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Kategorie: DEM KATER SÎN BLOG: Hier ist der Kater. (Seite 1 von 4)

Klimawandel

A Seidla Eiskaffee

 

Der fränkische Kater bloggt.

 

Sommer ist die Zeit, in der es zu heiß ist, um das zu tun,
wozu es im Winter zu kalt war. Mark Twain

 

XXL

Eiskaffee in am Seidla

A richtigs Seidla*-Glas nehma. Mindestens 3-4 ganz dicke Vanille-Eiskugeln nei, das Ganze mit Kühlschrank-kaltem Kaffee aufgießen.

Drüber einen Riesen Schlach Sahne haun. Damits wie Bierschaum aussieht.

 

So schnell austrinken, dass sich die Magengegend noch ein Stunde lang wie ein Kühlkissen anfühlt.

Dann nu a Seidla holn. Und nu ans. Bei über 33° an richtigen Maßkrug nehma.

 

*A Seidla ist ein Krug, in den ein halber Liter rein bassd. Im Unterschied zum preußischen Eiskaffeegläschen, in das nur ein Fingerhut voll reingeht. Wenn überhaupt. Und das dann 5,90 kost.

 

Gruß vom Kater,

der bei Hitze immer seinen Bauch auf das kühle Parkett presst. Wenn grad ka Eiskaffee-Seidla in der Nähe is.

 

 

Garten

Zu früh!

Der Kater bloggt.

 

Gärtnern: wochenlang geduldig ausharren, bis man nichts geerntet hat.*

 

Sinfonie in Grün - Grüne Tomaten neben Frühlingszwiebeln

Diese beiden sind mir leider zu früh abgerissen. Jetzt fristen sie ihr grünes Dasein am Küchenfenster. Ob sie noch rot werden? Muss ich ihnen wohl ausreichend unjehörige Witze erzählen.

 

* Eigentlich: Angeln: stundenlang geduldig an einem Fleck lauern, bis man nichts gefangen hat.

 

Es grüßt

Der Kater

Aber hey, fresse als Katze sowieso keine Tomaten.

 

 

Meine Damen! Euer erster Nachname ist euer Signum überhaupt.

Ich denke ja immer …,

… dass es mir als Katze sehr wohl was sagt, wenn die Dame plötzlich nach Monaten oder Jahren der Heirat…  … ihren angeborenen Nachnamen plötzlich zurück ändert.

 

Es bloggt der Kater.

Im ersten Ehejahr strebt ein Mann die Vorherrschaft an. George Bernard Shaw

 

Habe das persönlich dreimal  – etwas zu viel nach meiner unmaßgeblichen Meinung – erlebt, dass Damen mehr oder weniger kurz nach ihrem erfrischend emanzipatorischen Dazutun, ihren angeborenen Nachnamen zu behalten, plötzlich umkehren. Und wie der Kasper aus der Büx den Nachnamen ihres Mannes annehmen. Sachma.

 

Ehe: gegenseitige Freiheitsberaubung im beiderseitigen Einvernehmen.

Oscar Wilde

 

 

Was soll ich höflich sagen, Ladies: Ihr habt sie einfach nicht mehr alle!

Andersum: Habe noch keinen Ehemann gesehen, der nach wenigen Monaten der Heirat seinen eigenen guten Namen auf den seiner Gattin ändert. Merkt euch das. Finally write that down. Remember this.

 

Im zweiten kämpft er [der Ehemann] um die Gleichberechtigung. George Bernard Shaw

So geht’s dahin.

 

Ab dem dritten ringt er um die nackte Existenz. Ebenfalls George Bernard Shaw

 

 

Gruß
Der Kater#

Ich weiß halt nicht.
Nicht einmal surfen nach euch Mädls aus der früheren Schulklasse gelingt mir, weil ihr alle mit irgendeinem – präpotenten? – Kerl verheiratet seid, den kein Arsch (zum Beispiel ich Arsch) kennt. Oder wart: mit dem ihr mal verheiratet wart (noch schlimmer). Und dessen Nachnamen ihr schlimmerweise against all odds behalten habt.

 

In tiefer Trauer über eure Mis-Emanzipation

Euer euch stalkender Kater

 

 

 

Nachbarn in der Großstadt: wie ein Schatten im Krieg

Fürchte den Pizzaboten

Der Kater bloggt.

 

Wer gute Nachbarn hat, bekommt einen guten Morgen. (Sprichwort)

 

Irgendwer hat’s ihm noch nicht gesagt. Dass Corona ist und man Abstand halten soll. Six feet und six seconds. Denn er setzt mir Kater distanzlos immer weiter nach bis auf Nasenkontakt, um mir den Namen zu zeigen, den er auszusprechen nicht in der Lage ist. Obwohl ich verzweifelt und deutlich meine 3 Katerlängen Abstand suche. Und kurz davor bin, vor Zorn einen gstandenen Fluchtkatzbuckel zu machen.

Er kann die Sprache nicht – Problem 1 – und ist Pizzabote für einen der Mieter hier: Problem 2.

 

Gern will ich ihm trotzdem weiterhelfen, denn den Namen der Bestellerin findet er nirgendwo auf dem Klingelbrett.

Nach krallenscharfem Nachdenken werden von mir die Wohnenden im 1. Stock ermittelt. Nur heißt der Mieter leider anders. Auf der Schachtel steht eine Frau. Wenn ich als plüschiger Kater nicht durch abendliches Miau von Terrasse zu Balkon wüsste, dass es dann einfach dem seine Freundin aus Ösiland sein muss. Logisch. Die mit dem ständig knurrenden Yorkshire-Hündchen.

 

Nachbar-Schwatz ist wichtig. Von Kater zu Hund zu Herrchen zwischen Blumenbeet und Mülleimer. Ja, der spießige Schwatz, den vom letzten Jahrhundert. Aber: Man muss als erster ein freundliches Miau einpflegen. Von alleine erzählen einem wachen aufmerksamen Kater die knurrenden Yorkshires und jungen Mieter hier nix. Sondern huschen mit ihrem gottverdammten, ständig eingeschalteten SchmatzPhone gebückt in ihre Bude. Wie ein Schatten im Krieg …

Und wenn die Pizzen auf den Namen der hungrigen Freundin bestellt werden, deren Name gar nicht auf dem Klingelschild ist, tja: dann auch hungern wie im Krieg.

 

Gruß mit Miau

Der Kater

Beim Auszug hat der Kater für nachbarliche Dienste gegen das babylonische Sprach- und Namenschaos vom Mieter ein Weißbier gekriegt. Und das Herrchen Pralinen. Geht doch.

Ois ned so einfach: die gemeine Wollmaus mus, muris m.

Der Kater, der Männer-Staubsauger und die Ecken

Der Kater bloggt.

 

Haushaltstipp: Fettflecken verschwinden völlig, wenn man sie mit Öl überpinselt.

Kalenderspruch. Nicht überliefert, ob Kalenderspruch in Housekeeping-Magazinen.

 

Große Machosauger saugen gut. Aber die kleinen kennen die Ecken.

Spruch vom Kater

 

‘tagloehner’ (SPON) bekam für diese Aussage lobende Klicks:

“Frauen mögen nicht, wie Männer Haushalt führen. Sie wollen, dass Mann Haushalt wie Frau führt.”

Dazu ein Film, bei dem sich der Kater vor Lachen weggeschmissen habe:

Klar wollen Frauen keine “männliche” Haushaltsführung wie in diesem Video.

a) Denn Socken werden hier zusammen mit Fein- und Kochwäsche unsortiert und gemeinsam in die Riesenmaschine geschüttet.

b) Sein Monsterkraft-Saugtraktor fährt im Film nur verspielt wie im Kinderkarussell in Kreis herum, er wird nie in den Ecken saugen, geschweige denn hinkommen.

Unters Sofa oder Bett schon gar nicht.

;-)

 

Sicher putzen nicht alle Männer so, doch als Kater habe ich es so das eine oder andere Mal schon gesehen ;-)

 

Gruß

Der Kater,

der sich immer noch den Bauch hält vor Lachen.
In den Ecken unterm Bett lauernd, nach den zahlreichen Wollmäusen jagend, die trotz Kleinsauger (der kommt auch nirgendwo recht hin: zu kurzes Saugrohr) und trotz Macho-Technik ‘Kraft mal Weg’ und trotz weiblicher Feinputzungen seit Äonen drunter liegen.

 

Tierwohl – follow the money

Der Kater bloggt.

 


Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen zurück.
(Pythagoras)

 

 

Mayer Richard / CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0)

 

Genau so. Guter Gedanke (aus einem Online-Zeitungskommentar):

Wenn man wirklich wüsste, dass jeder Cent in eine artgerechte Tierhaltung fließt, würde ich dem glatt zustimmen. Doch mein Vertrauen in die Ehrlichkeit dieser Machtzirkel ist enden wollend. Apropos: Wenn es die Politik sogar schafft, den Menschen 1-2 Meter Abstand auf zu zwingen, warum schafft sie das denn für unsere armen Nutztiere nicht?

 

Gruß

Der Kater

 

 

 

Der nahende Hitzesommer - zwischen Müllvermeidung und Klimakrise

Reise ans Ende der Nacht

Unmaßgebliche, nächtliche Reflektionen eines Katers

 

Auf den Impfstoff gegen das neue Coronavirus müssen wir vielleicht noch ein Jahr warten, sagen die Wissenschaftler. Der “Impfstoff” gegen die Klimaerhitzung ist längst bekannt. Wir sollten ihn endlich auch intensiver einsetzen.
Franz Alt, Mai 2020

 

Während …

andere in Zeiten von Corona versuchen, Bars und Nightclubs wieder zu eröffnen und daran verzweifeln (ich fühle mit ihnen, ich liebte in meinen besten Jahren das Club-Remmidemmi, das Eating out & Getting drunk war mein liebstes), scheitere ich als gesetzter Kater am schlichten Online-Kauf eines Sonnenschirms gegen die zunehmende Hitze am Teich. Welche schlimm ist für Wassertier, Pflanze und Wasser. Algenzuwachs, Sauerstoffmangel, umkippen des Biotops, all das.

 

Mission impossible

Leider haben neue Schirme neuerdings 38 mm Stockdurchmesser. Alle. Bis auf einen einzigen Sonnenschirm der famosen Firma DOPPLER, der mir von seinem Schirmdurchmesser her zu klein vorkommt. Um den Teich, um das Teichwasser zu kühlen, abzudecken.

Pfft. Wer schmeißt schon den schweren Schirmständer weg. Und wer kauft neue, wenn er schon welche hat.

 

 


Im Teich: der Bitterling, gefährdet.

 

Ist das Problem nur eins für Kater mit Hang zu Fisch oder kann mans vergessen.

Ich weiß es nicht.

 

Das Klimaproblem ist trotz Corona nun mal da.

Der T. riet mir, wegen des Klimawandels sogar den Teich zu zuschütten  wegzutun.

Und stattdessen doch schöne Blumen dahin zu pflanzen. In Vernachlässigung der Tatsache, dass durch Klimastress auch Blumen und Sträucher mehr Pflege brauchen. Also ‘Aufwand’ sind. Glaubt T., dass Hitzestress bei Blumen keine Mehrarbeit macht im Vergleich zu *normalen’ Jahren?

Ich nicht.

Ich sehe Jahr für Jahr, dass sie mehr Schädlinge bekommen. Die Blumen leiden sehr. Es wird schwieriger, das hinzukriegen, wenn man das bio machen will. Bald gibts beim Dehner nur noch kindsgroße Gartenkakteen für die Frühjahrssaison.

 

Gruß

Der Kater

Bin aber trotzdem froh: Die betonierten Innenhöfe nebenan hat man nicht einmal grün angestrichen.

 

 

 

Traueranzeige

Käthchen, du dummer kleiner Fisch

Der Kater bloggt.

 

Du musst schnell leben; der Tod kommt früh. James Dean

 

17. April 2020, Todeszeitpunkt 18:00 Uhr. Käthchen, der aus dem Winterteich gerettete kleine Überbleibsel-Fisch des 21 Fisch-starken Schwarms Bitterlinge, ist nicht mehr.

Muss gestern am frühen Abend aus ihrer extra hergerichteten 4-Liter-Bowl Quarantäne gesprungen sein, obwohl die mit einem Gitter bedeckt war.

Hab’ das kleine Fischmädchen nirgendwo mehr gefunden. Die Abdeckung war noch fest drauf. Vermute einen der anderen Kater, der sie dann auf dem Boden zappelnd gefunden und gefressen hat …

 

Armes Käthchen. Hat als eigentliches Gruppentier den ganzen Winter so einsam leben müssen und dann das.

 

Schwimm in Peace, kleines Fischmädchen. Du kleiner Survivor, du hast es verdient!

 

 

 

Ponyhof

Das One-Trick-Pony im Ponyhof der Verdammten

Der Kater heint’ mit Chuzpe.

Was das ist?

Chuzpe: gesundes Mittelmaß aus Vorsicht und Angriffslust: ein ganzer Kerl mit Manieren, der weiß, wie man einen Volltrottel stilvoll zusammenfaltet. (Egert)

 

 

Das Tegernsee-One-Trick-Pony.

Mei, was haben wir es lieb.

Immer die gleichen Provo-Tricks: Ich: reich – ihr: nix!
Das regt sie alle auf.  (Hofft er.)

Orthografie kann er auch immer noch nicht, und Leistungsloses kriegt er schon sein Leben lang, der Häuptling ‘Silberner Löffel’.

 

Gruß
Der Kater,

der sich tierisch freut, immer noch kein WeLT-Abo zu haben. Dafür halt neda.

 

 

Dies irae - Tag des Zorns

A-B——–S-T-A-N-D !°

Der Kater bloggt.

 

Auch Besiegte faßt Wut bisweilen und Tapferkeit.
Tacitus

 

In the end, we will remember not the words of our enemies, but the silence of our friends.
Martin Luther King, Jr.

 

In politischen Kungel-Hinterzimmern wird jetzt schon überlegt, wann man den Seuchenpfuhl wieder aufmacht zwecks rechtzeitiger Sklaven-Bespargelung für die Besseren, die sich die frühen dicken deutschen Dinger leisten können (die andern müssen warten bis Mitte Mai auf die dürren schwer zu schälenden griechischen Dinger) – und österlicher Wiederauferstehung der Industrie. Halleluja. Die Lobbyisten schlafen nicht.

Die angeblich guten Zahlen, die eine Abflachung der Ansteckungsrate  suggerieren, sind erstens leider sowieso Makulatur. Und zweitens wird im Moment weniger getestet als noch vor Wochen. Also sind auch die getesteten Infektionen weniger. Was für Mathe-Genies überall.

 

Weil das noch nicht übel genug ist, wird die Bevölkerung leichtsinniger.

UND HÄLT DEN ABSTAND NICHT EIN.

Morbus Spahn. Oder was sind 2 Meter.

 

Die einen Paketboten klingeln und haben entweder Mundschutz (wow!), aber lassen ihn runterbaumeln – auf die Frage, warum sie ihn nicht hochziehen, sagen sie, sie könnten damit durch ihre Brille nix sehen.

Hä.

Die anderen Paketboten klingeln dich wegen eines ganz anderen Nachbarn raus und stellen sich viel zu dicht vor dich hin beim Tür öffnen.

Der Nachbar, der das Paket dann von dir holt, stellt sich ebenfalls zu dicht vor deine Tür und damit vor dich hin. Du öffnest dann und atmest dem seine ganzen Reden ein.

Der nächste Hausbewohner will nett zu dir sein und macht dir die schmale Hoftür auf. Um dem Folge leisten zu können, müsste man notgedrungen an ihm vorbei: mit 50 cm Distanz!

Leute, das geht so nicht.

Währenddessen kontrolliert die Polizei an diesem vorösterlichen Wochenende mit herrlichstem Wetter jeden Verstoß verzweifelter Erholungssuchender gegen den Abstand draußen am Flaucher. Scheucht sogar alte Herren auf, die sich nur kurz auf der Parkbank ausruhen wollten – und hier im Haus ist Gaga und Dada und Lustig, egal, is wurscht, mañana.

 

Masken könnten gehen.

Und die Zahl der Ansteckungen mildern allein durch Verringern der Virus Load. Aber nein, man sträubt sich und redet sie schlecht. Weil es nicht genug gibt. Warum gibt es nicht genug? Weil gepennt wurde, als es schon offensichtlich war (Spahn), weil das RKI gepennt hat und auch Drosten schlecht von Masken redete.

Das alles kann man sich gar nicht mehr ausdenken.

 

Es geht eh überhaupt nicht das alles:

Wegen einer kriminellen Vertuschung chinesischer Behörden im November und wegen fortgesetztem Ego eines Möchtegern-Kanzlers Bankkaufmanns, der einfach nur brutal gepennt hat, sitzen wir jetzt alle im häuslichen Gefängnis und sind genervt oder fürchten uns. Und müssen uns das Alles antun, diese Kabbeleien, diese hirnrissigen Krawall wollenden Talkshows mit 3 Virologen aus 6 Ländern, was an den Circus Maximus des Colosseums erinnert; dieses bekloppte Händewaschen, bis man keine Haut mehr hat, inklusive den bedauernswert wurstigen Paketboten anbellen müssen und den bedauernswert trotteligen Nachbarn blöd anreden müssen. Inklusive drohender Jobverlust inklusive Ansteckungsgefahr und großer Sorge um die Älteren in der Familie.

 

Wir haben das Alle gar nicht verdient.

Ich bin sehr wütend.

 

Wir sollten, sobald diese dampfende verreckte Granatenkacke vorbei ist, die Toten zählen, sie würdig beerdigen. Die Konsequenzen ziehen und unser oberstes Personal zur Rechenschaft ziehen und feuern. So wie jetzt zig Menschen hier oder in den USA gefeuert werden wegen nix und wieder nix ohne eigenes Verschulden.

Aber was passiert: Laut obskurer neuer Umfragen sei die Bevölkerung mit der Union wieder sehr zufrieden.

PR können sie. Wenn sie schon sonst nix können, das können sie. Leider kenne ich keinen, der mit der Regierung und ihrem unsäglichen Verhalten bezüglich Corona zufrieden ist. Warum spielt die Presse mit. Jede druckt die lobhudelnden Umfragen, keine hinterfragt sie.

 

Ein Requiem für die Demokratie.

Bild: “Mord im Haus” von Jakub Schikaneder

 

Gruß

Der Kater

Mir ist schwer nach ‘Dies irae’, Tag des Zorns in Mozarts Requiem in D Minor, K. 626 – 3. Sequentia: Dies irae

aber heute einmal Dies irae by

Dvořák

 

Dies irae (Thomas von Celano zugeschrieben)

Tag des Zornes, Tag der Sünden,
Wird das Weltall sich entzünden,
Wie Sibyll und David künden.

Welch ein Graus wird sein und Zagen,
Wenn der Richter kommt, mit Fragen
Streng zu prüfen alle Klagen!

Laut wird die Posaune klingen,
Durch der Erde Gräber dringen,
Alle hin zum Throne zwingen.

Schaudernd sehen Tod und Leben
Sich die Kreatur erheben,–
Rechenschaft dem Herrn zu geben.

Und ein Buch wird aufgeschlagen,
Treu darin ist eingetragen
Jede Schuld aus Erdentagen.

Sitzt der Richter dann zu richten,
Wird sich das Verborgne lichten;
Nichts kann vor der Strafe flüchten.

Weh! Was werd ich Armer sagen?
Welchen Anwalt mir erfragen,
Wenn Gerechte selbst verzagen?

König schrecklicher Gewalten,
Frei ist Deiner Gnade Schalten:
Gnadenquell, lass Gnade walten!

Milder Jesus, wollst erwägen,
Dass Du kamest meinetwegen,
Schleudre mir nicht Fluch entgegen.

Bist mich suchend müd gegangen,
Mir zum Heil am Kreuz gehangen,
Mög dies Mühn zum Ziel gelangen.

Richter Du gerechter Rache,
Nachsicht üb in meiner Sache
Eh ich zum Gericht erwache.

Seufzend steh ich schuldbefangen,
Schamrot glühen meine Wangen,
Lass mein Bitten Gnad erlangen.

Hast vergeben einst Marien,
Hast dem Schächer dann verziehen,
Hast auch Hoffnung mir verliehen.

Wenig gilt vor Dir mein Flehen;
Doch aus Gnade lass geschehen,
Dass ich mög der Höll entgehen.

Bei den Schafen gib mir Weide,
Von der Böcke Schar mich scheide,
Stell mich auf die rechte Seite.

Wird die Hölle ohne Schonung
Den Verdammten zur Belohnung,
Ruf mich zu der Sel’gen Wohnung.

Schuldgebeugt zu Dir ich schreie,
Tief zerknirscht in Herzensreue,
Sel’ges Ende mir verleihe.

Tag der Tränen, Tag der Wehen,
Da vom Grabe wird erstehen

Zum Gericht der Mensch voll Sünden;
Lass ihn, Gott, Erbarmen finden.

Milder Jesus, Herrscher Du,
Schenk den Toten ew’ge Ruh. Amen.

 

 

Coronavirus revisited

Es gibt 3 Möglichkeiten des Lernens.

Der Kater bloggt

 

 

Der Mensch hat dreierlei Wege, klug zu Handeln;

erstens durch Nachdenken, das ist das Edelste,

zweitens durch Nachahmen, das ist das Leichteste,

und drittens durch Erfahrung, das ist das Bitterste.

Konfuzius, Philosoph aus China

 

 

Das soll genug sein der Botschaften aus China.

 

Keiner hier in Deutschland hat das verinnerlicht.

Sonst hätten wir wesentlich früher einen Shut Down gehabt. Sonst hätten wir wesentlich früher verstanden, dass ein Virus immer dann größten Schaden anrichtet, wenn er relativiert wird und die Regierung vorangetrieben werden muss. (“Schaden vom Volk abhalten.”)

 

Macht es gut und passt auf euch auf.

 

So do I,

Der Kater
Haus-Philosoph

 

 

Coronavirus revisited. Oder als der Kater neu über den Kühlschrank nachdachte.

Kaminkehrer-Befall und die Kühlschrank-Chinchillas

Der Kater bloggt.

 

Frühling ist die schöne Jahreszeit, in der der Winterschlaf aufhört und die Frühjahrsmüdigkeit beginnt.

Emanuel Geibel

 

Der Frühblüher Winterling in unserem WEG-Garten unter frischem Schnee-Zylinderhut

Die Katerbrüder Murr und Merlin im Vorfrühling – zwecks der besseren Sichtbarkeit jeder mit seinem in China gefertigten Hunde-Leuchtband

 

Wie jedes Jahr im Frühling kommt bei uns als Frühlingsankünder nicht der schwarze Star mit seiner geperlten Brust – schön wär’s *mit den Zähnchen gierig klapper*. Nein, der Kaminkera. Mit Zylinder (diesmal echt wirklich mit). Der tirilliert gemeinhin neda.

(Transl.: Kaminkehrer). Im sehr frühem Frühjahr.

Wie jedes Jahr mögen wir Kater es nicht, wenn früh um sieben Stiefeltritte von Schwarzgekleideten durch die Wohnung klappern. Könnt sonst was sein, SS oder SEK, KPdSU oder KPCH. Suchen ein sehr! entferntes Körbchen auf.

Um so netter dann der endlich Erschienene. Blutjung und ein hübscher junger Mann, mit Zylinder auf und Handschlag (Corona-Alarm! aber bringt Glück) und aus Straubing aber um Elfe erst. Weil er – im Unterschied zu den vorigen Kamin-Schwarzkünstlern – die Eigenheit pflegte, anders als sie in den oberen Stockwerken anzufangen. Zwengs der Übersichtlichkeit, sagt er. Ein verhinderter Pilot vermutlich. Wir wohnen ganz unten.

Und warteten uns den Wolf. Die Öfen bullerten seit vier Stunden, weil sie zu diesem Behufe an sein müssen. Die Hitze in der Wohnung näherte sich Beduinen-Bedingungen. Die Öfen warteten so seit sieben ihrer Wartung.

Mit Zylinder auf kam er. Um elfe. Mei.

Das Katzvolk, mein Bruder also und ich, hat sich schwer versteckt. Das tut es immer, wenn Schwarzröcke die Wohnung stürmen. Sowas geht gar nicht.

Katz-Normalmodus. Ergebnis: Unser Schwedenkaminofen hat etwas zuviel ppm (Frauchen hat beim Schwedenofen vergessen, auch bei ihm die Druckluftdose ins Brennerbett zu halten, echt blöd). Dafür hatte der Niederländer die perfekten Werte. Bei dem hat sie’s gemacht, das verstehe wer will. Der Franzose steht am besten da, wird auch kaum beheizt. Der tut also eh nix, beißt net amal. Kunststück.

Der altgediente Vaillant-Durchlauferhitzer hatte das Problem, dass ihm seit Jahren der Wasserdurchflussknopf abgebrochen ist. Wolfemann ist verdächtig. Der hat immer zuviel Kraft.

Der abgebrochene Knopf war die Jahre aber nie ein Thema, Wasserdurchfluss so what. Diesmal hatte aber das Folgen in der Gehäuse-Wiederanbring-Physik.

Denn der zweite große Knopf weiter oben zum Flamme Einstellen war diesmal nur schlabberig anzubringen. Vorher hing er bombenfest. Alles, auch das Gehäuse hing nach der Kaminkera-Abhängung schräg und schlabberig herum. Shabby chic. Weil das Wasserdurchflussknöppi das Gehäuse nicht mehr fixierte. Sagte er. Weil er das komplette Gehäuse abgenommen und wieder draufgeknetet hat. Warum die Kaminkera immer das ganze Gehäuse abnehmen und erneut in die Führung reinschurigeln, versteht kein Kater nicht. Denn das Loch zum Messen ist im Ofenrohr weiter oben, hombres. Und genau da rein und nur da rein müssen die ihr teuer CO- und CO2-Messgerät halten.

Aber ich bin nur der Kater.

Jedenfalls hat Frauchen, als sie erfrischt nach des Kaminkeras Verschwinden am Flammenknopf rumdrehte, einen entscheidenden Fehler gemacht: Sie hielt ihn nicht fest. Den Knopf, nicht den Kaminkera.

So hüpfte das Chinateil mit einem dünnen Klirr auf die vermutlich ebenfalls in China gefertigten Villeroy & Boch-Teller und dann mit einem eleganten Schwung verächtlich hinter den China-Kühlschrank. Einfallswinkel istgleich Ausfallswinkel. Alles a bisserl Ding.

Das Billard-erprobte Frauchen konnte nur gelähmt zuschauen, aber nix machen. So schnell ging das.

Etzat ist der Flammenknopf unten hinterm Kühlschrank. Im Wollmaus- naja Chinchill-Staub vermutlich und macht ein sehr langes Sabattical.

 

Gruß
Der Kater

Ich komm auch nicht hintern Kühlschrank.
Bin beschäftigt, vorne die Tür aufzukriegen, hombre.

 

 

Coronavirus revisited

Resta a casa!

Bleibt zuhause!

Der Kater bloggt.

Das ganze Unglück der Menschen rührt allein daher, daß sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen.

Blaise Pascal, französischer Mathematiker, Physiker, Literat und christlicher Philosoph

 

Prof Dr. Kekulé und Prof Dr. Drosten sagen: Wir müssen handeln. Jetzt. https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html

In diesen 2 Wochen. Sonst geht es uns wie Italien.

 

Die Darstellung des Todes in einer französischen Zeitung 1912 in einer Cholera-Epidemie.

 

Wenn die schläfrige Regierung nicht handelt, dann müssen wir es tun: Bleiben wir zuhause! Streichen wir Kneipe, Disco, Bar, Musikevent, Fussball.

Einfach streichen. Für mind. 6 Wochen.

 

Wenn wir das nicht tun, streicht uns jemand anders – aus.

 

Passt auf euch auf. Alles Gute!
Der Kater, Realismus-Experte

 

 

COVID-19

Beim ersten zarten Halskratzen mehr Viren im Rachen als bei der Influenza

Der Kater bloggt.

 

 

“So viel Virus sieht man selten, nicht einmal bei der Influenza”

Prof. Dr. Christian Drosten, Viruloge, Charité Berlin

https://www.tagesspiegel.de/wissen/warum-covid-19-ansteckender-ist-als-sars-enorme-mengen-virus-im-oberen-rachenbereich/25588526.html?utm_source=pocket-newtab

 

Was heißt das

Das heißt: 1-2 Meter Abstand halten ist bei COVID-19 nicht ausreichend. Denn allein mit feuchter Aussprache können die Viren geballt den ausgelobten Meter überbieten. Noch schlimmer: Die Mathematik des Niesens

 

Auch die jetzt überfall verkündete Heilige Händewaschregel

Du bist vielleicht schon angesteckt, während du dich noch wäschst. Aber wasch dich weiter, man kann nie wissen ;-).

 

Prof Dr. Drosten sagt sehr klar, was Sache ist: “So viel Virus sieht man selten, nicht einmal bei der Influenza.”

Doch es ist nicht jedem sofort klar, was es im Alltag der Angestellten, Doppelverdiener und Hausfrauen konkret heißt. Das will ich nachholen.

 

Superinfektiös zu sein beim ersten Halskratzen, das heißt konkret:

Man muss sofort zuhause bleiben, sobald man das erste Halskratzen merkt. Nicht zur Arbeit gehen, nicht mehr unter Leute gehen. Weil man mit dieser Menge Virus, andere Menschen allein mit Reden anstecken kann. Es braucht kein Niesen und kein Husten. Die meisten ignorieren das erste Halskratzen, gehen mit braver Angestelltenergebenheit leider immer noch zur Arbeit, erst nach einem oder zwei Tagen zum Arzt. Wenn es halt nachts nicht mehr weggegangen ist.

Diese Zeiten sind vorbei.

Undurchführbar? Diese Frage stellt sich nicht: Wir können uns diese infektiöse Bürokratie gar nicht mehr leisten!

 

Wie soll das funktionieren? Geht doch nicht!

Es wird gehen und es muss. Denn COVID-19 wird jetzt bleiben. Die Durchseuchung ist laut Experten nicht mehr aufzuhalten. Die pragmatische Lösung fürs Zuhausebleiben und dennoch krankschreiben-Lassen ist die IT: Ab sofort zuhause bleiben, direkt ins Home-Office – und dann digitale Krankschreibung per ärztlicher Ordination per Skype. Nur Leute, die nicht nachgedacht haben schleppen sich noch körperlich zum Arzt, gefährden ihn, sein Team unnötig und spielen dort Virenkarussell mit den anderen Patienten.

Denn auch ein Arzt will und muss gesund bleiben. Er darf sich nicht von deiner feuchten Aussprache oder deinem Räuspern in das Intensivbett hinein treiben lassen. Er hat Verantwortung für weitere Patienten. Nicht nur für dich.

 

Gruß
Der Kater

Wir sind seit dieser News endgültig am Arsch, aber es muss ja weitergehen: Nur die Harten kommen in den Garten.

 

Intensives Erlebnis

Der Kater bloggt.

 

“Wir haben es schon alle getan.”

Heiko Breitsohl, Abteilung für Personal, Führung und Organisation an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

https://www.sueddeutsche.de/karriere/arbeit-job-krank-grippe-chef-home-office-1.4797985

 

Als ich einmal jemanden auf die Intensivstation gebracht hab.

Einst bekam ich eine drei Monate lange Anstellung als Werkstudent bei SIEMENS. Werkstudent in diesem Unternehmen sein zu dürfen war damals für uns ein Volltreffer. Da das Gehalt sehr ansehnlich war. Ich war sehr glücklich darüber.

Es hat andere Jobs in den Semesterferien weit hinter sich gelassen. Und vor allem diesen einen verzweifelten Job, vom Arbeitsamt vermittelt. Aus dem ich nach der ersten Woche als Topos ‘Student, komma arbeitsscheu’ rausflog. Mit wehenden Schnurrhaaren. Weil ich krank war.

 

Die Abteilung war klein.

Der Chef war ein Vatertyp, dem es sichtbar Freude machte, mir die Dinge beizubringen. Statt mich am Kopierer verhungern zu lassen.

Eines Tages merkte ich in der Früh beim Aufstehen, dass eine fiese Erkältung im Anmarsch ist. Die Nase war rot und ich hatte Temperatur. Ich dachte einige Minuten nach, was ich machen soll. Am liebsten wäre ich im Bett liegen geblieben. Doch dann erinnerte ich mich an den demütigenden Rauswurf und vor allem an den Vermieter und fuhr zu SIEMENS.

Ich fuhr mit Rotz und glühender Rübe auch am darauf folgenden Morgen zu SIEMENS und am nächsten auch.

 

Am übernächsten Tag war mein Chef nicht mehr da.

Ich fragte nach, wo er denn sei und bekam nur die Antwort, er wäre krank.

Ich arbeitete solo vor mich hin, es war fad – es gab keinen mehr, der mich betreute. Es war ohne ihn freudlos und ohne Inspiration. Die Stunden vergingen zäh.

 

Ich bekam ihn nie mehr zu sehen.

Die bestbezahlten Werkstudentenmonate waren fast rum, da sagte man mir im Sekretariat erst, er wäre auf Intensivstation gewesen und danach lange in ReHa. Schwere Komplikationen bei Grippe und Diabetes: Lungenentzündung und das Herz.

 

Ich hatte nie wieder einen solchen Chef.

Ich schämte mich noch Jahre später, dass ich an der Intensivstation schuld war.

 

Ich habe es seither nie mehr getan.

 

 

I want you to panic

Der Kater bloggt.

 

Mut besteht nicht darin, dass man die Gefahr blind übersieht, sondern darin, dass man sie sehend überwindet.

(Jean Paul)

 

Also jetzt an alle Relativierer:

Der Coronavirus ist da. Hier bei uns.

Hört endlich auf zu reisen und rumzugondeln. Storniert eure Hotelbuchungen. Und haltet endlich mal eure Füße still – und eure Klappe auch. Alle älteren Leute und alle Männer werden es euch danken, die ihr damit dereinst nicht anstecken werdet.

Bleibt zuhause am Kamin und schleckt eure Schale Milch. Zefix.

 

HOMERO-EYES

Alle geistig Herausgeforderten, die die Realisten jeden Tag bis jetzt als Hysteriker verlacht haben, 100 mal an die Tafel:

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

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Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

 

Gruß
Der Kater

 

 

Moderne Gedanken eines Katers zu zwei großen Plagen unserer Zeit

Der Kater bloggt.

Die Katze gibt vor, zu schlafen, um desto klarer sehen zu können …
François-René de Chateaubriand (1768 – 1848), François-René, vicomte de Chateaubriand, französischer Schriftsteller der Frühromantik

 

1. Das ängstliche WIE-WIRKE-ICH-AUF-ANDERE
2. Das narzisstische ICH-ICH-ICH

Die Tiefenentspanntheit der Katze ist sprichwörtlich. Sie kann deswegen entspannt sein, weil sie bereits seit ihrer Geburt ein wunderbares Wesen ist. Und sich nicht ständig noch verbessern muss.

Sie ist gut und gut genug. Sie genügt sich, sie genügt anderen so wie sie ist. Ihre Ausstrahlungskraft kommt davon, dass sie nicht ständig wissen will, wie sie auf andere wirkt. Es ist ihr egal. Das ist ihr Geheimnis.

Kater Murr vor Baum

 

Anders der Mensch.

Ängstlich darauf bedacht, ob er alles richtig macht und wie er auf andere wirkt, damit er endlich geliebt wird, bringt er sich um zahlreiche Vergnügen. Und vergeudet seine Lebenszeit.

 

Die erste große moderne Plage ist daher diese Ich-Ängstlichkeit. Sie ist die verbreiteste Plage.

Einst in der Kindheit akribisch von den Eltern eingebläut bekommen (“Du kriegst erst dann ein Eis = Wir mögen dich erst dann wieder, wenn du tust was wir sagen = keine Kommafehler mehr im Aufsatz hast”).

Später hat sich das verselbständigt. Ängstlich darauf bedacht, ob sie alles richtig gemacht haben, wirken diese innen drin ungeliebten Kinder später im Leben blass, unentspannt, pingelig, besserwisserisch. Zuhause und im Job. Sie glauben, dass sie nur geliebt werden, wenn sie nur noch ein wenig geschickter und fleißiger wirken.

Mit dieser Konditionierung versehen, geraten sie in den Burn-out. Manche geraten in mehrere Burn-outs. Es ist es ihnen unmöglich, ein herrliches Leben wie die Katze zu führen. Die sich genau wie sie jetzt gerade ist geliebt fühlen darf.

Die Katze ist absolut nicht schlampig, sondern sogar perfekt in ihrem Job (Mäusejagd). Sie ist dabei so mühelos perfekt, dass sie es sich leisten kann, zuvor selbstvergessen mit der Maus zu spielen.

Ein Angstler wird vermutlich nie kapieren, wie es geht, selbstvergessen Katze zu sein und Mäuse dennoch das Fürchten zu lehren. Stur, dumpf arbeitet er sich mit seinem Angst-getriebenen WIE-WIRKE-ICH-AUF-ANDERE in den Burn-out.

 

Die zweite große Plage ist der hochmütige Narzissmuss.

Das ist eher die Verformung der Männer. Als Kind wurden sie 30 mal am Tag übertrieben für alles Mögliche gepriesen. Später als Erwachsene sind solche Egozentriker in hochmütigem, selbstverliebtem ICH-ICH-ICH 24 Stunden am Tag von sich super überzeugt. Sehen auf andere herunter und gehen der Welt auf den Keks.

 

Eine Katze ist nie ängstlich auf ihre Wirkung bedacht, sie ist aber auch nicht narzisstisch.

Denn sie sieht nie auf andere herab. Allerdings auch nicht auf andere hinauf. Sie geht seit Geburt ordentlich und ohne großen Lob-Rummel um ihre Person auf ihr Klo und respektiert die Maus. Denn: Eine Maus kann durchaus empfindlich zurückbeißen.

Um großzügig zusammenzufassen, als Kater will man ja keine längliche Doktorarbeit verfassen mit pedantischen Fußnötchen hier und perfektionistischen Einlassungen und Definitionen dort:

 

Die meisten Menschtiere leiden heute entweder unter der um sich selbst kreisenden Angst oder an der hochmütigen ICH-ICH-ICH-Krankheit.

So werden Sie nie Katze.

 

Gruß
der Kater

Im nächsten Beitrag in einer Woche verrate ich Ihnen, wie man dieses ängstliche um sich selbst Kreisen los wird. Denn ich mache jetzt mal Schluss mit Schreiben. Für meine ausgiebige Fellpflege und um danach sehr lange Nickerchen zu machen. Es ist mir egal, ob das jetzt unvollständig oder phlegmatisch oder irgendwie negativ auf Sie wirkt. Es ist mir egal, wie schnell Sie die Auflösung wollen. Wegen Ihnen mache ich mir jetzt keinen Stress, ciaoi. Sie kommen schon, wetten.

 

Für die Perfektionisten, die genauer wissen wollen was neurotischer Perfektionissimus ist. Wie Faust in Auge quasi: der Bonelli

 

 

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