ich abschütteln will.

Bei Tines Grab gewesen. Die Grabfläche besteht zu 80 % aus poliertem rosa Granit, quasi ein versiegelter Steingarten. Er bietet kaum Platz für individuell Gärtnerisches. Beim letzten Mal störte mein Mitbringsel (bunt blühende Hyazinthen statt toter Schnittrosen) wohl die streng eingehaltene Trauer-Lila-Erika-Standard-Minimalgestaltung. Bringe diesmal 2 Töpfchen Christrosen mit. Für ein anderes Grab.

Wolf, der einen von zwei Besuchen auf dem Land mitgefahren ist,  freut sich, in der Bahn endlich zügig und konzentriert ein Buch gelesen zu haben.

Einer der weiß, wie man die Bahn nutzt.
Die schöne Erfahrung, dass Kräuterwiesen ein Erlebnis sind und dass Bahnfahren samt Bücherlesen kein Zeitverlust ist. Sondern das Gegenteil.

I, Yoky [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)]

Heimkommen in der Stadt fühlt sich gut an.

Gruß

Der Kater

 

Zeitverschwendungen. Manchmal reicht es einfach.

Der Kater bloggt mal wieder.

 

Argwöhnisch wacht der Mensch über alles, was ihm gehört. Nur die Zeit lässt er sich stehlen, am meisten vom Fernsehen.

Linus Pauling

 

Mega-üble Zeitverschwendungen: Fernsehen? … Internet!

  1. Ab und zu auf Twitter wirr polarisierende rechte Blogger plus ebenso wirr erscheinende Postings über sie zu lesen. https://taz.de/Blogger-der-Welt-Don-Alphonso/!5641160/ Mannmannmann, da wars Fernsehen mit dem Internationalen Frühschoppen mit 5 Journalisten aus 10 Ländern richtig goldig. Höfer: ‚Mir scheint, daß die Herren befreundet sind? Gut, dann streiten Sie weiter!‘
  2.  Von gleicher fragwürdiger Qualität: Im Internetz bestellte Amazon- und Zalando (iieh!-schrei vor Schmerz)-Päckchen annehmen für Leute, die einen im Hof nicht einmal grüßen.
  3.  Im Internet Erklärungen zu suchen für Dinge, die man gar nicht verbockt hat. Key: Klimawandel. Weder Auto gefahren, noch wie ein Wilder Fleisch gefressen und 20° + geheizt, noch Kreuzfahrten gemacht, noch sich dem Klamottenkaufrausch hingegeben.

 

Mittelüble Zeitverschwendungen, halb-Internet, halb-offline-Alltag: Ächz!

  1.  Die armen drei Orchideen fauler Zeitgenossen gießen, die sie an die Hofgemeinschaft “gespendet” haben, weil sie nur noch Zeit für ihren Online-Shop haben. Jetzt blühen sie. Die Orchideen. Ähm, eine.
  2.  Im Netz nach Lösungen suchen fürs Outlook 2016, das sich neuerdings weigert, seine Daten nicht mehr zu komprimieren. Ouh.
  3.  Windows 10 Pro gleich 2 mal hintereinander verschieden neu aufsetzen, wenn es dazu hochliberale Anweisungen nach dem Motto gibt “sie können sich auch einen Knopf an die Backe nähen”. Schweiß von der Stirn wisch. Aber man mussja.
  4.  Täglich 4 x drei Katzenklos wegen 2 Katern machen. Aber man machts ja gern.
  5.  Alle 2-3 Tage einen 30%igen fünf-Eimer-Wasserwechsel für die 18 Fischlein, die einem als Teichgärtner und Winterquartier-Inhaber zugeflogen sind. Als fühlende Wesen kann man sie halt auch nicht erfrieren lassen im zu seichten “Design”-Teich. Je nach Ansicht sind diese in ihrem Verhalten ziemlich verschrobenen Zwergkarpfen mit quietschbuntem Hochzeitskleid sogar ziemlich hübsch (Bitterlinge).

 

Absolut angenehme Zeitverschwendungen: Moi!

  1. Einen Rotwein trinken, weil der als Muskelrelaxans so schön und besser als die Schmerzsalbe die Kreuzbein-Zerrung vom Hochheben des Kleinerben mildert. Haaah. Hicks.
  2.  Den Rechner genussvoll zumachen, weil es einem mal einfach langt und sich lieber ein kreatives Rezept entweder mit Austernpilzen oder mit Makkaroni ausdenken. Aber hallo.
  3.  Dem Wahnsinns-Sommer nachsinnieren:

 

Gruß

Der Genuss-Kater,
dem es manchmal halt einfach langt.

 

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