Freitag! Logbuch

Bewirtschaftet von Vroni und Wolf

Kategorie: DEM KATER SÎN BLOG: Hier ist der Kater. (Seite 1 von 3)

Coronavirus revisited

Es gibt 3 Möglichkeiten des Lernens.

Der Kater bloggt

 

 

Der Mensch hat dreierlei Wege, klug zu Handeln;

erstens durch Nachdenken, das ist das Edelste,

zweitens durch Nachahmen, das ist das Leichteste,

und drittens durch Erfahrung, das ist das Bitterste.

Konfuzius, Philosoph aus China

 

 

Das soll genug sein der Botschaften aus China.

 

Keiner hier in Deutschland hat das verinnerlicht.

Sonst hätten wir wesentlich früher einen Shut Down gehabt. Sonst hätten wir wesentlich früher verstanden, dass ein Virus immer dann größten Schaden anrichtet, wenn er relativiert wird und die Regierung vorangetrieben werden muss. (“Schaden vom Volk abhalten.”)

 

Macht es gut und passt auf euch auf.

 

So do I,

Der Kater
Haus-Philosoph

 

 

Stay the fuck home!

Bleibt verdammt noch mal zuhause

Bleibt um Himmels Willen zuhause!

 

Kommentare sind geschlossen.

 

 

Coronavirus revisited. Oder als der Kater neu über den Kühlschrank nachdachte.

Kaminkehrer-Befall und die Kühlschrank-Chinchillas

Der Kater bloggt.

 

Frühling ist die schöne Jahreszeit, in der der Winterschlaf aufhört und die Frühjahrsmüdigkeit beginnt.

Emanuel Geibel

 

Der Frühblüher Winterling in unserem WEG-Garten unter frischem Schnee-Zylinderhut

Die Katerbrüder Murr und Merlin im Vorfrühling – zwecks der besseren Sichtbarkeit jeder mit seinem in China gefertigten Hunde-Leuchtband

 

Wie jedes Jahr im Frühling kommt bei uns als Frühlingsankünder nicht der schwarze Star mit seiner geperlten Brust – schön wär’s *mit den Zähnchen gierig klapper*. Nein, der Kaminkera. Mit Zylinder (diesmal echt wirklich mit). Der tirilliert gemeinhin neda.

(Transl.: Kaminkehrer). Im sehr frühem Frühjahr.

Wie jedes Jahr mögen wir Kater es nicht, wenn früh um sieben Stiefeltritte von Schwarzgekleideten durch die Wohnung klappern. Könnt sonst was sein, SS oder SEK, KPdSU oder KPCH. Suchen ein sehr! entferntes Körbchen auf.

Um so netter dann der endlich Erschienene. Blutjung und ein hübscher junger Mann, mit Zylinder auf und Handschlag (Corona-Alarm! aber bringt Glück) und aus Straubing aber um Elfe erst. Weil er – im Unterschied zu den vorigen Kamin-Schwarzkünstlern – die Eigenheit pflegte, anders als sie in den oberen Stockwerken anzufangen. Zwengs der Übersichtlichkeit, sagt er. Ein verhinderter Pilot vermutlich. Wir wohnen ganz unten.

Und warteten uns den Wolf. Die Öfen bullerten seit vier Stunden, weil sie zu diesem Behufe an sein müssen. Die Hitze in der Wohnung näherte sich Beduinen-Bedingungen. Die Öfen warteten so seit sieben ihrer Wartung.

Mit Zylinder auf kam er. Um elfe. Mei.

Das Katzvolk, mein Bruder also und ich, hat sich schwer versteckt. Das tut es immer, wenn Schwarzröcke die Wohnung stürmen. Sowas geht gar nicht.

Katz-Normalmodus. Ergebnis: Unser Schwedenkaminofen hat etwas zuviel ppm (Frauchen hat beim Schwedenofen vergessen, auch bei ihm die Druckluftdose ins Brennerbett zu halten, echt blöd). Dafür hatte der Niederländer die perfekten Werte. Bei dem hat sie’s gemacht, das verstehe wer will. Der Franzose steht am besten da, wird auch kaum beheizt. Der tut also eh nix, beißt net amal. Kunststück.

Der altgediente Vaillant-Durchlauferhitzer hatte das Problem, dass ihm seit Jahren der Wasserdurchflussknopf abgebrochen ist. Wolfemann ist verdächtig. Der hat immer zuviel Kraft.

Der abgebrochene Knopf war die Jahre aber nie ein Thema, Wasserdurchfluss so what. Diesmal hatte aber das Folgen in der Gehäuse-Wiederanbring-Physik.

Denn der zweite große Knopf weiter oben zum Flamme Einstellen war diesmal nur schlabberig anzubringen. Vorher hing er bombenfest. Alles, auch das Gehäuse hing nach der Kaminkera-Abhängung schräg und schlabberig herum. Shabby chic. Weil das Wasserdurchflussknöppi das Gehäuse nicht mehr fixierte. Sagte er. Weil er das komplette Gehäuse abgenommen und wieder draufgeknetet hat. Warum die Kaminkera immer das ganze Gehäuse abnehmen und erneut in die Führung reinschurigeln, versteht kein Kater nicht. Denn das Loch zum Messen ist im Ofenrohr weiter oben, hombres. Und genau da rein und nur da rein müssen die ihr teuer CO- und CO2-Messgerät halten.

Aber ich bin nur der Kater.

Jedenfalls hat Frauchen, als sie erfrischt nach des Kaminkeras Verschwinden am Flammenknopf rumdrehte, einen entscheidenden Fehler gemacht: Sie hielt ihn nicht fest. Den Knopf, nicht den Kaminkera.

So hüpfte das Chinateil mit einem dünnen Klirr auf die vermutlich ebenfalls in China gefertigten Villeroy & Boch-Teller und dann mit einem eleganten Schwung verächtlich hinter den China-Kühlschrank. Einfallswinkel istgleich Ausfallswinkel. Alles a bisserl Ding.

Das Billard-erprobte Frauchen konnte nur gelähmt zuschauen, aber nix machen. So schnell ging das.

Etzat ist der Flammenknopf unten hinterm Kühlschrank. Im Wollmaus- naja Chinchill-Staub vermutlich und macht ein sehr langes Sabattical.

 

Gruß
Der Kater

Ich komm auch nicht hintern Kühlschrank.
Bin beschäftigt, vorne die Tür aufzukriegen, hombre.

 

 

Coronavirus revisited

Resta a casa!

Bleibt zuhause!

Der Kater bloggt.

Das ganze Unglück der Menschen rührt allein daher, daß sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen.

Blaise Pascal, französischer Mathematiker, Physiker, Literat und christlicher Philosoph

 

Prof Dr. Kekulé und Prof Dr. Drosten sagen: Wir müssen handeln. Jetzt. https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html

In diesen 2 Wochen. Sonst geht es uns wie Italien.

 

Die Darstellung des Todes in einer französischen Zeitung 1912 in einer Cholera-Epidemie.

 

Wenn die schläfrige Regierung nicht handelt, dann müssen wir es tun: Bleiben wir zuhause! Streichen wir Kneipe, Disco, Bar, Musikevent, Fussball.

Einfach streichen. Für mind. 6 Wochen.

 

Wenn wir das nicht tun, streicht uns jemand anders – aus.

 

Passt auf euch auf. Alles Gute!
Der Kater, Realismus-Experte

 

 

COVID-19

Beim ersten zarten Halskratzen mehr Viren im Rachen als bei der Influenza

Der Kater bloggt.

 

 

“So viel Virus sieht man selten, nicht einmal bei der Influenza”

Prof. Dr. Christian Drosten, Viruloge, Charité Berlin

https://www.tagesspiegel.de/wissen/warum-covid-19-ansteckender-ist-als-sars-enorme-mengen-virus-im-oberen-rachenbereich/25588526.html?utm_source=pocket-newtab

 

Was heißt das

Das heißt: 1-2 Meter Abstand halten ist bei COVID-19 nicht ausreichend. Denn allein mit feuchter Aussprache können die Viren geballt den ausgelobten Meter überbieten. Noch schlimmer: Die Mathematik des Niesens

 

Auch die jetzt überfall verkündete Heilige Händewaschregel

Du bist vielleicht schon angesteckt, während du dich noch wäschst. Aber wasch dich weiter, man kann nie wissen ;-).

 

Prof Dr. Drosten sagt sehr klar, was Sache ist: “So viel Virus sieht man selten, nicht einmal bei der Influenza.”

Doch es ist nicht jedem sofort klar, was es im Alltag der Angestellten, Doppelverdiener und Hausfrauen konkret heißt. Das will ich nachholen.

 

Superinfektiös zu sein beim ersten Halskratzen, das heißt konkret:

Man muss sofort zuhause bleiben, sobald man das erste Halskratzen merkt. Nicht zur Arbeit gehen, nicht mehr unter Leute gehen. Weil man mit dieser Menge Virus, andere Menschen allein mit Reden anstecken kann. Es braucht kein Niesen und kein Husten. Die meisten ignorieren das erste Halskratzen, gehen mit braver Angestelltenergebenheit leider immer noch zur Arbeit, erst nach einem oder zwei Tagen zum Arzt. Wenn es halt nachts nicht mehr weggegangen ist.

Diese Zeiten sind vorbei.

Undurchführbar? Diese Frage stellt sich nicht: Wir können uns diese infektiöse Bürokratie gar nicht mehr leisten!

 

Wie soll das funktionieren? Geht doch nicht!

Es wird gehen und es muss. Denn COVID-19 wird jetzt bleiben. Die Durchseuchung ist laut Experten nicht mehr aufzuhalten. Die pragmatische Lösung fürs Zuhausebleiben und dennoch krankschreiben-Lassen ist die IT: Ab sofort zuhause bleiben, direkt ins Home-Office – und dann digitale Krankschreibung per ärztlicher Ordination per Skype. Nur Leute, die nicht nachgedacht haben schleppen sich noch körperlich zum Arzt, gefährden ihn, sein Team unnötig und spielen dort Virenkarussell mit den anderen Patienten.

Denn auch ein Arzt will und muss gesund bleiben. Er darf sich nicht von deiner feuchten Aussprache oder deinem Räuspern in das Intensivbett hinein treiben lassen. Er hat Verantwortung für weitere Patienten. Nicht nur für dich.

 

Gruß
Der Kater

Wir sind seit dieser News endgültig am Arsch, aber es muss ja weitergehen: Nur die Harten kommen in den Garten.

 

Intensives Erlebnis

Der Kater bloggt.

 

“Wir haben es schon alle getan.”

Heiko Breitsohl, Abteilung für Personal, Führung und Organisation an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

https://www.sueddeutsche.de/karriere/arbeit-job-krank-grippe-chef-home-office-1.4797985

 

Als ich einmal jemanden auf die Intensivstation gebracht hab.

Einst bekam ich eine drei Monate lange Anstellung als Werkstudent bei SIEMENS. Werkstudent in diesem Unternehmen sein zu dürfen war damals für uns ein Volltreffer. Da das Gehalt sehr ansehnlich war. Ich war sehr glücklich darüber.

Es hat andere Jobs in den Semesterferien weit hinter sich gelassen. Und vor allem diesen einen verzweifelten Job, vom Arbeitsamt vermittelt. Aus dem ich nach der ersten Woche als Topos ‘Student, komma arbeitsscheu’ rausflog. Mit wehenden Schnurrhaaren. Weil ich krank war.

 

Die Abteilung war klein.

Der Chef war ein Vatertyp, dem es sichtbar Freude machte, mir die Dinge beizubringen. Statt mich am Kopierer verhungern zu lassen.

Eines Tages merkte ich in der Früh beim Aufstehen, dass eine fiese Erkältung im Anmarsch ist. Die Nase war rot und ich hatte Temperatur. Ich dachte einige Minuten nach, was ich machen soll. Am liebsten wäre ich im Bett liegen geblieben. Doch dann erinnerte ich mich an den demütigenden Rauswurf und vor allem an den Vermieter und fuhr zu SIEMENS.

Ich fuhr mit Rotz und glühender Rübe auch am darauf folgenden Morgen zu SIEMENS und am nächsten auch.

 

Am übernächsten Tag war mein Chef nicht mehr da.

Ich fragte nach, wo er denn sei und bekam nur die Antwort, er wäre krank.

Ich arbeitete solo vor mich hin, es war fad – es gab keinen mehr, der mich betreute. Es war ohne ihn freudlos und ohne Inspiration. Die Stunden vergingen zäh.

 

Ich bekam ihn nie mehr zu sehen.

Die bestbezahlten Werkstudentenmonate waren fast rum, da sagte man mir im Sekretariat erst, er wäre auf Intensivstation gewesen und danach lange in ReHa. Schwere Komplikationen bei Grippe und Diabetes: Lungenentzündung und das Herz.

 

Ich hatte nie wieder einen solchen Chef.

Ich schämte mich noch Jahre später, dass ich an der Intensivstation schuld war.

 

Ich habe es seither nie mehr getan.

 

 

I want you to panic

Der Kater bloggt.

 

Mut besteht nicht darin, dass man die Gefahr blind übersieht, sondern darin, dass man sie sehend überwindet.

(Jean Paul)

 

Also jetzt an alle Relativierer:

Der Coronavirus ist da. Hier bei uns.

Hört endlich auf zu reisen und rumzugondeln. Storniert eure Hotelbuchungen. Und haltet endlich mal eure Füße still – und eure Klappe auch. Alle älteren Leute und alle Männer werden es euch danken, die ihr damit dereinst nicht anstecken werdet.

Bleibt zuhause am Kamin und schleckt eure Schale Milch. Zefix.

 

HOMERO-EYES

Alle geistig Herausgeforderten, die die Realisten jeden Tag bis jetzt als Hysteriker verlacht haben, 100 mal an die Tafel:

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

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Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

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Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

 

Gruß
Der Kater

 

 

Moderne Gedanken eines Katers zu zwei großen Plagen unserer Zeit

Der Kater bloggt.

Die Katze gibt vor, zu schlafen, um desto klarer sehen zu können …
François-René de Chateaubriand (1768 – 1848), François-René, vicomte de Chateaubriand, französischer Schriftsteller der Frühromantik

 

1. Das ängstliche WIE-WIRKE-ICH-AUF-ANDERE
2. Das narzisstische ICH-ICH-ICH

Die Tiefenentspanntheit der Katze ist sprichwörtlich. Sie kann deswegen entspannt sein, weil sie bereits seit ihrer Geburt ein wunderbares Wesen ist. Und sich nicht ständig noch verbessern muss.

Sie ist gut und gut genug. Sie genügt sich, sie genügt anderen so wie sie ist. Ihre Ausstrahlungskraft kommt davon, dass sie nicht ständig wissen will, wie sie auf andere wirkt. Es ist ihr egal. Das ist ihr Geheimnis.

Kater Murr vor Baum

 

Anders der Mensch.

Ängstlich darauf bedacht, ob er alles richtig macht und wie er auf andere wirkt, damit er endlich geliebt wird, bringt er sich um zahlreiche Vergnügen. Und vergeudet seine Lebenszeit.

 

Die erste große moderne Plage ist daher diese Ich-Ängstlichkeit. Sie ist die verbreiteste Plage.

Einst in der Kindheit akribisch von den Eltern eingebläut bekommen (“Du kriegst erst dann ein Eis = Wir mögen dich erst dann wieder, wenn du tust was wir sagen = keine Kommafehler mehr im Aufsatz hast”).

Später hat sich das verselbständigt. Ängstlich darauf bedacht, ob sie alles richtig gemacht haben, wirken diese innen drin ungeliebten Kinder später im Leben blass, unentspannt, pingelig, besserwisserisch. Zuhause und im Job. Sie glauben, dass sie nur geliebt werden, wenn sie nur noch ein wenig geschickter und fleißiger wirken.

Mit dieser Konditionierung versehen, geraten sie in den Burn-out. Manche geraten in mehrere Burn-outs. Es ist es ihnen unmöglich, ein herrliches Leben wie die Katze zu führen. Die sich genau wie sie jetzt gerade ist geliebt fühlen darf.

Die Katze ist absolut nicht schlampig, sondern sogar perfekt in ihrem Job (Mäusejagd). Sie ist dabei so mühelos perfekt, dass sie es sich leisten kann, zuvor selbstvergessen mit der Maus zu spielen.

Ein Angstler wird vermutlich nie kapieren, wie es geht, selbstvergessen Katze zu sein und Mäuse dennoch das Fürchten zu lehren. Stur, dumpf arbeitet er sich mit seinem Angst-getriebenen WIE-WIRKE-ICH-AUF-ANDERE in den Burn-out.

 

Die zweite große Plage ist der hochmütige Narzissmuss.

Das ist eher die Verformung der Männer. Als Kind wurden sie 30 mal am Tag übertrieben für alles Mögliche gepriesen. Später als Erwachsene sind solche Egozentriker in hochmütigem, selbstverliebtem ICH-ICH-ICH 24 Stunden am Tag von sich super überzeugt. Sehen auf andere herunter und gehen der Welt auf den Keks.

 

Eine Katze ist nie ängstlich auf ihre Wirkung bedacht, sie ist aber auch nicht narzisstisch.

Denn sie sieht nie auf andere herab. Allerdings auch nicht auf andere hinauf. Sie geht seit Geburt ordentlich und ohne großen Lob-Rummel um ihre Person auf ihr Klo und respektiert die Maus. Denn: Eine Maus kann durchaus empfindlich zurückbeißen.

Um großzügig zusammenzufassen, als Kater will man ja keine längliche Doktorarbeit verfassen mit pedantischen Fußnötchen hier und perfektionistischen Einlassungen und Definitionen dort:

 

Die meisten Menschtiere leiden heute entweder unter der um sich selbst kreisenden Angst oder an der hochmütigen ICH-ICH-ICH-Krankheit.

So werden Sie nie Katze.

 

Gruß
der Kater

Im nächsten Beitrag in einer Woche verrate ich Ihnen, wie man dieses ängstliche um sich selbst Kreisen los wird. Denn ich mache jetzt mal Schluss mit Schreiben. Für meine ausgiebige Fellpflege und um danach sehr lange Nickerchen zu machen. Es ist mir egal, ob das jetzt unvollständig oder phlegmatisch oder irgendwie negativ auf Sie wirkt. Es ist mir egal, wie schnell Sie die Auflösung wollen. Wegen Ihnen mache ich mir jetzt keinen Stress, ciaoi. Sie kommen schon, wetten.

 

Für die Perfektionisten, die genauer wissen wollen was neurotischer Perfektionissimus ist. Wie Faust in Auge quasi: der Bonelli

 

 

KI, Moderne Intelligenz und Hiob

Der Kater bloggt mal wieder.
Vorwarnung: Nachweihnachtlicher Blues, weil der Frühling noch nicht da ist. Auf Deutsch: Scheißlaune.

 

Der Gescheitere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit.

Marie von Ebner-Eschenbach

 

KI

KI, was für ein Wort.

Künstliche Intelligenz also, weil die Menschheit mit ihrer schwachen Intelligenz weder einfache Tätigkeiten (Akten entklammern, Berliner Flughafen endlich fertigbauen) noch komplexere Überlegungen packt (Pullover mit Motiv stricken).

Sie packen auch den Klimawandel emotional und rational nicht und werden es nicht. Denn er liegt über Pullover mit Motiv stricken. Zum Verständnis des Klimakrise fällt ihnen merkwürdigerweise nicht der Einsatz der Künstlichen Intelligenz ein.

 

KI, also dann, die wird gehypt. Hm. Gut.

Der Kater glaubt nicht, dass die Fremdintelligenz ein Gewinn wird.

 

Er ist sich andersherum sicher, dass die KI zur Kontrolle eingesetzt werden wird. Und nicht zur Verbesserung des Lebens.

https://www.stern.de/p/plus/kolumnen/die-optimierte-menschheit—warum-ki-nicht-gluecklich-macht-9087770.html

 

 

Gruß

Der Kater

Mümmelt grad an einem “Winzer”-Glühwein. Reste von Weihnachten.

 

Meister der Stoffeligkeit – der Deutschen Werk und Ausländers Beitrag

Es bloggt der Kater.

 

Zu unserer Kultur zählt der Grobianismus. Das bisschen Höflichkeit, das wir an den Tag legen, haben vermutlich die Ausländer mitgebracht. Wir brauchen dringend mehr davon. Ferda Atamann (Spiegel)

https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/muerrische-deutsche-leitkultur-meister-der-pampigkeit-kolumne-a-1234078.html

 

ANFRAGEN AUS DER HÖLLE

Das bisschen Höflichkeit, das die Ausländer nach Meinung von Frau Ataman nach Grobian-Deutschland mitgebracht haben, nivelliert sich zur Zeit gerade. Dank des Internets? Möglich.

Schimpfen sie sich Marketing Manager und wenden sie sich an Kreative (eh nur Loser-Spacken eh …?) , dann scheint es zumindest völlig aus zu sein damit.

Diesen Brief kriegte der Kater, der so anfing und so aufhörte:

 

Hallo,
[Anrede, Name fehlt]
wir möchten ein Webrelaunch starten suchen für die Konzeption einen xxx …

….

 

[Grußformel fehlt]

Aleyna Yildiz*

Marketing Manager

* Name erfunden, um den Absender zu schützen.

 

Der Schreiber oder die Schreiberin war ansonsten des Deutschen fließend mächtig.

Erschwerend zu dem Umstand, dass der Kater bis dato derartig befremdlich Deutsches noch nie von türkischen Mitbürgern weder erwartete noch bekam: Das Briefing war ebenfalls in hervorragendem Deutsch aber inhaltlich löchrig wie ein Schweizer Käse. Also sehr deutsch.

Mit löchrigen Angaben kann der Kater fachlich einfach nichts anfangen. Zu Hülf.

Ein Budget gibt es auch nicht, aber zur Definierung desselben soll der Kater soll schon mal seine Einschätzung in Form eines Preises abliefern. Dringend, denn man beginne bereits in den nächsten Wochen.

Der Kater streicht sich die Schnurrhaare. Er gibt nach derartigen Anschreiben samt ihren dünnen Angaben nie einen Gesamtpreis ab und nicht noch für fremde Maus-Gewerke, für die er möglicherweise nicht vorgesehen ist. Auf keinen Fall beim ersten Kontakt.

Er bekam nach dem Schlürfen eines Napfs Milch seinen Blutdruck runter. Und bot – noch Milch an den Schnurren – dem Stoffelschreiber mit erlesener kätzischer Höflichkeit an, ihn beim Erstellen des Lasten-/Pflichtenhefts zu unterstützen, das es mit hoher Wahrscheinlichkeit noch brauche. Denn so könne er in dieser Phase so gern er auch wolle noch keinen Preis bilden. Die Unterstützung beim Lasten-/Pflichtenheft gegen ein gewisses Honorar – bei solchen Posten üblich – und eiligst (da man ja bald anfangen wolle), versteht sich.

Erwartbar meldete sich daraufhin niemand mehr beim reflexhaft hilfsbereiten Kater.

Weil man mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Kampfangebot will. Nehme von 10 Dienstleistern den Durchschnittspreis ihrer leichtfertigen Angebote, bäng! fertig ist die Budgethöhe.

Eine telefonische Bitte um Klärung hätte sich auf meiner Seite angeboten, ja. Macht der Kater eigentlich immer bei netten Leuten.

Seine enorme Lustlosigkeit und spontane Narkolepsie angesichts der ganzen Sache ging diesmal weit über den Fakt hinaus, dass einschläfernder Winter ist und der Kamin schön bullert. Die Lustlosigkeit ging direkt kongruent mit der ihn jäh anspringenden groben Unhöflichkeit des Briefs.

 

Der Kater kennt Stoffel-Verhalten bis jetzt nur von Deutschen.

Kein Gruß, keine Anrede; nur Forderungen, keinerlei Beantwortung mehr (wer bekommt heutzutage noch Antwort auf Mails …? Sie etwa? ) oder eine pampige; immer muss alles schnell, keine einzige höfliche Frage wird gestellt nach der werten zeitlichen Verfügbarkeit des Kreativen – und es gibt kein Budget. Das sind die goldenen red flags. Richtig schön auch Anrufe früh um 7 in gebelltem Tonfall. Darunter echte Grobiane, die den höflichen Kater beschimpfen, s. o. wenn er doch ein paar Fragen oder eine Idee hat.

Muss er wohl umlernen.

 

Gruß
der Kater

Werte AfD-ler, kommentiert bitte hier erst gar nicht, weil ihr zwengs Thema Ausländer vielleicht eine Steilvorlage wittert. Es ist keine, ich schätze Türken und Türkischstämmige sehr. Es geht hier um den Einfluss der groben deutschen Sitten auf unsere normalerweise wertschätzend kommunizierenden und ausgewiesen höflichen ausländischen Mitbürger im Geschäftsleben, ganz anders herum also. Fasst euch also an den eigenen Kopf, dann wirds rund. Eure Fremdenfeindlichkeit und sprachlichen Grobheiten haben hier keinen Platz

 

Was Sie grundsätzlich vermeiden sollten, sind Hallo-Anreden ohne Namen oder mit Vor- und Nachnamen. „Hallo“ ohne Namen wirkt respektlos. „Hallo Barbara Kettl-Römer“ ist sehr unpersönlich. Im Zweifelsfall bleiben Sie lieber dabei, den Geschäftspartner mit „Sehr geehrte/r“ anzusprechen. Quelle: https://www.business-wissen.de/artikel/e-mails-immer-die-richtige-anrede-formulieren/

 

 

 

Die Menschen ändern sich nicht.
Realitäts-Check 2020

Es bloggt der Kater.

 

Ich muss völlig betäubt sein,
um die Welt zu ertragen, die wir geschaffen haben.
Wenn ich mich jetzt zurückziehe,
wenn ich hinaus in die Natur gehe und mich beruhige,
dann kann ich im meiner Welt sein.
Und wenn ich in meiner Welt bin,
dann weiß ich im tiefsten Innersten meiner Seele,
dass wir aufhören müssen, sie zu zerstören.
(Anne Wilson Schaef)

 

 

Diverse Verwandtschaftsbesuche auf dem Land, aber auch in der Stadt.

Es wird von den Gastgebern weiterhin Auto gefahren, es wird weiterhin in den Skiurlaub gefahren, man hat weiterhin zu warm geheizte Wohnungen.

Man stört sich nicht an der neu zu bauenden breiten Umgehungsstraße. Man will weiterhin in seinem im Sommer von langen Klimawandel-Dürreperioden heimgesuchten Garten tiefgrünen samtigen englischen Rasen haben (Realitätscheck: seit Jahren gelb, stark vermoost, nährstoffarm und trocken).

Man schimpft über die Kräuterwiese des Nachbarn, welche bei Westwind den Samen rüberwehen lässt und den eigenen Rasen verschandle. Man kauft weiterhin immer neue Outfits.

Über die Klimakrise wird nicht geredet. Man will sich nicht mit Problemen belasten.

Ich nehme das auf, sage nichts dazu. Wie es ist, wenn ich etwas dazu sage, weiß ich aus unschönen Teenie-Tagen.

Meine Wenigkeit fährt mit der Bahn hin und wird beim Besuch auf dem Land den Eindruck nicht los, als Bahnticketkäufer als ineffizienter Loser betrachtet zu werden. Mein Befürworten einer herrlich duftenden Kräuterwiese, ideal bei nährstoffarmen Böden, löst den leeren Blick aus, den man Hippies gegenüber pflegt wenn man auf sich hält. Man wechselt unverzüglich das Thema.

Unangenehme Stimmungen von früher klopfen bei mir an, die ich abschütteln will.

Bei Tines Grab gewesen. Die Grabfläche besteht zu 80 % aus poliertem rosa Granit, quasi ein versiegelter Steingarten. Er bietet kaum Platz für individuell Gärtnerisches. Beim letzten Mal störte mein Mitbringsel (bunt blühende Hyazinthen statt toter Schnittrosen) wohl die streng eingehaltene Trauer-Lila-Erika-Standard-Minimalgestaltung. Bringe diesmal 2 Töpfchen Christrosen mit. Für ein anderes Grab.

Wolf, der einen von zwei Besuchen auf dem Land mitgefahren ist,  freut sich, in der Bahn endlich zügig und konzentriert ein Buch gelesen zu haben.

Einer der weiß, wie man die Bahn nutzt.
Die schöne Erfahrung, dass Kräuterwiesen ein Erlebnis sind und dass Bahnfahren samt Bücherlesen kein Zeitverlust ist. Sondern das Gegenteil.

I, Yoky [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)]

Heimkommen in der Stadt fühlt sich gut an.

Gruß

Der Kater

 

Heiligabend ist: La Storia. Vor 2000 Jahren und jetzt – es hat sich nichts verändert.

Es bloggt der Kater

I have always looked on disobedience toward the oppressive as the only way to use the miracle of having been born. Oriana Fallaci († 2006)

 

Das Kind nackt, nur im Stroh, und dessen Eltern fern der Heimat ohne anständige Herberge. Was immer euer Pfarrer heut Nacht von der Kanzel predigt (bei uns ist es der Pfarrer Schießler, der nach der Christmette nachts mal Dominosteine verteilte, nett): Es ist nicht süß, es ist nicht romantisch und es ist nicht stimmungsvoll mit Lichtern.

Es ist furchtbar.

Keine der in den Kirchen aufgebauten semi-kitschigen Krippen bringt das rüber. Es ist bei diesen religiösen Aufstellungen alles malerisch, sauber, putzig, hübsch und tierlieb.

So ist es aber nicht.

Nein, auch kein abgekämpfter Zeltcamper kann mitreden, der halt mal eine Woche – was ist eine Woche –  in Regen und Matsch zeltete oder an einer irischen Bucht tagelang nach beißenden Mücken schlug. Es ist Märchenschloss dagegen.

 

Wer immer das Buch La Storia als Hobby-Italiener oder als Nichtitaliener von Elsa Morante kennt, der liest darin mit wachsender Verzweiflung,  welche inneren und äußeren Verheerungen Kriege, das Chaos und die Unmenschlichkeit für Mütter und Kinder anrichten (um das zu vervollständigen: für Soldaten natürlich genauso).

Dieses ihr berühmtestes Buch ist politisch und literarisch umstritten. La Storia stieß z. B. auf scharfe Kritik linker Rezensenten, die sich mit seinen strengen anti-Establishment-Themen auseinandersetzten, obwohl sympathischere Rezensenten sagten, es verkörpere “das ideale literarische Werk” der Desillusionierung Mitte des 20. Jahrhunderts. (Quelle: aus dem englischen Wikipedia)

Hab dieses Buch vor 16 Jahren gelesen mit Tränen in den Augen.

(Zur Zeit lese ich Celines Reise ans Ende der Nacht)

Mit wachsender Verzweiflung geht seit 2015 mein aktueller Blick gen Jemen oder zu den Lagern auf Lesbos, in denen vom Krieg traumatisierte Kinder (sie wollen sich nur noch umbringen, schlagen mit Kopf gegen die Wände und mehr) in verheerenden Zuständen leben müssen. Wer immer von: “die EU muss” oder von “Griechenland verschleppt Anträge” oder von “da sind eh nur zu 80 % junge, potenziell gewalttätige Männer” oder von “die Kinder werden doch nur Familiennachzug nach sich ziehen” redet, der ist vielleicht als Realpolitiker und staatlich im Recht – vielleicht auch nicht, der sollte sich zu welcher Fraktion er oder sie immer gehört, diesen Film einfach nur aus purer Menschlichkeit anschauen um nicht als Mensch zu scheitern. Und dann neu urteilen. Und: Parteien mit dem “C” im Logo sind mir ein Rätsel: Seid endlich Menschen! Ein Habeck ist euch Pfeffersäcken menschlich weit voraus, der Populismus-Vorwurf gegen ihn ist schnöde und billig.

Unfassbar.

 

Ich wünsche euch einen stimmungsvollen Heiligabend ohne Streit. Vergesst die Ärmsten nicht.

Der Kater

Lektüren:

 

Für Weihnachten ist alles erledigt.

Hier bloggt der Kater

 

Vergesst im Winter die Tiere nicht
Es ist bald Weihnachten und draußen wirds kalt
Die Tiere suchen Futter im verschneiten Wald
Jetzt sollte man auch an die Vögel denken
Auch denen kann man was leckeres schenken
Ein schneedichtes Vogelhaus wäre da richtig
Das Futter sollte trocken bleiben, das ist wichtig
Weizenkörner und andere Dinge
Für die Meisen gibts leckere Futterringe
Auch im Feld die Rehe und Hasen
finden im Schnee fast nichts zu grasen
Da sollten Heu und leckere Möhren
Zum Futterplan hinzu gehören
Walnüsse braucht man nicht zu zerhacken
Eichhörnchen und Raben können die knacken
Auch das Pferd im Stall in der Boxenecke
Freut sich über eine Rückendecke
noch etwas Hafer und trockenes Stroh
Das braucht ein Pferd und macht es froh
Und die Moral von dem Gedicht
Vergesst im Winter die Tiere nicht

Leo Houben Nohra

Eine Woche vor Weihnachten.

So, die Geschenke sind alle da und harren nur noch des Verpacktwerdens. Der Enkel kriegt das meiste. Wir als Erwachsene schenken einander nichts. Das ist seit Jahren so vereinbart. Jetzt kommt die unerwartete Nachricht, dass uns doch jemand außerhalb der Vereinbarungen beschenken will.  Muss ich halt mal wieder in einen Buchladen und dort nach dem Rechten sehen …

Die Fischlein sind versorgt, das zweite große Becken wartet auf den Bezug, der genau zu Weihnachten sein wird. Netter Termin für Wassertiere. Die Muscheln dürfen anschließend in den leer gewordenen Fischtank einziehen. Ich werde Fischleins und Muscheln wohl ebenfalls ein Mistelzweiglein über ihre neuen Zuhause hängen.

Merlin und Murr gehts gut. Sie haben, da es jetzt rasch dunkel wird am Nachmittag, Halsbänder bekommen die leuchten. Damit wir sie während ihres Hofgangs besser sehen können. Einmal hat der schlaue Murr sein grün leuchtendes Halsband in den Büschen abgestreift. Ist kein Problem,. Da es leuchtet wird es auch sofort vom Herrchen gefunden. Die Meisenködel hängen. Die Christbaumkugeln liegen bereit.

Alles leuchtet. Jetzt muss nur noch der Baum leuchten.

 

 

Zeitverschwendungen. Manchmal reicht es einfach.

Der Kater bloggt mal wieder.

 

Argwöhnisch wacht der Mensch über alles, was ihm gehört. Nur die Zeit lässt er sich stehlen, am meisten vom Fernsehen.

Linus Pauling

 

Mega-üble Zeitverschwendungen: Fernsehen? … Internet!

  1. Ab und zu auf Twitter wirr polarisierende rechte Blogger plus ebenso wirr erscheinende Postings über sie zu lesen. https://taz.de/Blogger-der-Welt-Don-Alphonso/!5641160/ Mannmannmann, da wars Fernsehen mit dem Internationalen Frühschoppen mit 5 Journalisten aus 10 Ländern richtig goldig. Höfer: ‚Mir scheint, daß die Herren befreundet sind? Gut, dann streiten Sie weiter!‘
  2.  Von gleicher fragwürdiger Qualität: Im Internetz bestellte Amazon- und Zalando (iieh!-schrei vor Schmerz)-Päckchen annehmen für Leute, die einen im Hof nicht einmal grüßen.
  3.  Im Internet Erklärungen zu suchen für Dinge, die man gar nicht verbockt hat. Key: Klimawandel. Weder Auto gefahren, noch wie ein Wilder Fleisch gefressen und 20° + geheizt, noch Kreuzfahrten gemacht, noch sich dem Klamottenkaufrausch hingegeben.

 

Mittelüble Zeitverschwendungen, halb-Internet, halb-offline-Alltag: Ächz!

  1.  Die armen drei Orchideen fauler Zeitgenossen gießen, die sie an die Hofgemeinschaft “gespendet” haben, weil sie nur noch Zeit für ihren Online-Shop haben. Jetzt blühen sie. Die Orchideen. Ähm, eine.
  2.  Im Netz nach Lösungen suchen fürs Outlook 2016, das sich neuerdings weigert, seine Daten nicht mehr zu komprimieren. Ouh.
  3.  Windows 10 Pro gleich 2 mal hintereinander verschieden neu aufsetzen, wenn es dazu hochliberale Anweisungen nach dem Motto gibt “sie können sich auch einen Knopf an die Backe nähen”. Schweiß von der Stirn wisch. Aber man mussja.
  4.  Täglich 4 x drei Katzenklos wegen 2 Katern machen. Aber man machts ja gern.
  5.  Alle 2-3 Tage einen 30%igen fünf-Eimer-Wasserwechsel für die 18 Fischlein, die einem als Teichgärtner und Winterquartier-Inhaber zugeflogen sind. Als fühlende Wesen kann man sie halt auch nicht erfrieren lassen im zu seichten “Design”-Teich. Je nach Ansicht sind diese in ihrem Verhalten ziemlich verschrobenen Zwergkarpfen mit quietschbuntem Hochzeitskleid sogar ziemlich hübsch (Bitterlinge).

 

Absolut angenehme Zeitverschwendungen: Moi!

  1. Einen Rotwein trinken, weil der als Muskelrelaxans so schön und besser als die Schmerzsalbe die Kreuzbein-Zerrung vom Hochheben des Kleinerben mildert. Haaah. Hicks.
  2.  Den Rechner genussvoll zumachen, weil es einem mal einfach langt und sich lieber ein kreatives Rezept entweder mit Austernpilzen oder mit Makkaroni ausdenken. Aber hallo.
  3.  Dem Wahnsinns-Sommer nachsinnieren:

 

Gruß

Der Genuss-Kater,
dem es manchmal halt einfach langt.

 

Aus Kostengründen zugeschüttet

Es bloggt der Kater

 

Zäune und Gitter für alle. Denn immer weniger Kinder können schwimmen.
Der Kater

 

Bitterlinge gründeln in meinem Winterbassin. Sicht von oben auf die Fische.

 

Ab und zu google ich nach dem ehemals schönen – und mittlerweile leider nicht mehr so schönen – dereinst mit gigantischen Umgehungsbrücken verschandelten Blick auf die Berg-Skyline meines Heimatorts S.

Die Wasserschlucht und die Berge, das Einzige was sie touristisch haben, werden 2022 prominent und unübersehbar zugekachelt sein. Damit Tschechenlaster auf der B 303 schneller und wohlfeil nach Kronach und zurück nach Eger kacheln können. Weil ihre Speditionen sich die Maut ersparen wollen. Wirtschaft, Wachstum aber hey.

S., ehemals Luftkurort, will damit immer noch im Fremdenverkehr mitmischen. Das kann man sich nicht mehr selber ausdenken. Im mittlerweile nicht mehr so ganz schönen Oberfranken. https://www.infranken.de/regional/kulmbach/ortsumgehung-stadtsteinach-baubeginn-schon-im-kommenden-jahr;art312,3533663

Was muss ich nach der Hiobsbotschaft, dass wegen des Baus der monströsen, unsäglich mondlandschaftlichen Umgehung u. a. ein Feucht-Biotop plus Bächlein meiner Kindheit zugeschüttet werden wird, erfahren?

Das Lehrschwimmbecken, in dem der einst 9jährige super-wasserscheue Kater tapfer das sozialverträgliche Ersaufen bzw. das Halbwegs-Schwimmen (Dog-Style) gelernt, soll ebenfalls zugeschüttet werden. “Die Kosten kann die Stadt nicht stemmen.”
https://www.frankenpost.de/region/kulmbach/Lehrschwimmbecken-bleibt-ein-Dauerbrenner;art83417,6989073

Muttern weiß das mit der Umgehung und den Zuschüttungen. Das Ersäufnis nicht.

Blick von oben auf die Wasseroberfläche des Winterbeckens.

Die Schwimmleitung des damaligen Schwimmleiters hat`s bei der Überzahl von 30 rumpaddelnden Kindern einfach nicht mitgekriegt. Kommt vor. Hab’s überlebt. Punkt. Sonst schrübe ich hier nicht, wenn ich ersoffen wär. Mittlerweile kann ich schwimmen.

Was ist mit all den jetzigen jungen Grundschülern dort?
Wo, in welchen Lehrschwimmbecken lernen sie denn überhaupt schwimmen, wenn aus Kostengründen zugeschüttet wird?

Will`s gar nicht wissen.

 

Der wasserscheue Kater

Der jetzt im Winter wie die Jungfrau zum Kind zu Fischen gekommen ist.

Die Kerlchen paddeln im Büro in ihrem von mir eingerichteten plätschernden Winterquartier vor sich hin, weil sie im Winter in ihrem 20 cm tiefen Becken draußen kaum überleben werden.

Warum baut jemand so einen niedrigen Teich in den WEG-Garten? Kleine Kinder bis 9 Jahre, die nicht schwimmen können, können auch in sehr niedrigen Gewässern ertrinken sagt das Baureferat, darum. Und warum setzt da jemand Fische rein? Keine Ahnung, hey. Aber nu sind sie da punkt.

Fazit: Diese Art Design-“Schilfteich” ist zu niedrig für jegliche Arten von Fischen, wenn man sie dort überwintert haben will. Es gab Vorschläge, dieses Garten-Biotop zuzuschütten. Aus Kostengründen.

Zugeschüttet wird nicht. Zweimal meine Kindheit zuschütten reicht.
Im Sommer dürfen sie wieder raus.

 

 

Entschleunigung … ist nur ein Wort.
Urbanes Stimmungsbild.

Die Welt kann man nicht verändern. Aber gewisse Sauereien kann man abstellen.

Johannes Mario Simmel (*1924), östr. Schriftsteller

 

Eine ganz große Sauerei unserer Zeit ist die Hektik und fast roboterhafte Taktung, der fast niemand entkommt.

Die Mutter mit ihrem Söhnchen entkommt dem nicht, die mit ihm frisch von der Kita kommt. Sie hat noch ihr festes Abendprogramm vor sich mit Mann, Abendbrot und Kind ins Bett bringen. Der Kleine will aber im Hof noch ein wenig im Sandkasten spielen, aber er muss schnell machen … Ich hab noch nie ein Kind so schnell spielen sehen, in 10 Minuten war er fertig.

Der Mann mit dem kräftig an der Leine ziehenden Hund entkommt dem nicht. Er wird von ihm aus der Wohnung und aus dem Treppenhaus quasi waagrecht rausgezogen und eine Stunde später wieder hinein, diesmal rechts mit einem Kasten Wasser und links eingeklemmt einem Pack Klopapier.

Das schwule Paar entkommt dem nicht. Sie haben dem Vernehmen nach entweder viel zu tun oder sind grad hastig auf dem Weg in den dritten Urlaub im Jahr. Und durchpflügen den Weg zu ihrer Wohnung entweder mit Rollkoffer oder, falls wieder im Lande, mit ihrem scheppernden LIDL-Einkaufswagen.

Einzig das Ehepaar aus Kroatien wirkt nicht so gehetzt und gondelt fast gemütlich auf die Straße. Zusammen mit dem freundlichen DHL-Mann aus Vietnam (leider aus bekannten Gründen sehr fremdgesteuert gehetzt) sind sie die einzigen, die öfter mal ein Lächeln auf den Lippen haben.

 

https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51jAFf0MCoL._SX399_BO1,204,203,200_.jpg

 

 

Der Nachbar, das Zeitbömbchen

Als ich klein war, hatten wir eine Nachbarsfamilie, die mit einem sehr niedrigen Zaun direkt neben unserem Haus gebaut hatte. Sie hatten eine ältere Tochter. Und einen Sohn, der ungefähr drei Jahre jünger war als ich.

Von dem später das Gerücht ging, er wäre von einem anderen Mann. Welcher etwas seltsam gewesen sei.

Dieser Sohn schlich, als er noch klein war, altersgemäß mit seinem kleinen Kumpel um die vier Ecken seines Familienhauses mit Holzschwert oder Cowboy-Pistole. Als ich mal bei ihm auf Besuch war, malten wir zusammen Ufos und Aliens. Etwas anderes konnte man mit ihm nicht anstellen. Nicht Fangen spielen und auch keine Ballspiele. Die hatten sich in seinem Garten sowieso erledigt, weil seine Mama sämtliche Bälle, die auf ihren englischen Rasen flogen, stets mit der Gartenschere und mit rotem wutverzerrtem Gesicht kaputtzuhacken pflegte. Es waren einige von unserem Taschengeld bezahlte Bälle, die wir drei Geschwister nie mehr wiedersahen.

Er konnte sich mit Aliens, und auch sonst, richtig reinsteigern. Er malte nichts anderes.

Er sagte nie viel, hatte mal den gerade eben frisch angesäten Rasen meines Vaters in einem nicht enden wollenden Wutrausch mit seinen Stiefelhacken kaputt getreten. Und danach – oder davor?, ich erinnere mich nicht mehr – den drei Birken, die uns unsere Oma pflanzte, komplett das Laub abgerissen bis sie kompett nackt waren.

Jahre später erzählte man mir, dass dieser inzwischen große Sohn weiterhin herum schlich. Diesmal mitten im kalten Winter mit kurzen Bermudas, also nackten Beinen statt wie früher nur um die vier Ecken seines Elternhauses in den Straßen der nicht mehr ganz so kleinen Kleinstadt mit ihren inwischen zu 3.200 Einwohnern geschrumpften Seelen. Er würde immer die Hände ballen und dabei ein wutverzerrtes Gesicht machen. Und garstig dabei ausschauen, obwohl er eigentlich ein Hübscher sei.

Kaum Freunde – und die Lehre als Holzschnitzer und ein paar Jahre Arbeit bei der einzigen Möbelfabrik am Ort lange her. Seitdem sei er arbeitslos. Seine Mutter habe ihm eine Eigentumswohnung gekauft, weil es zuhause mit ihm kompliziert geworden sei. Er hätte auch seine eigene Oma, die mit im Haus lebte, mal mit dem Messer bedroht.

 

Sand im Hof

Endlich ist er da, der neue gelbe Sand.

Der Hausmeister hat ihn bestellt und reingeschaufelt, die Plane ersetzt die alte, gefährlich gewordene Holzabdeckung.

Fast jedesmal kommt in der  jährlichen WEG-Versammlung ein Antrag irgendwelcher kinderloser Eigentümer, dass der Sandkasten weg soll. Ich werde immer dagegen stimmen! Sonst stelle ich mal den Antrag, dass sie endlich ihre hässlichen Rostschüsseln vorm Haus entfernen sollen wegen Beeinträchtigung des urbanen Fußgängererlebnisses, yep.

 

Modernes Raumverständnis

Blick auf die Sammeltüte, schon nach 2 Tagen wieder bis oben voll mit Katzenfutterbeuteln, Joghurt-, Salatbechern und Gemüseplastikverpackungen. Ich in der Küche:

“Ach du liebe Zeit, wir müssen ab jetzt dringend weniger Plastik verbrauchen!”

 

Aus dem Flur mit fester Stimme:

“Schmarrn, wir brauchen größere Sammeltüten!”

 

Unsere beiden Kater so:

Suchbuidl: Merlin oben – Murr unten

 

 

Hätt’ net sein müssen

Heut war mein Herrchen auf der Beerdigung seines guten Freundes G. Es war eine schöne bayerische Leich an den ländlichen Gestaden von München. Mit Querflöte, Orgel und einem Lied von einem Schweinsbraten mit Betonung auf 2 verschiedene Knödel. 1x Kartoffelknödel, 1x Semmelknödel. Mein Herrchen blies am Grab ‘Orphan Girl’.

Hach. Schee.

Als alter, ekelhaft unromantischer Katzer möchte ich jedoch anmerken, dass mir persönlich ein lebendiger Freund lieber wäre als eine schöne Leich mit Brodn und Mucke. Nach meinem unromantischen Dafürhalten hätte der Gutdste nicht mit jungen 51 Jahren an einer zu spät entdeckten Hämochromatose sterben müssen. Rechtzeitig entdeckte Hämochromatose ist gut behandelbar und sterben muss man an ihr eigentlich nicht.

Für die Diagnose der Hämochromatose sind zwei Laborwerte wichtig: Der Ferritinspiegel im Serum (Ferritin ist ein Eisenspeicherprotein) ist ein Maß für die Menge des gespeicherten Körpereisens; er ist bei der Mehrzahl der symptomatischen Patienten deutlich erhöht (über 500 µg/l).

So schwer kann es doch für einen Arzt nicht sein, nach Jahren ständig wieder auftauchender Gelenksprobleme mit langen Krankschreibungen, für den fast blutjungen Patienten doch mal an eine Differentialdiagnose zu denken und ein schönes großes fettes blühendes Blutbild anzufertigen. Erspart die schöne Leich.

 

Lieber G., mögen an deinem Grab die Bienen summen und der Hollunder brummen. Es lebe das Leben!

 

Gruß
Der Kater

Ich möchte eigentlich jetzt net einen neuen traurigen Zyklus “Von Ärzten ins Grab gebracht” einführen müssen. Denn der ruhige und stille G. ist leider nicht der einzige, an den ich dabei denken muss.

Für die Freunde der Differentialdiagnostik ein Link zu Hämochromatose, der Eisenspeicherkrankheit: https://www.paracelsus.de/magazin/ausgabe/201806/haemochromatose-stoffwechselerkrankung

Was die ansonsten kompetent wirkende Ärztin darin jedoch über den Mars und über die angeblich energiereichen Eisentypen eso-blubbert, schwächt ihre klugen Mediziner-Worte erheblich ab. G. war ein ganz ruhiger. Ein typisches Hämochromatose-Frühzeichen ist Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Sagt sie zuvor selber.

 

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