Bewirtschaftet von Vroni und Wolf

Kategorie: Die Betriebs-Gazze (Seite 1 von 5)

Auch Einstein hat nicht immer Recht

Das Glück ist eine fiese Fee

Der Kater bloggt übers Glück.

“Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt.”
Albert Einstein, Theoretischer Physiker (1879-1955)

Oh doch, lieber Albert.

Aus Sicht einer Katze sind ein Schälchen Milch und ein warmer Platz am Kaminfeuer unbezahlbar und heutzutage fast noch mehr Glück als sonst. Möge dieses öde materielle Glück mich Kater zusammen mit meinem Bruder und meinem Personal noch länger begleiten. Dass wir satt & zufrieden lesen und Musik hören können, statt uns in kaltem Gemäuer mit knurrenden Magen einrollen zu müssen.

Persönlich erstellt mit KI, möge die Kreativität mit mir sein

Wer hätte daher gedacht, dass ich nach mehreren Lottopleiten nochmal den Stift zücke. Es rappelte in meinen Krallen, es war stärker als ich. Nach einer Ladung Creative Juice mit Milch legte ich los und ich hoffe jetzt auf eine gnädige Glücksfee. Mich hinter den Kamin gerollt, wartend. Amen.

 


Gruß
Der Kater

Dumme Tage gibt es genug

Heute feiern wir die Weisheit

Der Kater bloggt.

Dumme Gedanken hat jeder, aber der Weise verschweigt sie. Wilhelm Busch

Magische Nacht unter Sternen

Heute ist Feiertag in Bayern. Die Heiligen drei Könige, die einem neu geborenen Kind kostbare illegale Substanzen überreichten, sind wieder da und knuten die Christbäume aus dem Fenster.

Dabei waren sie ehedem gar keine Könige, sondern Weise. Magier, vielleicht Mathematiker, Astronomen, wissenschaftliche Elite. Sie folgten einer Sternenkonstellation und dem Kometen, der eine bedeutende Zeitenwende anzeigen sollte. Es ist auch nicht geklärt, ob es wirklich drei waren – es gibt sehr frühe Darstellungen mal mit zweien, mal mit fünfen.

Wollen wir an diesem Tag der Weisheit und der demutsvollen Suche nach Erkenntnis huldigen. Sie sind heute ein knappes Gut in der Welt.

 

Gruß
Der Kater

 

Haikus 俳句 von Katzen

Federwechsel

Der Kater haikuht Ende August:

„Wenn’s Geflügel früh sich maust, gibt’s einen frühen Winter.“ Bauernregel

Während der Mauser

wenn Vögel Federn lassen

der Sommer verglüht

 

“The new sunflower seed feeder has attracted several new greenfinches to the garden, but this one looks in a sorry state. I don’t know if it is moulting feathers from around its head or it has been in an accident. – Transl.: Der neue Sonnenblumenfutterautomat hat mehrere neue Grünfinken in den Garten gelockt, aber dieser scheint in einem traurigen Zustand zu sein. Ich weiß nicht, ob sich nur seine Federn am Kopf mausern oder ob er einen Unfall hatte.” Tony Hisgett, Birmingham, UK

Tony Hisgett from Birmingham, UK, CC BY 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/2.0>, via Wikimedia Commons

 

Es grüßt

Der Kater

 

Hier wie dort

Blutige Ostern

Der Kater bloggt.

Und der zweite Engel goss aus seine Schale ins Meer; und es wurde zu Blut wie von einem Toten, und alle lebendigen Wesen im Meer starben. (Neues Testament. Die Offenbarung des Johannes (Offb 16,3)

Blutig I


Bild: Deutsches Tierschutzbüro

Blutig II

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/8d/%D0%9D%D0%B0_%D0%A5%D0%B5%D1%80%D1%81%D0%BE%D0%BD%D1%89%D0%B8%D0%BD%D1%96_%D1%83%D0%BA%D1%80%D0%B0%D1%97%D0%BD%D1%81%D1%8C%D0%BA%D1%96_%D0%B7%D0%B0%D1%85%D0%B8%D1%81%D0%BD%D0%B8%D0%BA%D0%B8_%D1%83%D1%81%D0%BF%D1%96%D1%88%D0%BD%D0%BE_%D0%B2%D1%96%D0%B4%D0%B1%D0%B8%D0%BB%D0%B8_%D0%B0%D1%82%D0%B0%D0%BA%D1%83_%D0%B2%D0%BE%D1%80%D0%BE%D0%B3%D0%B0_%D1%82%D0%B0_%D0%B7%D0%B0%D1%85%D0%BE%D0%BF%D0%B8%D0%BB%D0%B8_%D1%82%D1%80%D0%BE%D1%84%D0%B5%D1%97_03.jpg?uselang=de
(Wikipedia Commons. Urheber: armyinform.com.ua)

Eigentlich wollte ich etwas Nettes schreiben über den Frühling und Bilder zeigen, wie es im Hinterhof grünt und blüht. Salweide, Forsythie, Tulpen, Blausterne, alles will ans Licht.

Heuer ist mir der Spaß daran vergangen, ich hoffe man versteht. Wie kann man hier so tun, als wenn alles easy ist und beispielsweise fürs hohe Mahl Lämmchen töten (so was von nicht mehr in Ordnung), wenn nur 900 km weiter die Menschen kein Ostern haben werden. Aber gar keins.

Entweder weil sie schon tot sind oder weil sie ums Überleben kämpfen. Meine Gedanken sind bei den Menschen in Mariupol. Sie sind auch bei denen in Odessa und überall, wo schreiendes Unrecht geschieht oder geschehen ist, in Bucha oder in Borodjanka.

Gruß

Der Kater

 

 

Wenn man weiß, es geht um was - es anscheinend aber niemanden interessiert

Die Qual dieser Wahl

Der Kater bloggt Kater-Koma

 

 In einem Kopf voller Ängste ist kaum Platz für Lösungen. Der Kater

 

In zwei Tagen wird gewählt.

Der deutsche Wähler scheint ein seltsam Wesen zu sein. Zumindest, wenn man sich das obskure Wirken im Hintergrund werkelnder schlauer Wahl-Spin-Doctors der großen Parteien anschaut.

Denen zufolge liebt der deutsche Wähler ausnahmslos langweilige Plakate mit schlechten Portraitaufnahmen (Ausnahme FDP). Dieser Wähler-Prototyp will außerdem nicht, dass ihm angesichts der Klimakatastrophe über die Kosten und Maßnahmen reiner Wein eingeschenkt wird. Sonst würde er scheu werden wie ein Reh. Geht gar nicht. Das muss, geht es nach ihnen, erst nach der Wahl. Nannte man früher nicht ‘Strategie’, sondern Katze im Sack. Außerdem liebt der deutsche Wähler ihnen zufolge ermüdende Rederituale, in denen nichts gesagt wird, aber schwachsinnige Abitur- und Jodelzeugnisse, die lila Schuhe oder die Teflonhaftigkeit oder Mikro-Mimik zum Gespräch werden.

So ist also dieser Sinus-Milieu-Wähler beschaffen:

Schwachsinnig, glattes Teflon, öde Anzüge liebend, wie Lehrer Hempel rückwärtsgewandt in alten Lebensläufen grabend, langweilig, fad, ideenlos, alles hinnehmend, ängstlich und scheu, Einschlafhilfen brauchend.

Anscheinend ist der Deutsche in den Augen der Spin Doctors ein ängstlich-paranoider Anal-Charakter, der im Gestern lebt und nur noch vorm Fernseher oder mit Benzodiazepinen einschlafen kann. Das erklärt auch die Wahlsendungen sowie die Baldrian-ähnlichen Rentnersendungen wie Traumschiff und Schwarzwaldförster.

Nicht ist er nach diesen Spin Doctors so beschaffen: will endlich Neues, wünscht klare Aussagen, will klare Richtung, nimmt nichts mehr hin, mutig bis offen grantig. Dieser Wähler existiert für die um jedes Stimmchen kämpfenden Spin Doctors nicht.

Oder vielleicht doch. Er oder sie macht verzweifelt oder grantig das Kreuz bei DER LINKEN, bei der AfD, der ÖDP, der Tierschutzpartei und weiteren Splitterparteien, wovon es immer mehr gibt.

Dieser Wähler macht inzwischen 20 % aller wahlberechtigten Bürger aus: 9 % sonstige plus 11% AfD, Quelle Emnid 23.9.2021.

Fast Kanzler-machend. Aber niemand holt ihn ab.

 

Gruß

Der Kater,
welcher angesichts der tief-langweiligen “Großen Wahlschlussrunde” in den Schlaf gefallen ist. KK: Kater-Koma.

 

Ich schicke euch Kraft

Wie man sich endlich durchsetzt

Der Kater bloggt eine Buchrezension aus Katersicht

 

Ausdauer ist eine Tochter der Kraft, Hartnäckigkeit eine Tochter der Schwäche, nämlich der Verstandesschwäche. Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

 

Der Katerkatz hat all seinen Mut genommen und ein Durchsetz-Buch gekauft, das dem Leser empfiehlt, eben noch hartnäckiger zu werden. Wenn es darum geht, sich lieber höflich statt mit blutiger Kralle durchzusetzen.

Da der Kater ein höflich Tier und Gentleman ist, welcher sehr selten (wirklich selten) und ausgesprochen ungern die Kralle zeigt, war es ihm wohlfeil und beim Lesen ein recht erhellend Büchlein. Es empfiehlt ihm, statt den anderen mit der Kralle in Streifen zu schneiden (schade), den bewährten Methoden der Werbung folgend, einfach immer nur die sture Wiederholung der immergleichen Botschaft, um endlich gehört zu werden.

Um gehört zu werden im Gehirne der Menschen, das immer übervoll ist von Dingen. Dinge wie: Habe ich heute das Hemd von der Reinigung geholt, ist der Müll draußen, habe ich das Kind im Kindergarten vergessen, ruft mich der Arzt wegen des Labors zurück oder soll ich mich besser selbst drum kümmern.

So eines Menschen Gehirne ist laut Büchlein übervoll. Stets und ständig. Außer er schläft, oder er kämpft um seinen Schlaf.

Daher hört er des Katers Botschaften “Füttert mich!” – “Macht mein Katzenklo!” nicht recht.

Doch ausdauernd war der Kater doch schon immer.

Ausdauernd schlafen, ausdauernd sich putzen, ausdauernd spielen. Ausdauer mit Genuss. Muss er jetzt in Zukunft öde und quälend hartnäckig mauzen statt genussvoll spielerisch posieren? Und dadurch jedem schäbig auf die Nerven gehen und entnervt mit Vasenwasser begossen werden, nur damit sein gemütlich Heim nicht vor die Hunde (bäh!) geht?

Ich überleg mir das nochmal.
Ist es in der Werbung nicht so, dass man, um die Botschaft durchzusetzen, statt stur und öd runterbetend, sie besser interessant, ja lustig verpackt. Also genussvoll, bevor man sie auf die Endlos-Schleife der Wiederholung schickt?

Ich entscheide mich für die un-öde Botschaft – putzig ausseh! schnurr! ans Bein werf! streichelt und beachtet mich! – und für die genussvolle Ausdauer desselben. Statt öd herum zu mauzen.

Denn wenn Wiederholung keinen Spaß macht und weder mir noch dem Menschen Genuss bereitet, ist das für den Hund.

 

Gruß

Der Kater

 

Buch-Rezension zu: “Sanfte Selbstbehauptung: Die 5 besten Strategien, sich souverän durchzusetzen” Barbara Berckhan

 

Beifuß sammeln und fotografieren

Seit langem wieder mal an der wilden Isar

Der Kater bloggt
seit langem mal wieder

Die Erschaffung einer kleinen Blume ist das Werk von Jahrtausenden.

William Blake

 

Impressionen nach all den Corona-Aufregungen.

Die Flusslandschaft mitten in München wirkt an diesem Mittwoch Abend erstaunlich wild und unberührt. Trotz der Massen, die seit dem Frühjahr in der Zeitung standen – trotz der abendlichen Grillschwaden an den Wochenenden.

Der Sommer ist vorbei und herbsteln tuts. Zeit für einen Datschi und Zeit, rechtzeitig wilden Beifuß zu sammeln für die Ente an Weihnachten.

Wilden Beifuss sammeln

Wilden Beifuß sammeln

Beschnitztes Treibholz

Raben an der Isar

Raben an der Isar auf dem Schild “Baden verboten”

 

Es grüßt der Kater

 

 

Vielleicht eine traurige Geschichte

Ob ers schafft?

Der Kater bloggt.

 

Wenn die Achtsamkeit etwas Schönes berührt, offenbart sie dessen Schönheit. Wenn sie etwas Schmerzvolles berührt, wandelt sie es um und heilt es.

Thich Nhat Hanh

 

 

Ein kleiner Mauersegler rummst gegen das Wellblechdach von Clarissa, dann gegen das neue strahlend saubere Glas des Vordachs der WEG Rückgb. oder gegen beides.

Sein rechter Flügel hat nun einen leicht anderen Winkel, ansonsten wirkt er nur leicht benommen. Er flattert ungeduldig in der Hand, als wenn er gleich wieder in die Lüfte steigen wollte. Oder vor Schmerzen. Er nahm Anlauf, er torkelte.

Wir nahmen ihn auf.

In eine enge abgedunkelte Kiste, damit er sich wieder beruhigt. Mit Kleenex unten drunter und mit Anschmiegematerial zum Wohlfühlen. Dann herum telefoniert, wer so ein Tier kann und es vielleicht wieder hinkriegt. Geschlagene 2 Stunden. Dann war mir klar, dass das fast nur freiwillige und sehr Engagierte machen, die überlastet sind und keinen Pfennig dafür kriegen. Und daher halt ein wenig unorganisiert.

Als ich auf die Website der kompetenten Frankfurter Mauerseglerklinik (wow!) gelangte, dass er innen drin Brüche haben kann, die man außen nicht sehen kann. Oh.

Derweil schaute er mich mit seinen großen blanken Augen an und ließ sich an seiner Kehle vorsichtig kraulen. Ich hatte keine Ahnung, was das für schöne Tiere sind, die jeden Tag vor unserem Fenster in die höchsten Lüfte steigen. Meisterflieger.

Die Versuchung war groß, dieses wunderbare Tier einfach vorläufig zu behalten, wenn das so schwierig ist, für es eine Stelle zu finden. Um zu schauen ob sein Flügel sich nicht auch so erholt.

Dann war da diese Sache mit den Heimchen, die man lebendig kaufen soll.

Denn Mauersegler fressen nur so etwas. Und keinen Hack oder ähnliches Zeugs, davon werden sie krank. Die Heimchen dann einfrieren und wenn gefroren, ihnen dann die Beinchen wegknipsen. Oh. Und dann aufgetaut und angewärmt füttern, hm. Wenn’s geht das aufgewärmte Heimchen mit einer B-Komplex-Spritze impfen, ab und an auch Vitamin D spritzen. Dann damit füttern. Wobei erwachsene Tiere nicht so kooperativ seien wie Jungtiere. Das Ganze Minimum 6 mal am Tag jeweils 2-3 Heimchen. Und zu trinken geben.

Dabei ist noch nicht klar, ob sein Meister-Flügelchen durch bloßes Abwarten je wieder so gesund werden wird wie vorher. Er hat Schmerzen und ich kann ihm nicht helfen, weil wieder einmal alles zu war.

Las in der Klinikseite der Frankfurter, dass unbehandelt eine Prellung oder Luxation zu Verwachsungen und Gewebeeinlagerung führen kann. So fliegen sie dann nicht mehr gut, weil falsche Belastungen. Das ist das Todesurteil für diese wunderschönen Gottesgeschöpfe.

So gab ich meinem Herzen einen Stoß und ging am strahlenden July Morning um 7 Uhr zur Tierrettung München in Schwabing. Die den Kleinen an die LMU Klinik für Reptilien und Wildvögel übergeben. Dort bekommt er endlich die Schmerzmittel die er schon seit 12 Stunden bräuchte und Heimchen, dort wird er geröntgt, um zu sehen, ob Brüche (dann hat er als Meisterflieger keine Chance mehr) oder etwas anderes.

In der Tram 27 spitzte sein Köpfchen raus und ich kraulte ihn zum letzten Mal am Kinn. Er wollte nichts als fliegen.

Wieder zuhause. Abgegeben wie einen Säugling in der Klappe, furchtbar. Ich hoffe für ihn, ich erfahre nichts. Er hat eine Chance, wenn auch nur eine kleine.

Derweil fliegen seine Brüder und Schwestern zuhaufen im Blau und rufen Sri, Sri!
Muss weinen.

Warte auf den Anruf.

 

Entschleunigung ja – aber nicht so!

Der Firefox 89 ist ein Witz

Der Kater beschwert sich

 

Treue macht nur am Anfang Spaß. Juliette Gréco

 

 

Jahrelang war ich dieser lahmen Ente Firefox treu. Doch was sie sich jetzt leistet, was soll man da sagen.

Vergangen die Jahre des Aufbruchs als das noch ein flotter Browser war.

Zähflüssig, langsam, stockende Streamings, Webseiten, die sonst schnell gingen, brauchen nun eine gefühlte Ewigkeit um sich aufzubauen. Ich nehme das an 2 sehr unterschiedlichen Rechnern wahr, wovon der eine eine flotte Menge an Arbeitsspeicher hat. Es gibt – früher schnell öffnende – Seiten, da kann ich mir jetzt in der Zwischenzeit Wasser kochen und einen Tee zubereiten, rödelt dieser Browser immer noch. Und zwar schön mit nix also weiß mit dem grauen Rödelrädchen in der Mitte.

Die weitere Unart dieses Unbrowsers seit ungefähr einem Jahr, sich uralte ehemals eingegebene Passwörter zu merken und dafür die neuen gespeicherten zu killen, nahm ich noch mit Gleichmut hin. Aber jetzt zucken meine Krallen.

 

Gruß an den Rödelfuchs,

der Kater, der zum Schreiben dieses Beitrags auch erst nach 10 Minuten rein gekommen ist. Meh.

 

 

 

Die 3 von den 7 Todsünden

Bräsigkeit, Kleinlichkeit, Geiz – und fehlende Beherztheit

Der Kater bloggt

 

Beherzt ist nicht, wer keine Angst kennt, beherzt ist, wer die Angst kennt und sie überwindet.

Khalil Gibran

Mutige Katze

 

Man muss diesen beamtigen Kleinmut ablegen und Visionen für die Zukunft entwickeln.

Das Volk und seine Medien aber schleppen sich seit Jahrzehnten mit einer bräsigen Lustlosigkeit und einer merkwürdigen Vermeidungshaltung und willfährigen Pseudo-Loyalität durch die Gegend, die katastrophalen Dinge nicht anzusprechen. Die beherzt anzusprechen sind.

Es war leider immer so: mickrig angelegte Großzügigkeit, spitzer Buchhalterbleistift, Faxgerät, Empfangsbeleg.

Diese Dinge haben zu Corona eine wenig angenehme nationale Charaktereigenschaft verstärkt bis zur Kenntlichkeit. So besiegt man keine Probleme, man verstärkt sie.

 

Es grüßt
der großzügige Kater
kein Fax seit 2008

– Leben und leben lassen –

 

Die 7 Todsünden:

  1. Stolz
  2. Habsucht
  3. Neid
  4. Zorn
  5. Unkeuschheit
  6. Unmäßigkeit
  7. Trägheit oder Überdruss (acedia)

 

Polyphone Mehrstimmigkeit

Die Fuge

Der Kater bloggt.

 

Die Zeit ist aus den Fugen. Fluch der Pein,
Muß ich sie herzustelln geboren sein!

William Shakespeare. Hamlet, Akt I 5. Szene

 

Kater beim Philosophieren

Ein Kater ist leider zu nix geboren. Außer zum Abhängen und Mäuse fressen.

 

Macht was drauß’, stellt die Zeit wieder her. Bekommt eure Pandemie in den Griff, die nur davon kommt, dass ihr zunehmend Wildtiere fresst und global herum wandert. Was nur einem Kater wie mir oder dem Wolf und dem Tiger zusteht.

 

Gruß
Euer Kater

 

 

Krisen im Dauermodus

Wann war eigentlich keine Krise

Der Kater blogt.

Das Wort Krise setzt sich im Chinesischen aus 2 Schriftzeichen zusammen – das eine bedeutet Gefahr und das andere Gelegenheit.

John F. Kennedy

 

Alles Quatsch – Krise ist der Normalzustand des Menschen. Als permanent aufeinander folgende oder sich zeitlich überlappende Krisen. Der Krisengewinnler ist der Normalgewinnler.

Kubakrise, Erdölkrise, Energiekrise, Atomkrise, Baumkrise, Ozonlochkrise, Balkankrise, die Atomendlagerkrise …

Und ist die Corona-Krise weg, dann kommt die nächste Krise: die nach Covid-19 auf alle Fälle kommende MERS-(Kamelvirus)Krise, an die sich Drosten jetzt hinhängt, die rotgetupfte Schwarzsumpfmückenfieber-Krise, die Hantel- ach Hantavirus-Krise, die Seeadlergrippen-Krise, die moldawische Borstenschweinecholera-Krise, die deutsche Böllerkatastrophenkrise (die Polen liefern nix mehr, verböllern alles selbst …), die chinesische Superbörsenkrise im Jahr der Metallratte, die Baumsterben-Krise II und Baum-Krise stirb langsam Teil III, die allgemeine Gehirnsterben-Krise 4.0 die jetzt schon eingesetzt hat, und die Mega-Krise für moderate und ziemlich Rechte, wenn die Grünen mit den Schwarzen zusammen in einer Regierung sein werden. Über alledem schwebt seit 30 Jahren die Klimakrise. Welche keine geworden wäre, hätte man früher angefangen gegenzusteuern.

Krisen im Angsterzeugungs-Dauermodus der Presse und der Regierenden. Keiner kommt ohne bestimmte Krisen aus. Die Welt scheinen vom Krisenwahnsinn umnachtet zu sein. Alle? Ein kleiner silberner Kater ringelt sich nach seiner Mahlzeit ein und döst selig weg. Ab in den Winterschlaf.

 

Weckt mich bitte auf,

wenn ihr ein nettes Weihnachtsgeschenk für mich habt,

In dem die Buchstaben K, R, I, S und E und PRESSE bitte nicht vorkommen möchten.

 

Euer ruhebedürftiger Kater

will mal ein Jahr keine nervtötenden, neu erzeugten Krisen der klicksüchtigen Presse mehr lesen. Also alle.

 

Es ist Herbst, aber es riecht nach Sommer

Der unvergleichliche Duft von Heu

Der Kater flehmt.

Sieh, die Sonne sinkt! Eh sie sinkt, eh mich Greisen ergreift im Moore Nebelduft, entzahnte Kiefer schnattern und das schlotternde Gebein, Trunken vom letzten Strahl reiß mich, ein Feuermeer mir im schäumenden Aug, mich geblendeten Taumelnden in der Hölle nächtliches Tor.

Göthe.

 

Katze, Lauer, Tigerkatze, Hauskatze

Den modrige Nebelduft des faustig-fuchteligen Dichterfürsten in Ehren. Doch genau heut’ im November riecht es im herbstlichen Garten ziemlich lecker nach frisch gewendetem Heu.

Ihr müsst wissen, bin in einem Haus am fränkischen Waldrand aufgewachsen, neben blühenden Wiesen. Nach der Mahd und dem Heuwenden, was damals noch dreimal stattgefunden hat, hat es dermaßen geduftet. Und heut riecht es im urbanen Innenhof der bayrischen Metropole ganz genau danach, hab keine Ahnung warum. Nirgends Heu zu sehen. Bombastique. Mrrrp.

 

Mystisch, Gruß

der Kater

 

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