Freitag! Logbuch

Bewirtschaftet von Vroni und Wolf

Monat: Juli 2019

An die Klimawandelleugner: Ihr seid so bekloppt wie die Impfgegner. So bekloppt wie die Anhänger der Neuen Germanischen Medizin. So bekloppt wie die die SPD. Und mindestens so bekloppt wie die CDU-Anzugträger:

Ein Pamphlet des Katers

 

1. Ihr habt den Schuss noch nicht gehört

2. Ihr habt bereits mehrere Schüsse noch nicht gehört.

3. Ihr findet es toll und cool, so weiter zu machen wie bisher.

4. Ihr wollt unbedingt so weitermachen wie bisher.

5. Ihr habt ein maximales finales Talent.

6. Ihr seid wie viele ältere mittelständische KMU-Chefs, wie Impfgegner, wie Homöopathie-Freaks, wie die Anhänger der Neuen Germanischen Medizin, wie die SPD beratungsresistent bis unter euren zubetonierten Schädeldeckel:

  • bockig
  • dickköpfig
  • eigensinnig
  • halsstarrig
  • hartnäckig
  • rechthaberisch
  • renitent
  • starrsinnig
  • störrisch
  • stur
  • unbelehrbar
  • uneinsichtig
  • unnachgiebig
  • widerspenstig
  • stubborn
  • blockheaded
  • dogmatisch
  • egoistisch
  • klugscheißend

7. Ihr seid ziemlich unintelligent und könnt wie viele Politiker nicht einmal zwischen der Halbwertszeit von Co2 und der Halbwertszeit von Methan unterscheiden und redet Bullshit.

Wenn die Kanzlerin trotz ihres Physik-Jodeldiploms nicht zwischen Brutto und Netto unterscheiden kann, warum sollten dann die Parteimitglieder intelligenter sein. Manche erscheinen aufgrund ihrer letzen Aktionen und Ergebnisse sogar nachweisbar dumm: die Lobby-Politiker Scheuer, Dobrindt, Klöckner. Was Brown-Nosing betrifft: Sie stecken dem Anschein nach rektal ganz tief drin. Hauptsache an der Macht bleiben, dazu reicht anscheinend die rudimentäre Intelligenz und der Minus-Anstand dieser Herrschaften und der Klimaleugner insbesondere. Leider.

8. Klimaleugnen ist männlich: Ihr würdet gerne – zusammen mit euren noch dooferen Weibern – alle noch in der Steinzeit leben, Fleisch fressen, Krieg führen und euch am Sack bzw. an der Muschi kratzen. Weil ihr sowieso alle Pussys seid.

9. Aber das Fliegen wollt ihr natürlich auch und ihr bucht zur Zeit Flüge wie nie vorher. Weil ihr trotz eurer bockigen Haltung komischerweise sehr genau wisst, dass es bald vorbei ist mit dem Spaß, stimmts?

10. Ihr glaubt, dass die Erde sich nur wieder mal in ihren “Normal”-Zustand bewegt. Dass es darum früher auch schon so war –  und daher kein Problem sei. Wie die SPD. Die gibt es ja auch schon seit der Steinzeit. Und sie glaubt genau deswegen, dass es sie weiterhin ganz doll geben wird. (Wird sie nicht, das weiß sie nur noch nicht. Wie gesagt, es könnte einfach nur ein Problem von simpler fortgesetzter Doofheit sein …)

11. Ihr wollt einfach nicht auf eure Bequemlichkeit verzichten. Wie die SPD nicht auf ihre Pöstchen. Doof halt.

~ ~ ~

So ein Pech, dass nicht nur Ihr damit aussterben werdet. Weg, perdu, gone, dead.

Sondern mit euch diejenigen, die positiv und intelligent das Ruder rumreißen wollten und auch könnten.

Der Planet ist verloren. Wegen euch.

Kauft euch doch bitte noch gaaanz viel Eiskaffee oder euren Dumm-Macchiato, wählt aus schlechtem Gewissen inzwischen Grün, fresst bitte gegen eure Zipperlein diese nutzlosen Homöopathie-Kügelchen (die sind auch so ein Quark), komischerweise geht ihr wegen eines blutenden Fingers sofort in die Notaufnahme und beklagt euch dreist, nicht sofort dranzukommen; züchtet ihr weiter noch viele Millionen armer KZ-Tiere in viel zu engen Ställen bei unzumutbaren Schlachtbedingungen, grillt totes Tier ohne Ende; fahrt noch dickere XXL-SUVs, die einzigen stinkenden Autos in die euer feist gewordener XXL-Arsch noch reinpasst, und lasst euch am Strand möglichst rasch euer Restgehirn von der Grüße einer Amöbe restlich eindörren. Steht im Urlaubsstau am Wochenende, fliegt mit euren stinkenden Flugzeugen nutzlos umeinander wie vergiftete Affen und kauft euch noch mehr energiefressende Klimaanlagen. Findet die Chinesen toll, findet die Inder toll, findet diesen gestörten Bolsonaro toll. Findet Trump toll.

Letzterer ist wie ihr: hohl, 100 % verstrahlt, pseudo-sonnengebäunt, dumm und bauernschlau gleichzeitig, gierig, egomanisch und schlecht angezogener Trash.

 

Seid so nett und tut es.

 

Damit gehts wenigstens noch schneller.

 

Adios, es war nur manchmal, ach fast nie schön mit euch …

Gott oder das Universum wird euch und damit alle einfach nur als misslungenen Versuch abbuchen. Es wird Gott – oder das Universum – nicht die Bohne kratzen, wenn ihr fort seid. Mich auch nicht. Ich bin nur der Kater Moritz. Ich sitze im Kühlen, bekomme täglich mein kühles Schüsselchen Wasser und poliere mir die Krallen.

 

 

Sie hat sich schon wieder umentschieden

Unsere ambivalente Rose ‘Matthias Claudius’ hat sich entschieden: Sie blüht jetzt nicht mehr Vanillegelb-Rosa. Sondern sie blüht ab und zwar nur noch komplett in Grün  ; – (  .

Kein Photoshop-Trick!

So blühte sie noch vor wenigen Wochen ab: in Vanille und Rosa, 2 Farben an einer einzigen Dolde.

Und so haben wir sie eigentlich gekauft und so erblühte sie auch frisch zu Beginn: alle Blüten in Apricot!

Wir finden nirgendwo eine kluge Erklärung. Hat irgendjemand eine Idee, warum sie das macht?

 

Raum für Notizen:  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

 

 

The Missing Wolf

Mein Wölfchen war vermisst,
das zwanzig Jahre und länger
in meinem Leben nicht beißt noch frisst
als hölzerner Schlüsselanhänger.

Was du liebst: Lass es frei. Und die Beule
in der Hosentasche verschwindet.
Bevor ich mit den Wölfchen heule,
suche ich, was sich sonst findet.

Das waren zweihunderttausend Stunden.
Ich weiß nichts dagegen. Ich kann nichts dafür.
Dann hat die Wölfin ihn wiedergefunden
unter der Tür.

Für Eigentum hab ich drei linke Hände.
Erst ein abwesender Wolf lehrte mich:
Man hänge sein Herz nicht an Gegenstände!
Umso fester hängen sie sich an dich.

Aus unserem Garten. Die eigenwillige Rose des Dichters.

Der Säemann säet den Samen,

Die Erd empfängt ihn,

Und über ein kleines

Keimet die Blume herauf.

(Matthias Claudius)

Wunderschön in Aprikot

Rose Matthias Claudius am Abend – offiziell ausschließlich Aprikot-farben

 

Eine knappe Woche später plötzlich in Bicolor

Matthias Claudius Rose, fast verblüht, in Gelb und Rosa.

Wer sagt denn, dass Gärtnern langweilig ist.

 

Ambiguity is a way of life *
Trifft wohl auf manche verrückten  Rosen und fast auf alle Dichter zu. Nicht nur auf die, nach denen Rosen benannt sind.

Gruß

Der Kater

*Zitat ist James Joyce zugeschrieben.

In der Dubliner Straßenbahn den Spruch als Poster gesehen. Dublin verfügt tückischerweise über zwei Haupt-Bahnhöfe und zwei Airports. Weswegen meine Besitzerin fast die Maschine nach Hause verpasste. Dublin tickt ähnlich wie sein berühmter ambivalenter Dichter, der ambivalenterweise später lieber woanders lebte.

 

 

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