Bewirtschaftet von Vroni und Wolf

Kategorie: Allgemein (Seite 1 von 4)

Stay the fuck home!

Das Virus, das uns den Atem raubt

Der Kater bloggt.

 

Solange ich atme, hoffe ich.

Marcus Tullius Cicero

 

Es gibt immerhin die kleine Hoffnung, dass eins der Medikamente, die sie gerade testen, der Sache Einhalt gebietet.

 

Es müsste, sobald die ersten Symptome kommen, zeitnah gegeben werden können.

 

Medikamente, die von ihrer Pharmakokinetik darauf abzielen, den Virus am Andocken zu hindern, müssen dann gegeben werden können, wenn der Virus sich anzudocken versucht.

Ich glaube nicht daran, dass man solche Medikamente erst dann zu geben hat, wenn sich schwere Symptome mehren. Dann sind die Chancen geringer. Aber das tun sie im Moment. Puh.

 

Wir müssten besser alle diese Medikamente zur Einnahme nach Hause bekommen.

 

Bereits dann, wenn wir gerade husten und soeben positiv getestet wurden. Nicht, wenn wir bereits schwere Atemnot weniger als 30 Atemzüge in der Minute haben und keine 3 Meter mehr in die Küche laufen können, ohne dabei das Gefühl zu haben, einen Marathon zu laufen. Dann kann es zu spät sein und ein schwieriger, qualvoller Krankheitsverlauf startet.

 

Das setzt voraus für die Schulmedizin:

Es müssen genug Testkits vorhanden sein.

 

Sind sie leider nicht.

Ein bis zwei Hersteller versuchen jetzt, eines auf den Markt zu bringen, das superschnell ist und mehr Menschen pro Tag testen kann. Hope.

 

Das setzt voraus:

Diese Medikamente müssen sicher in der Anwendung sein. Für zuhause. Nur dann klappts.

 

Sind sie leider nicht.

 

Für zuhause gibt es gar nichts.

 

Außer man versucht die Alternativmedizin Zistrose mit erstaunlichen seriösen Studienergebnissen CYSTUS 052 Sud, Tee, Halspastillen https://www.pandalis.de/de/pflanzen/detail/pflanze/cistus-incanus/

 

Wir haben den Sud zuhause. Und er wird eingesetzt werden, sobald einer die ersten Symptome hat.

 

Ein bisschen Hoffnung darf man wohl haben.

 

Die schulmedizinischen Medikamente für zuhause dürfen keine prekären Nebenwirkungen haben, wie entweder den Blutharnwert massiv nach oben treiben (Avigan) oder bei massiver oder versehentlicher Fehldosierung Herzstillstand verursachen können (den Kaliumkanal blockieren: Chloroquin, Hydroxychloroquin). Oder wie Remdesivir, dass man nur intravenös gibt.

 

Dieses Medikament für alle.

 

Ein bisschen Hoffnung darf man wohl noch haben.

 

All I Need is The Air That I Breathe

 

Der Arzt starb, der das Eingeständnis, dass ein neues böses Virus kommt, ins Rollen brachte.

R.I.P.  Er war einer der Guten.

 

 

Gruß

Der Kater

Dieses Virus ist ein tückisches Aas.

 

 

Coronavirus revisited

Gebet für meinen Ex

Der Kater bloggt.

 

Hätte ich nie gedacht, dass ich das mal machen werde. (Der Kater, notgedrungener Lebensphilosoph)

 

Lieber Haupt-Ex,

der du gerade in Reha wegen einer OP eingesperrt bist (ha ;-) ).
Liebe weitere Exen und Reptilien, die ihr in meinem Leben mal eine Rolle gespielt habt.

Ich mag euch zwar ziemlich arg persönlich nicht mehr aus Gründen (viele und besonders dich sogar deutlich mehr als nicht mehr), aber schließe euch aus aktuellem Anlass in meine Katzen-Gebete mit ein. Ne, nicht scheinheilig, wie es sonst meine kätzische Art ist, sondern echt. Fangt euch keinen Virus ein. Bitte.

Das medizinische Personal hat auch meine Gebete, denn es hat bald keinen ordentlichen Schutz mehr und wird in Bälde als Superspreader da stehen. Das Krankenhaus an sich wird bald der Ventilator für all diesen merde sein, der alles feinflächig verteilt.

 

Leseempfehlung: Die Pest (Camus). Siehe auch Bardamu https://ostblog.wordpress.com/2020/03/26/seuchenliteratur/

Rätselhafte Vorkommnisse häufen sich. Die Ratten kommen aus ihren Verstecken und sterben auf der Straße. Ein heimtückisches Fieber greift um sich, bald sterben die ersten Menschen. Die Stadt wird hermetisch abgeriegelt … Die Pest – von Albert Camus ist die perfekte Lektüre in dieser Zeit.

 

Gruß
Der Kater

Meine Gedanken sind auch und gerade bei denen, die nicht genug  Masken und Schutzkleidung haben, danke Herr Spahn, also ihre Patienten und sich selbst nicht ausreichend schützen können. Aber ihre Berufe ausüben müssen. Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger und Reha-Leute. Gott schütze euch. Falls es ihn gibt.  https://de.wikipedia.org/wiki/Pascalsche_Wette

    • Man glaubt an Gott, und Gott existiert – in diesem Fall wird man belohnt (Himmel – Man hat gewonnen).
    • Man glaubt an Gott, und Gott existiert nicht – in diesem Fall gewinnt man nichts (verliert aber auch nichts).
    • Man glaubt nicht an Gott, und Gott existiert nicht – in diesem Fall gewinnt man ebenfalls nichts (verliert aber auch nichts).
    • Man glaubt nicht an Gott, und Gott existiert – in diesem Fall wird man bestraft (Hölle – Man hat verloren).

 

 

Coronavirus revisited

Morbus Spahn. Oder was sind 2 Meter.

Der Kater bloggt

 

am 28.01.2020 – “…Gefahr gering!
am 28.01.2020 – …gut vorbereitet!
am 30.01.2020 – …verstehe die Hektik nicht!
am 12.02.2020 – …alles unter Kontrolle!
am 02.03.2020 – …Grenzschließung unangemessen!
am 07.03.2020 – …Grenze hält Virus nicht mehr auf!
am 15.03.2020 – …ab morgen ist die Grenze dicht!
am 24.03.2020 – …bei Lanz:  Wer hätte gedacht, dass ein Pfennigartikel (Schutzmasken) knapp werden könnte!”

Jens Spahn

Klartext:

Selten zuvor hat die Regierung so versagt: durch Wegducken, durch Weggucken, durch eine unfassbare Ignoranz. So geht das Desaster ganz zu deren Lasten. Mit unabsehbaren Folgen. Die Rechnung bezahlen wir. Die unschuldig Leidenden, Sterbenden, Trauernden rauben mir den Schlaf. Die Toten verdienen es, nicht vergessen zu werden. Nie.

 

Besser könnt’ ich es gar nicht schreiben.

Beides, Zitat und Text sind Kommentare zu https://www.welt.de/vermischtes/article206831091/Maybrit-Illner-Wir-haben-Jens-Spahn-vergeblich-gewarnt.html

 

 

Passt gut auf euch auf.

Und haltet mindestens 2 Meter Abstand. Viele Leute wissen nicht, was 2 Meter sind und schnaufen euch ins Genick.

Der Kater

 

Coronavirus revisited. Oder als der Kater neu über den Kühlschrank nachdachte.

Kaminkehrer-Befall und die Kühlschrank-Chinchillas

Der Kater bloggt.

 

Frühling ist die schöne Jahreszeit, in der der Winterschlaf aufhört und die Frühjahrsmüdigkeit beginnt.

Emanuel Geibel

 

Der Frühblüher Winterling in unserem WEG-Garten unter frischem Schnee-Zylinderhut

Die Katerbrüder Murr und Merlin im Vorfrühling – zwecks der besseren Sichtbarkeit jeder mit seinem in China gefertigten Hunde-Leuchtband

 

Wie jedes Jahr im Frühling kommt bei uns als Frühlingsankünder nicht der schwarze Star mit seiner geperlten Brust – schön wär’s *mit den Zähnchen gierig klapper*. Nein, der Kaminkera. Mit Zylinder (diesmal echt wirklich mit). Der tirilliert gemeinhin neda.

(Transl.: Kaminkehrer). Im sehr frühem Frühjahr.

Wie jedes Jahr mögen wir Kater es nicht, wenn früh um sieben Stiefeltritte von Schwarzgekleideten durch die Wohnung klappern. Könnt sonst was sein, SS oder SEK, KPdSU oder KPCH. Suchen ein sehr! entferntes Körbchen auf.

Um so netter dann der endlich Erschienene. Blutjung und ein hübscher junger Mann, mit Zylinder auf und Handschlag (Corona-Alarm! aber bringt Glück) und aus Straubing aber um Elfe erst. Weil er – im Unterschied zu den vorigen Kamin-Schwarzkünstlern – die Eigenheit pflegte, anders als sie in den oberen Stockwerken anzufangen. Zwengs der Übersichtlichkeit, sagt er. Ein verhinderter Pilot vermutlich. Wir wohnen ganz unten.

Und warteten uns den Wolf. Die Öfen bullerten seit vier Stunden, weil sie zu diesem Behufe an sein müssen. Die Hitze in der Wohnung näherte sich Beduinen-Bedingungen. Die Öfen warteten so seit sieben ihrer Wartung.

Mit Zylinder auf kam er. Um elfe. Mei.

Das Katzvolk, mein Bruder also und ich, hat sich schwer versteckt. Das tut es immer, wenn Schwarzröcke die Wohnung stürmen. Sowas geht gar nicht.

Katz-Normalmodus. Ergebnis: Unser Schwedenkaminofen hat etwas zuviel ppm (Frauchen hat beim Schwedenofen vergessen, auch bei ihm die Druckluftdose ins Brennerbett zu halten, echt blöd). Dafür hatte der Niederländer die perfekten Werte. Bei dem hat sie’s gemacht, das verstehe wer will. Der Franzose steht am besten da, wird auch kaum beheizt. Der tut also eh nix, beißt net amal. Kunststück.

Der altgediente Vaillant-Durchlauferhitzer hatte das Problem, dass ihm seit Jahren der Wasserdurchflussknopf abgebrochen ist. Wolfemann ist verdächtig. Der hat immer zuviel Kraft.

Der abgebrochene Knopf war die Jahre aber nie ein Thema, Wasserdurchfluss so what. Diesmal hatte aber das Folgen in der Gehäuse-Wiederanbring-Physik.

Denn der zweite große Knopf weiter oben zum Flamme Einstellen war diesmal nur schlabberig anzubringen. Vorher hing er bombenfest. Alles, auch das Gehäuse hing nach der Kaminkera-Abhängung schräg und schlabberig herum. Shabby chic. Weil das Wasserdurchflussknöppi das Gehäuse nicht mehr fixierte. Sagte er. Weil er das komplette Gehäuse abgenommen und wieder draufgeknetet hat. Warum die Kaminkera immer das ganze Gehäuse abnehmen und erneut in die Führung reinschurigeln, versteht kein Kater nicht. Denn das Loch zum Messen ist im Ofenrohr weiter oben, hombres. Und genau da rein und nur da rein müssen die ihr teuer CO- und CO2-Messgerät halten.

Aber ich bin nur der Kater.

Jedenfalls hat Frauchen, als sie erfrischt nach des Kaminkeras Verschwinden am Flammenknopf rumdrehte, einen entscheidenden Fehler gemacht: Sie hielt ihn nicht fest. Den Knopf, nicht den Kaminkera.

So hüpfte das Chinateil mit einem dünnen Klirr auf die vermutlich ebenfalls in China gefertigten Villeroy & Boch-Teller und dann mit einem eleganten Schwung verächtlich hinter den China-Kühlschrank. Einfallswinkel istgleich Ausfallswinkel. Alles a bisserl Ding.

Das Billard-erprobte Frauchen konnte nur gelähmt zuschauen, aber nix machen. So schnell ging das.

Etzat ist der Flammenknopf unten hinterm Kühlschrank. Im Wollmaus- naja Chinchill-Staub vermutlich und macht ein sehr langes Sabattical.

 

Gruß
Der Kater

Ich komm auch nicht hintern Kühlschrank.
Bin beschäftigt, vorne die Tür aufzukriegen, hombre.

 

 

Coronavirus revisited

Reaktanz

Der Kater bloggt

 

Reaktanz

Zahlreiche Studien in unterschiedlichen Kontexten zeigen, dass Reaktanz vor allem dann auftritt, wenn versucht wird, gewisse Einstellungen zu ändern oder zu kontrollieren, wenn Menschen sich in ihrer Freiheit eingeschränkt fühlen.

Sie sich an der Erreichung ihrer Ziele gehindert, sie zur Auswahl zwischen verschiedenen Alternativen gezwungen werden.

 

COVID-19 

Wenn Menschen, die sich durch die Empfehlungen des RKI oder expertisereicher Virologen in ihrer Entscheidungs- und Bewegungsfreiheit eingeschränkt sehen, sie dann wie Teufel erst recht dagegen argumentieren, den Coronavirus ernst nehmen zu müssen.

Die Energie dazu ist deutlich: dicht machen, fies werden, zum Gegenangriff starten, die menschliche Tür zuhauen, die goldene Brücke sprengen, wütend behaupten, sie würden ihr Leben leben wollen und sich durch so einen Scheiß nicht einschränken lassen wollen. Pahh! Es käme eh so wie es käme. Bis zu Dreiviertel der Bevölkerung nimmt den Coronavisrus vorgeblich locker, vorgeblich entspannt. Ist das wirklich so?

 

“Das ist wie die Grippe, ich sehe da kein Problem!”

Sagt man als Wissenteilender, schau es ist so: Die echte Grippe trifft auf inzwischen Immunkompetente plus mehrmals Geimpfte, während Sars-2 auf eine völlig immun-naive Bevölkerung trifft mit uneinschätzbaren Risiken. Dann zündet das bei diesen Menschen oft immer noch nicht. Oder erst recht, leider anders als beabsichtigt in die falsche Richtung: in die Reaktanz.

Wie zeigt die sich: Sie machen sofort einen auf aggressiv-cool oder betont-lässig.

 

Reaktanz ist die Feinmechnik des Widerstands. Egal ob es sich um Gebildete oder Ungebildete handelt.

Weitere kluge kognitive Inhalte vorzubringen – nach dem Prinzip noch mehr desselben – kann eine Reaktanzneigung verstärken. Der Zug ist quasi abgefahren.

 

Wortreich beschrieben und analysiert wird Reaktanz und die Vergeblichkeit der Bemühungen in den Lehrbüchern. Beschreibung und Analyse findet man überall, Lösungen selten.

Ein “Rezept” gegen Reaktanz fand ich nur hier:

“Die Beeinflussungsintensität wird insbesondere durch die Art der Vermittlung der Botschaft bestimmt. Dies betrifft zunächst die Formulierung der Botschaft. Hier zeigt sich, dass harte, explizite, direkte, eindringliche, dogmatische, fordernde Formulierungen (Rains, 2013) und Imperative (Aufforderungen, Anweisungen, Ermahnungen) eine höhere Beeinflussungsintensität im Vergleich zu Vorschlägen oder indirekten Suggestionen haben.”

Quelle: https://de.in-mind.org/article/der-reaktanzeffekt-oder-warum-gesundheitskampagnen-scheitern-koennen

 

Auf Klardeutsch: Vorsichtig-Sprech fördert Reaktanz.

Man muss sehr klar werden. Man darf keine vorsichtigen freundlichen Vorschläge bringen, man darf sich kein indirektes Nudge-Nudge kreativ überlegen, sondern schmerzhaft deutliche Aufforderungen in aller Ruhe langsam und bedächtig formulieren. Das wird 1 A verstanden und angenommen, der Manipulationsverdacht ist weg, die Reaktanz damit weg.

Wieder was gelernt. Kann mit dem Preußentum in den Genen zu tun haben. Aber ich halte mich da raus, bin kein Ethnologe.

 

In der Kommunikation mit Kleinkindern, Pubertierenden, gar älteren Nachfahren oder Rezipienten, Auditorium oder Kundschaft – egal –, bedeutet das, wenn man ein Verstandenwerden erreichen und verbalen Widerstand vermeiden will: Sehr klar werden. Schmerzhaft klar werden. Nicht zu subtil, zu vorsichtig sein. Keine Formulierungskünste wortreich anwenden – die sind kontraproduktiv.

 

Bei Kunden heißt das, wenn man was erreichen will, superklar werden. So: “Ihre bestellte Datenbank muss genau diese ARCHITEKTUR haben, sonst werden ihre Anforderungen nicht erfüllt.” – “Das Logo ist so wie es ist begründet richtig in seiner From, Größe und Funktion.”

 

Unmissverständlich Führung übernehmen.

Der Wissende ist der, der mehr weiß. Der Anbieter ist der Fachkompetente, der mehr weiß, deswegen wird er ja angeheuert.

Kinder müssen klare Ziele bekommen. Eine Bevölkerung muss klar und unmissverständlich informiert werden. Prof Dr. Drosten und Prof Kekulé sind gute Beispiele.

 

Kunden müssen geführt werden. Nicht sanft und unklar und dadurch missverständlich.

Das Ideal der gleichwertigen Kommunikatiion mit Kunden auf Augenhöhe ist ein grobes Missverständnis sanfter Zeitgenossen, was Projektführung betrifft. Projektführung ist nicht nett. Sondern klar und kompetent.

 

Gruß
Der Kater

 

Die Welt geht unter, doch man geht einkaufen wie verrückt.

Und trennt Glas bis zum Schluss. Aus unserem Zyklus “Hidden Heroes”

Der Kater bloggt.

 

Und ist die Zeit gekommen, wo die Welt, um sich zu erneuern, sich vertilgt, da wird sich dies alles durch seine eigenen Kräfte zunichte machen; Gestirne werden gegen Gestirne prallen, und alles, was jetzt in bester Ordnung sein Licht ausstrahlt, wird bei dem allgemeinen Weltenbrande eine einzige Feuermasse bilden.

Seneca

 

Wir haben im Februar einen sau-seltsamen Sturm. Der nicht normal ist. Eher apokalyptisch unnormal.

Stürme haben im Februar kalt und nass zu sein. Doch dieser Sturm ist es nicht. Er ist superwarm. Das ist ein Sommersturm. Im kalten Februar.

Trotz Überhitzungs-Apokalypse durch warme Stürme und Meeresspiegelanstieg trotz Deichbruch will der Mensch bis zum Schluss des Hitzetods noch seine feinen Schnäppchen haben. Glaubt mit gezieltem Konsum die Welt zu retten. In Wirklichkeit macht er shopping gone wild wie eine frustrierte alleinstehende Lady inklusive Gewissensberuhigung. Und haut einen druff im Fasching.

So blöd und so komisch, so wahr. Lachend und weinend in den Untergang.*

 

Gruß
Der Kater

*Ich bin die Katze, ich gehe da nicht mit!  (Frei nach einer von Kipplings Geschichten)

 

 

Thüringen et alii –
Farbmischungen unserer Zeit:
RotRotGrün ergibt helles undefinierbares Grau.

Immerhin: Besser als Hellbraun.

Der Kater bloggt. Es bleibt ihm auch nix anneres übrig.

Man kann den einzelnen Menschen betrachten

a) als kleinen Mann,

b) als Helden und

c) als Rädchen einer Maschine.

Der erste Weg führt zur altmodischen Demokratie, der zweite Weg zum Faschismus, der dritte Weg zum Kommunismus.

Bertrand Russell

 

Heute nacht tobt der Sturm.

Ich bin nachts auf, weil ich noch einen Kunden fertig machen will und bin langsam müde. Für eine kleine Pause doch noch mal in den urbanen Hof zum Luftschnappen.

Aaaaahh!

Im diesem Hinterhof sträubt sich die Winterschutzplane des Rittersporn-Topfes ins Nirgendwo. Seine Plastik-Schutzfolie aus Polypropylen PP ist schon lange hinten beim Fischteich. Der Rest ist werweißwo. Die Fische, die ich aus ihrem Designer-Miniteich ins Büro-Winterquartier gerettet habe, sind jedoch wohlauf, da im Zimmer. Sie jagen in meinem Büro die hoffnungsvoll hineingestreuten Artemia-Eier. Hubert, der stämmige aber kurze Vize und Teil-Papa der 20-köpfigen Bitterling-Fischschule wurde vermutlich von einem meiner halbwilden Kater gefressen. Der längliche Staller als der jetzt einzige Große ist still alive.

War grade um 5 Uhr draußen. Die Luft im Hinterhof ist warm wie 70er-Jahre-romantisches Badewetter im Sommer. Die 10 Schneeglöckchen, die mein Enkel draußen gepflanzt hat sind seit Tagen grün und blühen jetzt weiß mit spektakulären Blüten.

Keinen interessierts.

Der Atem des Winters ist auffallend heiß.

 

Es ist der 10. Februar 2020.

 

Kurzer Gedanke, dass das der Vorbote der versprochenen Apokalypse sein könnte.

Womöglich ist das aber ein ganz normaler Sturm.
Womöglich auch nicht.

 

Gruß
Der Kater

Passt gut auf euch auf.

 

Weihnachten, der Enkel, Amazon und das Klima – ausgerechnet das Fest der Liebe macht den Planeten kaputt.

Der Kater bloggt nu wieder.

 

Das ganze Unglück der Menschen rührt allein daher, daß sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen. Blaise Pascal

 

Um es als Oma-Kater kurz zu machen: Weihnachten ist alles andere als klimaneutral. Es ist sogar einer der größten Klimatreiber im Jahresverlauf.

Die menschlich und klima-technisch heiklen Problemstellungen:

 

Besuche zu Weihnachten

Ganz arg CO2-heikel. Auch mit der Bahn zigzeug CO2-Fußdapper. Alternativ zu noch entfernterer Verwandtschaft mit dem Auto oder dem Fliegzeug: Will ich jetzt gar nicht ausrechnen. Zu viel jedenfalls.

 

Essen zu Weihnachten

Auch CO2-heikel. Es wird gekocht oder ins Restaurant gegangen, was das Zeug hält. Zu viel, zu gut, zu viel Fleisch. Dazu ehrgeizige Aufwände über die bescheidene selbst erstellte Alltagspizza hinaus. Selbst vegane Ideen wie Begnadigte Ente oder Austernpilze in Rieslingschäumchen oder so was, egal. Was für ein Käse. Warum diesen blödsinnigen Aufwand, wenn man im Januar wieder alles herunterhungern muss.

Und warum überhaupt dieser komische übertriebene, finanzielle Luxus zu Weihnachten.

Weil ein kleiner Bub frischgeboren in einem Stall schlief, weil keiner seine armen fremden Eltern in die Herberge aufnahm? Dann sind zu dieser Zeit die fette, stundenlang gebratene Gans oder das 5-Sterne-Luxusessen im Restaurant enorm peinlich und unangemessern, ja skandalös. Ein Hirten-Gericht wie Stew oder Linsen mit-ohne Würstchen wären angemessener.

 

Geschenke zu Weihnachten

Ziemlich Co2-heikel, auf diese Art Liebe zu zeigen. Ratio versus das Zwischenmenschliche: Schenkt man nix und schlägt damit gottseidank auch keine CO2-heikle Geschenkpapierschlacht, weil man das so gegen den nixnutzigen Konsumrausch einvernehmlich vereinbart hat, kommt das sogar bei manchem Klimawandel-Bewussten eigenartig asozial rüber. Die uralte Konditionierung ruft.

In Zeiten, in denen jeder alles hat, in denen die Kinder übervolle Spielzimmer haben, ist es mit dieser Konditionierung trotzdem immer noch komisch, einfach dann “nix !” zu schenken.

Kriegt man selbst nix geschenkt: auch komisch, obwohl man das ausdrücklich so gewollt hat.

 

Einkaufen für Weihnachten

Ziemlich Traffic-heikel. Man hat die Wahl: Entweder ab August so langsam zu den einschlägigen Münchner Geschäften fahren und herumrennen. Oder Amazon, oder Tausendkind etc. samt DHL nehmen: Der zusätzliche extra CO2 Ausstoß ist in allen Fällen nicht von Pappe.

Schenkt man als kluge Menschen einander stattdessen Zeit statt Zoich: Eigentlich löblich. Oft muss man dazu aber wieder herumfahren, um sich zu treffen. CO2-Alert wiederum. Siehe der Punkt Besuche.

 

Basteln für Weihnachten

Ausnahmsweise nicht heikel. Selbst basteln und noch besser basteln mit dem Kind wäre angesagt. Zeit und Zoich.

 

Das Klima

Weigert sich voraussichtlich erneut, ausgerechnet am Fest der Liebe zu schneien. Da seit Jahrzehnten zu warm. Leute, das Klima weigert sich plötzlich, zu euren Vorstellungen zu passen!

Irgendwas läuft schief, finde den Fehler. Tipp: es könnten diese heiklen, ziemlich schräg konditionierten zwischenmenschlichen Dinge sein und auch das konditionierte Missverständnis, was Liebe ist. Das heizt unsre Erde auf. Der Österreicher würde sagen: Is ois a bisserl Ding. Wir können nicht mehr so weitermachen. Ding hin, Ding her. Unser konsumistischer und auseinandergerissener Ding-Lebensstil steht zum ersten Mal wirklich auf dem Prüfstand.

 

 

We’ll be watching you. Thank you.

Update zu Wo der Aufschwung angekommen ist:

Bei mir bewirkt jeder Dancefloor-Remix egal wovon das, was er soll: Er jagt mich quer über die Tanzfläche. Meistens Richtung Ausgang bis in die Bierschwemme gegenüber der Disco. Das hat sogar Stefan Raab anno 1999 mit seinem notorischen Maschen-Draht-Zaun und 2000 mit seiner Zusammenarbeit mit Gerhard Ho’ mir ma’ ‘ne Flasche Bier Schröder geschafft. Es musste 2019 werden, bis Anne Clark etwas anderes versucht:

Anne Charlotte Clark, Jahrgang 1960, firmiert als Poetin, Songwriterin, Sängerin, Pianistin und elektronische Musikerin; Greta Tintin Eleonora Ernman Thunberg, Jahrgang 2003, ist Tochter zweier immerhin Wikipedia-würdiger Künstler: Opernsängerin Malena Ernman und Schauspieler Svante Thunberg, und neigt zu Depression und Asperger-Syndrom. Da sind sie’s ja gewohnt, wenn sich wieder bloß die angesprochen fühlen, die es auch ohne Remix erwischt hätte.

Brombienen

Es bloggt mal wieder der Kater:

 

Holzhacken ist deshalb so beliebt, weil man bei dieser Tätigkeit den Erfolg sofort sieht.

Albert Einstein

Bienen sehen ihren Erfolg nicht sofort, das Pollensammeln ist bei ihnen jedoch mindestens genauso beliebt.

Heuer war zumindest in unserem Garten ein gutes Bienenjahr. Sie brummten an den Bombeerblüten herum wie verrückt. Jetzt im August hängen dicke Brombeeren dran. Ich spüre den Bienen gegenüber aufrichtige Dankbarkeit.

 

How To Fuck Your Artist

It is common as a business administrator to fuck the artist. Because the artist needs to be fucked. Always.

To be hanged on all blackboards in all BWL faculties. Except in the design faculties.

 

How to:

Just do not answer any more when he asks you smart questions to calculate the project correctly and to do a fine job.

Never give him enough information and never give him a transparent job description.

Always insist it can not be that difficult!

Tell him that he would do better business if he would give this guarantee to you: 100% satisfied or money back.

If the artist succeeded in writing you an offer against all odds and against all red flags given by you, you reject the signing on the basis of his usage agreement in his terms and conditions.

When the artist explains why this usage agreement is important to his work and existence, ask for one more thing in the terms and conditions to be deleted.

If, nevertheless, a contract has actually come about, then suddenly change the project right on half way through. Important!

How? Tell the artist that you want to do some creative steps for yourself within this project now.

Just ignore the artist when he tells you which creative or production stunts do not work.

But hold him responsible when these things won’t work.

Reduce his fee, because you did a lot by yourself and because things didn’t work.

Wait at least three days up to months to give feedback and pull the dead line necessarily forward.

Don not pay his bill.

Do not answer the phone from this point on.

 

Just be a smart ass. You little motherfucker.

 

 

 

“Wir müssen davon ausgehen, dass sich der dramatische Insektenrückgang fortsetzt.”

Der KATER berichtet

Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. (Einstein)

 

Ich mag es im Fall der Bienen überhaupt nicht, dass dieser unheimliche Menschenkenner und Einstein Recht hat. Einstein hat sich nur einmal geirrt. Bei der Quantentheorie. Wenn dieser Satz da oben stimmt, den man Einstein nachsagt, dann kanns nimmer lang dauern mit uns.

Beispiel?

Weiterlesen

Mit dem Hammer in der Hand

Da ist uns letzte Woche doch glatt der Gunter Gabriel gestorben. Treppensturz, mit 75. Es ist ein Trauerspiel mit den Fernfahrertypen.

Der Kerl war immer irgendwie da. Immer wieder mal hat er ganz offensichtlichen Scheiß gebaut, musikalisch wie klatschspaltentechnisch, war aber selber der Letzte, das abzustreiten, unterm Strich war er wohl einer von den Guten. Schmalzt mit schon wieder respektgebietender Schamlosigkeit die übelsten Roy-Black-Schnulzen daher, hat aber der recht schätzbaren Juliane Werding 1975 den Text für den ersten offen feministischen deutschen Schlager geschrieben. man hört von Alkoholproblemen und häuslicher Gewalt gegen eine nach der andern seiner vier Frauen, dafür tingelt er fürs Gesamtvolk über dessen abgelegenste Volksfeste. Kriegt hin, “ein deutscher Junge” (cit. G.G.) und auf alles mögliche “stolz” zu sein, behält dabei aber glaubwürdig das Herz links, sagt, was man “wohl noch sagen darf” — ohne den sinistren AfD-Unterton.

Sowas kann man wahrscheinlich nicht erkünsteln, nicht lückenlos seit Mitte der 70er, und darüber ein liebenswerter Opa und gleichzeitig leicht widerlicher alter Sack werden. Er hat abwechselnd Sachen gemacht, für die man ihn abwatschen und umärmeln möchte — was wir lebendigen Leute halt so machen, über ein Leben verteilt. Man kann ihn mehr oder weniger mögen, aber der war immerhin echt.

Gibt es jetzt noch Fernfahrertypen, deren Stimme man zuhören möchte, weil sie einfach mal gut klingt und weil sie ab und zu ganz unerwartet vernünftige Sachen sagt? Und sollte einen das nicht einen Tick mehr anfassen als unbedingt überlebensnotwendig? Es sollte.

Gedenkminute: Gunter Gabriel: Was soll’s, aus: Sonderfall von Mann. Gabriel Singt Cash. Das Tennessee-Projekt, 5-Song-EP, 2003. Musik: Johnny Cash: Drive On, aus: American Recordings (der ersten), 1994:

My sun sets to rise again

DEM KATER SÎN BLOG: Hier spricht der Kater. 17 und forever young.

Moritz am Ende ihrer Tage

My sun sets to rise again. (Moritz,17, † 17. Mai 2015)

 

Believe me. Sometimes when life looks to be at its grimmest, there’s a light, hidden at the heart of things. Clive Barker in “Abarat”

 

 

 

 

Die handaufgezogenen BANANA BROTHERS

Diese beiden ehrsamen, hochintelligenten, sau-sensiblen Katzenbuben werden meinem Personal meine Abwesenheit versüßen. Sie wurden Moses-ähnlich – statt in einem Weidenkörbchen – in einer Supermarkt-Bananenkiste mitsamt ihrer Frau Mama und weiteren vier Katzen-Buben, auf grässliche Art an einem Haus an der vielbefahrenen, ebenfalls grässlichen B14 ausgesetzt.

Scheues, sensibles Katerchen Murr im Kleiderschrank von Wolf
Ganzklein-Katerchen Murr, bei Einzug 11 Wochen alt und noch sehr scheu. Müde nach der Reise. In Wolfs Kleiderschrank hinter den Trainingshosen rechts.

Katerchen Murr auf Chefsessel
Aktuell Klein-Kater Murr, 14 Wochen alt und ebenfalls müde, aber diesmal entspannt auf dem Chefsessel.

Katerchen Merlin in Wolfs Kleiderschrank, hinter den Trainingshosen
Winz-Katerchen Merlin, bei Einzug 11 Wochen alt und ebenfalls noch scheu, fast wild. Der schwarze Fellball fauchte so gut wie immer. Fauch-mode: on, permanently. Gute, sehr spitze, mindestens 100 sehr weiße Zähnchen. In Wolfs Kleiderschrank hinter den Trainingshosen links, beide eng beieinander.

Katerchen Merlin auf Chefsessel
Katerbube Merlin, aktuell 14 Wochen alt. Faucht nur noch wenn es muss. Position Co-Chef Banana Republik Ltd.

Die Frau Mama lief nach der Öffnung der Kiste in hoher Panik davon. Übrig blieben 6 Buben, alle nur 1 Woche alt und gerade mal die blauen Augen offen. Die engagierte Finderin und Bewohnerin des Hauses an der B14 nahm sofort Urlaub, ging zum Tierarzt und besorgte sich Fläschchen samt Aufzuchtmilch. Im Abstand von je 2 Stunden wurden die sechs, wie ehedem Knut der Eisbär, zu dritt – mit der Hilfe von Nachbarin und Freundin – mit der Hand aufgezogen.

 

Gruß,

Moritz
My sun sets to rise again. Poem from Robert Browning

 

Have you found your life distasteful?
My life did and does smack sweet.

Was your youth of pleasure wasteful?
Mine I save and hold complete.
Do your joys with age diminish?
When mine fail me, I’ll complain.
Must in death your daylight finish?
My sun sets to rise again.

“At the ‘Mermaid'”(1876)

 

Mein Freund der Baum

DEM KATER SÎN BLOG: Hier spricht der Kater.

Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt. (Khalil Gibran,1883 – 1931)

Kastanie im Hinterhof wurde gefällt

Öd und leer – kein Schatten weit und breit

Ein kätzischer Nachgesang

Eigentumswohnungsversammlungen sind nie der Brüller, man ist als Eigentümer-Katzer nicht verwöhnt. Weder in München noch anderswo. Die letzte jedoch war geprägt von Miteigentümern und Baumfreunden, die ihr Gewicht locker für den Baum in die Waagschale hätten werfen können. Die aber leider … zu dem Termin fehlten.

Post-“Demokratie”, wie man es gewohnt ist.

Kastanie im Hinterhof

Einst der große Schattenspender in heißen Sommern

Und so wurde “mehrheitlich beschlossen”, dass die Kastanie gefällt wird. Mit 7 gegen 5 Stimmen. (Ich natürlich dagegen.) Ich verstehs nicht, ich kapiers nicht. Nur weil man befürchtet, dass der Baum recht hoch werden würde.

Unser Schattenspender ist tot.

Der 17jährige Moritz 2015 auf Leiter

Ein gscheider Baum muss her, diese Balkone sind doch nix!

Mir als Katze bleibt nur noch, auf irgendwelche nutzlose Leitern zu steigen. Sinnlos nach noch höheren Balkonstufen äugend. Ach, wie vergeblich!

Unsere Kastanie im Hinterhof von oben

Unsere Kastanie 2010 einst im Hinterhof von oben – ein letzter Gruß!

Unsere Hinterhof-Kastanie nachts

Unsere Hinterhof-Kastanie nachts

Glühwürmchen waren im Baum und in den Büschen.

Aber ich hör schon auf.

Moritz verlässt den Hof über den Baum

Wünsche mehr Quality Time! (Experte)

Ich verschwinde jetzt einfach über den virtuellen Baum in die anderen Höfe – machts gut!

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