Freitag! Logbuch

Bewirtschaftet von Vroni und Wolf

Trinke 3, zahle 4

Wozu lebst du – Bier, Geyerwally, Geyerstraße München

“Ja”, sag ich, “weise Worte. Wofür lebt man denn schon?”

“Vor allem in einer Siedlung am nördlichen Rand eines unwegsamen Gebirges”, sagt Vroni, “wo nur noch ein paar gedrungene Bauernstämme hausen.”

“Da bleibt einem ja bloß noch Bier.”

“Eine so genannte Kultur, die auf wenig anderem errichtet ist als auf der Gewinnung von Betäubungsmitteln aus verdorbenem Getreide? Stimmt, viel bleibt da nicht.”

Wir kehren ein.

Buidl: Die Geyerwally in der Geyerstraße, ca. 13. Mai 2022. Schenkl i Eahna.

Soundtrack: Elliott Smith & Mary Lou Lord: I Figured You Out,
aus: She’d Be A Diamond, “2022”:

I Need to Start a Garden

Falls jemand meint, man könnte “in der Stadt” (als Antonym zu “auf dem Land”) keine Gärten anlegen, um seine Ernährung zu sichern, erzählt einem das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten was anderes: Die Bilder sind von gestern am Eck Galerie- und Ludwigstraße, unter dem Verkehrslärm einer der Hauptverkehrsadern einer Weltstadt (Selbstbeschreibung).

Das ist schön. Mir macht allein Sorgen: Falls jemand meint, man müsste “in der Stadt” keine Gärten anlegen, um seine Ernährung zu sichern, wird ihm das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten alsbald was anderes erzählen: Deswegen dulden die wahrscheinlich solchen Hipsterhippiekram auf ihrem Grund, das wird die Kaniberin (CSU) schon nicht zur Gaudi unter ihrem Fenster haben wollen. Und bessere Bilder von ihrem Urban Gardening Demonstrationsgarten Oberbayern als ich haben sie auch gemacht.

Das ist auch schön. Ich hab halt bloß Angst davor, dass ich nächstes Jahr bitter nötig wissen muss, wer oder was so eine Hydroponik ist.

Urban Garden München

Urban Garden München
Vertikales Gärtnern #lebstdubayern

Urban Garden München

Urban Garden München

Hydroponik-Salate bitte nicht ernten!

Wir ernten für Sie! – Alle 6 Wochen frischen Salat!

AQm Eingang finden Sie regelmäßig eine Kiste mit frischen Ernte-Produkten. Aktuelle Termine und Veranstaltungen finden Sie auf unserer Homepage https://www.lwg.bayern.de/urban-gardening

Urban Garden München
Pflanzturm mit Blick auf die Ludwigstraße.

Buidln: sejwa gmacht, 28. Juli 2022, ca. 36 °C.
Schenk ich Ihnen. Vor allem die 36 °C.

Soundtrack: Haley Heynderickx: Oom Sha La La,
aus: I Need to Start a Garden, 2018:

Blue Moon

Auf Gastronomendeutsch heißt
Vollmond
“Heut kommen sie
wieder alle aus
den Löchern”. Der
Vollmond
hat ein Mondgesicht,
brüllt ausdauernd Geschichten
aus “der Arbeit”
durch die Kneipe
(der meint das
nicht so, das
ist bei denen
bloß der Dialekt)
und stinkt aus
dem Hals nach
Destille.

Soundtrack: Black Eyed Vermillion & The Inheritance:
Pass Me The Bottle, aus: The Pleasure Tide, 2014:

Das Buch der Katzen

Das hört man ja immer wieder, dass Katzen in der Bibel nicht vorkommen; selbst ich musste mich schon mühsam zu Fuß auf den Wanderweg ins Kloster Schäftlarn machen, um eine der seltenen Katzendarstellungen in einer Kirche zu dokumentieren. Wir berichteten an geeigneter Stelle.

Fast ebenso selten hört man begründeten Einspruch. Nach meinen eigenen kontrastiven Forschungen kommt ein Tier, das unserer rezenten Hauskatze am nächsten kommt, nur einmal im Buch Baruch vor, das zu den Apokryphen zählt und nicht von allen christlichen Splitterparteien anerkannt wird und daher nicht in allen Bibelausgaben vorkommt. In Baruch 6, 19–22 sind die Gesichter der falschen und damit missbilligten Hausgötter rußgeschwärzt vom Rauch im Hause, weswegen sich Fledermäuse, Schwalben und andere Vögel und – Jehova bewahre – sogar die Katzen auf ihnen niederlassen. Sonstige, dafür recht häufige Stellen sprechen entweder spezieller von Löwen oder allgemeiner von Wüstenbewohnern oder allem, “was auf Tatzen geht unter den Tieren”. Egal nach welcher Bibelübersetzung oder Luther-Version kommt Felis catus tatsächlich nicht vor.

Der häufigste begründete unter den Einsprüchen war eine angebliche Bibelstelle, die sehr viel mehr an die Heiligenlegenden erinnert, in denen Jesus und Petrus über die deutschen Dörfer der frühen Neuzeit ziehen, um Wunder zu wirken, und die oft recht putzig sind, denn ans Neue Testament, und wenn’s nur wegen der aufblitzenden Jüngerin namens Lorenza wäre. Die Geschichte weist sich etwas widerspenstig nach, ist aber zu schön, um sie nicht anzuführen. Sie nimmt offenbar ihren Ursprung beim Drei Eichen Verlag in Edmond Székely: Heliand. Evangelium des vollkommenen Lebens, Drei Eichen Verlag, Radebeul 1937 ff., Kapitel 34,7–10 unter der Überschrift Wiederverkörperung:

34/7) Jesus kam in ein Dorf und sah dort eine kleine Katze, die herrenlos war, und sie litt Hunger und schrie zu Ihm. Und Er nahm sie hoch, hüllte sie in Sein Gewand und ließ sie an Seiner Brust ruhen.

8) Und als Er durch das Dorf ging, gab Er der Katze zu essen und zu trinken. Und sie aß und trank und zeigte Ihm ihren Dank. Und Er gab sie einer Seiner Jüngerinnen, einer Witwe mit Namen Lorenza, und sie sorgte für sie.

9) Und einige aus dem Volke sagten: “Dieser Mann sorgt für alle Tiere. Sind sie Seine Brüder und Schwestern, dass Er sie so liebt?” Und Er sprach zu ihnen: “Wahrlich, diese sind eure Mitbrüder aus der großen Familie Gottes, eure Brüder und Schwestern, welche denselben Atem des Lebens von dem Ewigen haben.

10) Und wer immer für einen der kleinsten von ihnen sorgt und ihm Speise und Trank gibt in seiner Not, der tut dieses Mir, und wer es willentlich duldet, daß eines von ihnen Mangel leidet, und es nicht schützt, wenn es misshandelt wird, lässt dieses Übel zu, als sei es Mir zugefügt. Denn ebenso wie ihr in diesem Leben getan habt, so wird euch im kommenden Leben getan werden.”

Gern geschehen, miau.

Soundtrack: The Bridge City Sinners – übrigens live in München am Dienstag, 26. Juli 2022 ab 20.30 Uhr im Unter Deck am Oberanger gegenüber der Synagoge –: Connie Vannett: Pussy Cat, 1976, aus: Bridge City Sinners, 2016:

Mörderische Zeiten

Die Antwort der Kater auf Putin

Der Kater bloggt:

 

Das große Karthago führte drei Kriege. Nach dem ersten war es noch mächtig. Nach dem zweiten war es noch bewohnbar. Nach dem dritten war es nicht mehr zu finden. Bert Brecht

 

Als Gegensatz zum mörderischen Krieg etwas Schönheit der Natur und die bewundernswerte Lässigkeit von Katzen.

Kater Murr in Schlafposition

Kater Murr: tiefenentspannt.

Kater Merlin wünscht, nicht gestört zu werden.

Kater Merlin wünscht, beim Sonnenbad nicht gestört zu werden.

Die Natur im Garten. Macht weiter ihr Ding.

Biene an Kiwi-Blüte

Die Riesen-Kiwi im Garten blüht heuer endlich wieder. Die Bienen mögen das.

 

Gruß
der Kater

 

 

Angst als grüne Strategie

Man sagt uns nicht alles

Der Kater bloggt.

“Ich empfehle etwa, den Medienkonsum aus dem Abend herauszunehmen. Denn aufgrund verschiedener zusammenspielender Hormone nehmen wir die Dinge abends als noch schlimmer wahr. Deshalb ergibt es auch übrigens keinen Sinn, abends zu streiten, weil wir die Dinge überbewerten und nicht dazu in der Lage sind, wirklich rational zu denken. Die Tagesschau um 20 Uhr ist eigentlich gegen einen gesunden Tagesrhythmus.

Psychologin Bianca Fuchs, https://www.pro-medienmagazin.de/medien-angst/

 

Habeck laut ZEIT.de:

“Die Bürgerinnen und Bürger würden zwar die Appelle der Politik hören, aber nicht reagieren, sondern dann “zum Erdbeerpflücken” gehen.”

 

Stimmt nicht. Die Bürger reagieren sehr wohl. Man muss ihnen daher nicht noch mehr Angst machen. Das ist eine sehr verächtliche, arrogante Haltung zum Bürger. Ohne irgendeine nachhaltige Unterstützungsmaßname für die Bürger zu verbalisieren.

 

Das ist real:

” …die Gasversorger eine Art Sonderkündigungsrecht: Sie können die Gaspreise außervertraglich anpassen, also die gestiegenen Einkaufspreise an Stadtwerke, Industriekonzerne und Privatleute weiterreichen. Die vereinbarten Tarife im Gasvertrag können aufgekündigt werden – eine Woche Vorwarnzeit reicht dafür aus. Und nach einer weiteren Woche dürfen die Versorger sogar nochmals nachlegen.”

Übersetzung: Es wird bald ein Notfallgesetz in Kraft treten, welches den Bürger gegenüber den Versorgern als Freiwild betrachtet und ihn ausnimmt wie eine Weihnachtsgans.

 

Während in Frankreich die Bürger besser geschützt und die Erdgaspreise dort schon länger gedeckelt sind, treibt man den deutschen Bürger in den Angstschweiß, ohne zu sagen wie es für ihn weitergeht.

Was soll der geängstigte und finanziell gefesselte deutsche Bürger denn tun außer zum Erdbeerpflücken zu gehen? Er ist es seiner psychischen Gesundheit schuldig.

 

Der wegen Ihnen reaktant gewordene Kater geht jetzt duschen. Sonst nicht meine Art.
Dann zum Erdbeerpflücken in den Garten.

Dann Tagesschau … nicht gucken.
Dann Daumen halten für die Ukraine.
Ein unglaubliches, starkes Volk.

 

Beide Zitate, Quelle: https://www.zeit.de/wirtschaft/2022-06/gas-alarmstufe-notfallplan-robert-habeck

 

Beiträge zum Konstruktivismus

I never been to the Blue Mountains but I’ve been there in a song.
Never have I loved like this one – it just keeps rolling on.
And I never been hit by lightning but I know that life is long.
I never been to the Blue Mountains but I’ve been there in a song.

And I see the wine and the fire in you,
I see the mountains blue.

And I never killed a man and I never robbed a train,
Never had a deep thought when I’m walking in the rain.
And I never lit a holy candle and wished my life would change,
I never wished for anything outside this mountain range.

Peter Doran & Haley Heynderickx: Blue Mountains, aus: Voices, 2021.

“Die Hoffnung stirbt ja zuletzt”, meint Vroni.

“Ja”, sag ich, “das ist ja das Perfide dran.”

Soundtrack: a. a. O., 2021:

Mein Hobby. Beten hilft

Buidl: Sejwa gmacht, schenk i Eahna, bassd scho.

Vatertag

“Hans Wurst?” sag ich, “bist du das?”

Leider schon finster. An einem geparkten Auto lehnt ein Kerl, der meinem alten Studienkollegen ähnlich sieht.

“Wer ist ein Hanswurst?” fragt der Kerl. Beim Näherkommen sieht man, dass er eine eine gebückte junge Frau umfasst und ihr von hinten die Haare aus dem Gesicht hält.

“Uuööööörrrghh”, sagt die Frau.

“Ach so”, sag ich, “hab ich Sie wohl mit dem Hans Wurst verwechselt.”

“Uuööööörrrghh”, sagt die Frau.

“Das ist meine Tochter”, sagt der Kerl.

“Glückwunsch”, sag ich.

Soundtrack; The Secret Sisters: Carry Me,
aus: You Don’t Own Me Anymore, 2017:

Positiv bleiben

“So, irgendwann ist auch wieder gut”, sag ich. “Wenn wir jetzt also um Himmels willen endlich wieder zum Lockdown übergehen könnten.”

“Gibt’s nicht, Wolf”, sagt Vroni.

“Wiesod’n nicht? Im Supermarkt herrscht alle Tage Rudelkuscheln, die Gastronomie ist von früh bis spät mit Aerosolschleudern besetzt, und das Oktoberfest ist schon genehmigt. Was glaubst du, was das für Neuansteckungen hagelt?”

“Man muss auch mal nach vorne schauen. Und positiv bleiben.”

“Tu ich doch grade. Und bin heilfroh um jeden Test, bei dem ich negativ geblieben bin.”

“Immer nur rückwärtsgewandt denken ist eine ganz schlechte Idee. Führt zu Depression und Burnout.”

“Alles, was momentan organsiert wird, führt zu schweren Verläufen und Triage. Vor zwei Jahren war meine Quarantäne wenigstens noch bezahlt.”

“Gibt’s nicht, Wolf”, sagt Vroni.

“Wir sind tot”, sag ich.

Soundtrack: Camille Hardouin: Le partisan, 1943 ff.,
bearbeitete Cover-Version von Leonard Cohen, 2019:

Diktators genug

1772. Dass man sich aller zweihundertfuchzich Jahre wiederholen muss.

Murr,

——— Johann Gottfried Herder:

2. Naturgesetz

aus: Abhandlung über den Ursprung der Sprache,
Zweiter Teil: Auf welchem Wege der Mensch sich am füglichsten hat Sprache erfinden können und müssen, 1772:

Rousseau und andre haben so viel Paradoxien über den Ursprung und das Anrecht des ersten Eigentums gemacht; und hätte der erste nur die Natur seines geliebten Tiermenschen befragt: so hätte der ihm geantwortet. Warum gehört diese Blume der Biene, die auf ihr sauget? Die Biene wird antworten: weil mich die Natur zu diesem Saugen gemacht hat! mein Instinkt, der auf diese und keine andre Blume hinfällt, ist mir Diktator gnug, der mir sie und ihren Garten zum Eigentum anweise! Und wenn wir nun den ersten Menschen fragen: “Wer hat dir das Recht auf diese Kräuter gegeben?”, was kann er antworten als: die Natur, die mir Besinnung gab! Diese Kräuter habe ich mit Mühe kennen gelernt! mit Mühe habe ich sie mein Weib und meinen Sohn kennen gelehrt! Wir alle leben von ihnen! Ich habe mehr Recht daran als die Biene, die darauf summet, und das Vieh, das darauf weidet; denn die haben alle die Mühe des Kennenlernens und Kennenlehrens nicht gehabt! Jeder Gedanke also, den ich darauf gezeichnet, ist ein Siegel meines Eigentums, und wer mich davon vertreibet, der nimmt mir nicht bloß mein Leben, wenn ich diesen Unterhalt nicht wieder finde, sondern würklich auch den Wert meiner verlebten Jahre, meinen Schweiß, meine Mühe, meine Gedanken, meine Sprache – ich habe sie mir erworben! Und sollte für den Erstling der Menschheit eine solche Signatur der Seele auf eine Sache, durch Kennenlernen, durch Merkmal, durch Sprache, nicht mehr Recht des Eigentums sein als ein Stempel in der Münze?

Bild: Murr lässt sich von seinem Instinkt zum Eigentum des Gartens anweisen, 4. Mai 2022. Selber gemacht, schenk ich Ihnen.

Soundtrack: Michelle Gurevich & Cyranó: Goodbye My Dictator, April 2022:

We were having too much fun
Drinking coffees in the sun
Someone wanted to be king
Came and fucked up everything

[…] It’s hard for most to understand
That good intentions not all have
Why must we always stand on guard
When there is love and there is art

Hält auch so

Spaten am Flaucher

Buidln: Selbergemacht am Flaucher, 31. März 2022, schenk ich Ihnen.

Spaten am Flaucher

Mehr schräge Einbrüche der Kunst in die Natur:

Paul Barton spielt Bach: Fuge 16 g-Moll, Wohltemperiertes Clavier, Buch 2,
für den Elefanterich Chaichana (was er offenbar lieber bleiben lassen sollte:

Andy Thorn spielt Banjo für den Fuchs:

Morwenna Rose “Hands on Harps” Louttit-Vermaat harft für die Kuhherde:

und Naomi SV harft aus Versehen für die Rehgeiß Sounds of Silence:

So, und jetzt überleg ich seit einer Stunde einen Kalauer samt Video mit “für die Katz”. Am besten, ich red mich damit raus, dass es zu sehr auf der Hand liegt.

Ostern unter erschwerten Kriegsbedingungen

Ostern – wurde da nicht dieser eine Hase geboren?

Der Kater bloggt.

 

Aus der tiefen Grabesnacht!
Blumen sollen fröhlich blühen, …

(Aus Ostergedicht von Max v. Schenkendorf)

 

Osterhasi

Auch wenn es stürmet und schneiet …

 

Die einen feiern, auch wenn sie keine Ahnung mehr haben, was Ostern eigentlich bedeutet.

Die anderen feiern nur noch gedämpft. Weil sie Ahnung haben, was Ostern bedeutet.

 

Trotzdem:

Frohe Ostern. Friede auf Erden,

euer Kater

(Raubhase)

 

 

Hier wie dort

Blutige Ostern

Der Kater bloggt.

Und der zweite Engel goss aus seine Schale ins Meer; und es wurde zu Blut wie von einem Toten, und alle lebendigen Wesen im Meer starben. (Neues Testament. Die Offenbarung des Johannes (Offb 16,3)

Blutig I


Bild: Deutsches Tierschutzbüro

Blutig II

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/8d/%D0%9D%D0%B0_%D0%A5%D0%B5%D1%80%D1%81%D0%BE%D0%BD%D1%89%D0%B8%D0%BD%D1%96_%D1%83%D0%BA%D1%80%D0%B0%D1%97%D0%BD%D1%81%D1%8C%D0%BA%D1%96_%D0%B7%D0%B0%D1%85%D0%B8%D1%81%D0%BD%D0%B8%D0%BA%D0%B8_%D1%83%D1%81%D0%BF%D1%96%D1%88%D0%BD%D0%BE_%D0%B2%D1%96%D0%B4%D0%B1%D0%B8%D0%BB%D0%B8_%D0%B0%D1%82%D0%B0%D0%BA%D1%83_%D0%B2%D0%BE%D1%80%D0%BE%D0%B3%D0%B0_%D1%82%D0%B0_%D0%B7%D0%B0%D1%85%D0%BE%D0%BF%D0%B8%D0%BB%D0%B8_%D1%82%D1%80%D0%BE%D1%84%D0%B5%D1%97_03.jpg?uselang=de
(Wikipedia Commons. Urheber: armyinform.com.ua)

Eigentlich wollte ich etwas Nettes schreiben über den Frühling und Bilder zeigen, wie es im Hinterhof grünt und blüht. Salweide, Forsythie, Tulpen, Blausterne, alles will ans Licht.

Heuer ist mir der Spaß daran vergangen, ich hoffe man versteht. Wie kann man hier so tun, als wenn alles easy ist und beispielsweise fürs hohe Mahl Lämmchen töten (so was von nicht mehr in Ordnung), wenn nur 900 km weiter die Menschen kein Ostern haben werden. Aber gar keins.

Entweder weil sie schon tot sind oder weil sie ums Überleben kämpfen. Meine Gedanken sind bei den Menschen in Mariupol. Sie sind auch bei denen in Odessa und überall, wo schreiendes Unrecht geschieht oder geschehen ist, in Bucha oder in Borodjanka.

Gruß

Der Kater

 

 

Woman Wanting

Song lyrics from days of yore.

~~~\~~~~~~~/~~~

1.: I want you to take me to your forest clearing
where you have taken all your girlfriends
It helps me to get to know you
and make you mine

Chorus: Man I want you I’m your girl

2.: I want you to tell me to dress in my
flowery summer skirt with strappy sandals
so to carry them for me and adore
my toes when they follow you beside you

Chorus: Man I want you I’m your woman

3.: I want you to bed me in the grass below the tree
where you had your first kiss and your last fuck
with a girl I will not know and I want
your hunger for the flesh of my rosy thighs

Chorus: Man I want you I’m your vixen

4.: I want you to play with your tongue in my mouth
one hand on my breasts two fingers on my clit
the thing you play one minute later
one level deeper oh deeper come deeper

Chorus: Man I want you I’m your mare

Bridge: I want you to uh
uh
uh
I want you too

Chorus: Man I want you I’m your bitch

5.: I want you too big too hard too sturdy
with relish and moaning too loud along
with me then come too soppy inside me
See it’s so simple when you want me

Chorus: Man I want you I’m your girl

~~~\~~~~~~~/~~~

Vroni meint: “Und wer soll dir das glauben?”

“Glauben?” sag ich, “einen Liedertext?”

“Die Leute suchen immer nach autobiographischen Bezügen. Da kannst du nix machen und wahrscheinlich nicht mal die Leute, die nach sowas suchen, selber.”

“Dann sollen die halt mal aufs Veröffentlichungsdatum schauen.”

Days of yore?”

“1. April.”

“Wolfwolfwolf. Wie soll sich das überhaupt anhören? Wie die drei Holländerinnen auf dem Sybian?”

So ungefähr: Beth Gibbons & Rustin Man: Mysteries,
aus: Out of Season, 2002:

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