Bewirtschaftet von Vroni und Wolf

Monat: August 2023

Was vor den Flugstunden wirklich passiert ist

Die Trainingseinheiten der Familie Amsel in unserem Innenhof

Der Kater bloggt.

Ich möchte so malen, wie ein Vogel singt. Claude Monet

 

Die Freiheit fängt mit Bodendienst an

Bevor die junge Amsel mit ihrem noch zu kurzen Stummelschwänzchen in die Freiheit fliegt, muss sie wie alle Jungamseln, die wir schon im Innenhof hatten, für zwei Wochen unten am Boden üben. Die Länge ihrer stummeligen Schwanzfedern reicht noch nicht für eine saubere Mittelstrecke.

Einerseits ist sie zu groß, um länger im engen Nest zu sitzen, andererseits kann sie noch nicht ordentlich fliegen: Das Ruder, ihre Schwanzfedern, muss länger werden. Sonst kann sie ihren Flug nicht steuern und sie taumelt wie eine Fledermaus.

 

Flugbereitschaft

Also zwei Wochen Bootcamp mit Mama.

Die Amselmutter füttert so ihr Kind statt im Nest 14 Tage lang am Boden. Bringt unermüdlich Würmer herbei und zeigt ihrem Kind, wo es die fettesten gibt und wie man sie herauszieht.

 

Vogelfunk

Sie laufen hin und her als seien sie Laufvögel wie Kiwis aus Neuseeland und zwitschern sich gegenseitig Frage (Futter?) und Antwort (Ja doch!) zu.

Immer mal wieder sitzt das kugelrunde Junge stolz auf einem der vielen Fahrradlenker im Hof. Um dann wieder runter zur Mutter zu taumeln: ‚Guck ma!‘.

What a catch! Pawel Wiecek, Canon EOS 7D Mark II (en),
hedera.baltica from Wrocław, Poland, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Ein Blatt fällt stumm zu Boden. Fern jammert ein Staubsauger, aus offenen Fenstern weht Klavier. Erflehme frische Rahmschnitzel oben rechts. Leika bellt. Oder Tammy. Nebenan glüht der Hinterhof Karl der Kahle.

Für Daniel

Paradies-ähnliche Zustände im heißen München

Der Kater bloggt.

Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder. Dante Alighieri

 

Pelzig, dick und bocksauer (noch)

Der armdicke Stamm rankt voll mit Früchten ab Mundhöhe bis zwölf Meter hoch hinein ins letzte Fenster.

Kinderpupillen zoomen hoch und runter. Boah!

Die Äste, lang wie Tentakeln, biegen sich schwer. Schaukeln träge im flirrenden Licht. Die Schwerkraft 1 Newton = 1 m kg s2 zieht ihre pelzigen Kiwis mit unsichtbaren Fäden nach unten.

Das Bienengebrumm an den Schneewolken Vanille-farbener Blüten: vorbei.

Bald werden müde Kiwi-Laubteller auf die Erde fallen, der Saft der vor der Zeit gefallenen Früchte dunkle Flecken auf das Katzenkopfpflaster malen. Kinder und Kater auf Jagd pflügen dann durchs Geraschel, verteilen den goldenen Riesenhaufen in der milden Sonne.

August

Mai

Save the date

Halloween. Erntezeit, kühl lagern.

Weihnachten. Reifezeit, das süße Fleisch auslöffeln.

Putzt vorsorglich sein silbernes Besteck, der Kater

Herzklopfen und Regentropfen

Landregen. Inselfeuer.

Der Kater regt sich.

Der Regen rauscht. Der Regen
Rauscht schon seit Tagen immerzu.
Und Käferchen ertrinken
Im Schlammrinn an den Wegen. – –
Der Wald hat Ruh.
Gelabte Blätter blinken.
Im Regenrauschen schweigen
Alle Vögel und zeigen
Sich nicht.

[…]
Joachim Ringelnatz

 

Regen 1

Der geigenförmige Gummibaum steht draußen und bekommt neue, große glänzende Blätter durch die langen Regentage. Er hat ab Weihnachten wegen Gießfehlern und zu schlechtem Licht alle unteren Blätter verloren.

Regen 2

Der kahl geschorene Knöterich erwacht zu neuem Leben und übernimmt gestärkt durch den langen Regen die Kontrolle über die Fahrräder.

Inselfeuer

Ein rumänischer Feuerwehrmann rettet zwei Kaninchen und eine Katze (Kopf in der Armbeuge) vor dem Feuer auf dem trockenen Rhodos. Quelle watson.de auf TikTok: https://www.tiktok.com/@watson.de/video/7259745122441596186

Nachdenklich
Der Kater

Money makes the World go round …

Naturzerstörung einfach gemacht: Beispiel Forst Oderberg

Der Kater bloggt.

 

Zu viel Photovoltaik: Bayerisches Stromnetz am Limit. (Bayrischer Rundfunk, br.de)

Schwächelndes Netz in Brandenburg: Viel Strom, zu wenig Leitung. (tagesspiegel.de)

Die Schwemme an grünem Strom verstopft und destabilisiert die Netze. Ökonom Manuel Frondel, https://www.nzz.ch/wirtschaft/

 

Oder hier: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/wenn-windraeder-baeume-verdraengen-fuer-den-wald-ist-es-eine-katastrophe-spiegel-tv-a-20732808-4e4c-4219-89a8-29b8d4854d68

Auszug daraus: „Die Bundesregierung hat das Naturschutzgesetz geändert. Das heißt: Ab jetzt müssen auch Landschaftschaftsschutzgebiete dran glauben. Für Investoren ganz neue Entfaltungsmöglichkeiten.“

 

Mein Kommentar zu diesen Widersprüchlichkeiten

Auf der einen Seite massivst in PV und Windanlagen von Geschäftemachern investieren lassen – auf der anderen Seite kann dieser Strom nur unzufriedenstellend genutzt werden, weil das unterentwickelte Stromnetz diese Strommenge überhaupt nicht tragen kann, der Strom daher entweder gar nicht erst eingespeist werden kann oder billigst exportiert werden muss.

Das leuchtet vielen Leuten nicht ein – sie wollen keine zerstörten Wälder und wollen nicht gleichzeitig unter sehr teurem Strom leiden.

Irgendwann kommt jeder an den Punkt, ab dem er versteht, warum viele, vor allem aber die ‚Ostbevölkerung‘ die Politik der Grünen und Wessies so heftig ablehnen.

Der Umweltminister Brandenburgs, der nichts gegen diese Rodungen unternimmt, ist Axel Vogel, kommt aus Bochum, dann Bayern – und ist Gründungsmitglied der Grünen.

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