Freitag! Logbuch

Bewirtschaftet von Vroni und Wolf

Autor: Der vortreffliche Kater Mor (Seite 1 von 5)

Dies irae - Tag des Zorns

A-B——–S-T-A-N-D !°

Der Kater bloggt.

 

Auch Besiegte faßt Wut bisweilen und Tapferkeit.
Tacitus

 

In the end, we will remember not the words of our enemies, but the silence of our friends.
Martin Luther King, Jr.

 

In politischen Kungel-Hinterzimmern wird jetzt schon überlegt, wann man den Seuchenpfuhl wieder aufmacht zwecks rechtzeitiger Sklaven-Bespargelung für die Besseren, die sich die frühen dicken deutschen Dinger leisten können (die andern müssen warten bis Mitte Mai auf die dürren schwer zu schälenden griechischen Dinger) – und österlicher Wiederauferstehung der Industrie. Halleluja. Die Lobbyisten schlafen nicht.

Die angeblich guten Zahlen, die eine Abflachung der Ansteckungsrate  suggerieren, sind erstens leider sowieso Makulatur. Und zweitens wird im Moment weniger getestet als noch vor Wochen. Also sind auch die getesteten Infektionen weniger. Was für Mathe-Genies überall.

 

Weil das noch nicht übel genug ist, wird die Bevölkerung leichtsinniger.

UND HÄLT DEN ABSTAND NICHT EIN.

Morbus Spahn. Oder was sind 2 Meter.

 

Die einen Paketboten klingeln und haben entweder Mundschutz (wow!), aber lassen ihn runterbaumeln – auf die Frage, warum sie ihn nicht hochziehen, sagen sie, sie könnten damit durch ihre Brille nix sehen.

Hä.

Die anderen Paketboten klingeln dich wegen eines ganz anderen Nachbarn raus und stellen sich viel zu dicht vor dich hin beim Tür öffnen.

Der Nachbar, der das Paket dann von dir holt, stellt sich ebenfalls zu dicht vor deine Tür und damit vor dich hin. Du öffnest dann und atmest dem seine ganzen Reden ein.

Der nächste Hausbewohner will nett zu dir sein und macht dir die schmale Hoftür auf. Um dem Folge leisten zu können, müsste man notgedrungen an ihm vorbei: mit 50 cm Distanz!

Leute, das geht so nicht.

Währenddessen kontrolliert die Polizei an diesem vorösterlichen Wochenende mit herrlichstem Wetter jeden Verstoß verzweifelter Erholungssuchender gegen den Abstand draußen am Flaucher. Scheucht sogar alte Herren auf, die sich nur kurz auf der Parkbank ausruhen wollten – und hier im Haus ist Gaga und Dada und Lustig, egal, is wurscht, mañana.

 

Masken könnten gehen.

Und die Zahl der Ansteckungen mildern allein durch Verringern der Virus Load. Aber nein, man sträubt sich und redet sie schlecht. Weil es nicht genug gibt. Warum gibt es nicht genug? Weil gepennt wurde, als es schon offensichtlich war (Spahn), weil das RKI gepennt hat und auch Drosten schlecht von Masken redete.

Das alles kann man sich gar nicht mehr ausdenken.

 

Es geht eh überhaupt nicht das alles:

Wegen einer kriminellen Vertuschung chinesischer Behörden im November und wegen fortgesetztem Ego eines Möchtegern-Kanzlers Bankkaufmanns, der einfach nur brutal gepennt hat, sitzen wir jetzt alle im häuslichen Gefängnis und sind genervt oder fürchten uns. Und müssen uns das Alles antun, diese Kabbeleien, diese hirnrissigen Krawall wollenden Talkshows mit 3 Virologen aus 6 Ländern, was an den Circus Maximus des Colosseums erinnert; dieses bekloppte Händewaschen, bis man keine Haut mehr hat, inklusive den bedauernswert wurstigen Paketboten anbellen müssen und den bedauernswert trotteligen Nachbarn blöd anreden müssen. Inklusive drohender Jobverlust inklusive Ansteckungsgefahr und großer Sorge um die Älteren in der Familie.

 

Wir haben das Alle gar nicht verdient.

Ich bin sehr wütend.

 

Wir sollten, sobald diese dampfende verreckte Granatenkacke vorbei ist, die Toten zählen, sie würdig beerdigen. Die Konsequenzen ziehen und unser oberstes Personal zur Rechenschaft ziehen und feuern. So wie jetzt zig Menschen hier oder in den USA gefeuert werden wegen nix und wieder nix ohne eigenes Verschulden.

Aber was passiert: Laut obskurer neuer Umfragen sei die Bevölkerung mit der Union wieder sehr zufrieden.

PR können sie. Wenn sie schon sonst nix können, das können sie. Leider kenne ich keinen, der mit der Regierung und ihrem unsäglichen Verhalten bezüglich Corona zufrieden ist. Warum spielt die Presse mit. Jede druckt die lobhudelnden Umfragen, keine hinterfragt sie.

 

Ein Requiem für die Demokratie.

Bild: “Mord im Haus” von Jakub Schikaneder

 

Gruß

Der Kater

Mir ist schwer nach ‘Dies irae’, Tag des Zorns in Mozarts Requiem in D Minor, K. 626 – 3. Sequentia: Dies irae

aber heute einmal Dies irae by

Dvořák

 

Dies irae (Thomas von Celano zugeschrieben)

Tag des Zornes, Tag der Sünden,
Wird das Weltall sich entzünden,
Wie Sibyll und David künden.

Welch ein Graus wird sein und Zagen,
Wenn der Richter kommt, mit Fragen
Streng zu prüfen alle Klagen!

Laut wird die Posaune klingen,
Durch der Erde Gräber dringen,
Alle hin zum Throne zwingen.

Schaudernd sehen Tod und Leben
Sich die Kreatur erheben,–
Rechenschaft dem Herrn zu geben.

Und ein Buch wird aufgeschlagen,
Treu darin ist eingetragen
Jede Schuld aus Erdentagen.

Sitzt der Richter dann zu richten,
Wird sich das Verborgne lichten;
Nichts kann vor der Strafe flüchten.

Weh! Was werd ich Armer sagen?
Welchen Anwalt mir erfragen,
Wenn Gerechte selbst verzagen?

König schrecklicher Gewalten,
Frei ist Deiner Gnade Schalten:
Gnadenquell, lass Gnade walten!

Milder Jesus, wollst erwägen,
Dass Du kamest meinetwegen,
Schleudre mir nicht Fluch entgegen.

Bist mich suchend müd gegangen,
Mir zum Heil am Kreuz gehangen,
Mög dies Mühn zum Ziel gelangen.

Richter Du gerechter Rache,
Nachsicht üb in meiner Sache
Eh ich zum Gericht erwache.

Seufzend steh ich schuldbefangen,
Schamrot glühen meine Wangen,
Lass mein Bitten Gnad erlangen.

Hast vergeben einst Marien,
Hast dem Schächer dann verziehen,
Hast auch Hoffnung mir verliehen.

Wenig gilt vor Dir mein Flehen;
Doch aus Gnade lass geschehen,
Dass ich mög der Höll entgehen.

Bei den Schafen gib mir Weide,
Von der Böcke Schar mich scheide,
Stell mich auf die rechte Seite.

Wird die Hölle ohne Schonung
Den Verdammten zur Belohnung,
Ruf mich zu der Sel’gen Wohnung.

Schuldgebeugt zu Dir ich schreie,
Tief zerknirscht in Herzensreue,
Sel’ges Ende mir verleihe.

Tag der Tränen, Tag der Wehen,
Da vom Grabe wird erstehen

Zum Gericht der Mensch voll Sünden;
Lass ihn, Gott, Erbarmen finden.

Milder Jesus, Herrscher Du,
Schenk den Toten ew’ge Ruh. Amen.

 

 

Stay the fuck home!

Das Virus, das uns den Atem raubt

Der Kater bloggt.

 

Solange ich atme, hoffe ich.

Marcus Tullius Cicero

 

Es gibt immerhin die kleine Hoffnung, dass eins der Medikamente, die sie gerade testen, der Sache Einhalt gebietet.

 

Es müsste, sobald die ersten Symptome kommen, zeitnah gegeben werden können.

Medikamente, die von ihrer Pharmakokinetik darauf abzielen, den Virus am Andocken zu hindern, müssen dann gegeben werden können, wenn der Virus sich anzudocken versucht.

Ich glaube nicht daran, dass man solche Medikamente erst dann zu geben hat, wenn sich schwere Symptome mehren. Dann sind die Chancen geringer. Aber das tun sie im Moment. Puh.

 

Wir müssten besser alle diese Medikamente zur Einnahme nach Hause bekommen.

Bereits dann, wenn wir grade husten und soeben positiv getestet wurden. Nicht, wenn wir bereits schwere Atemnot > 30 Atemzüge in der Minute haben und keine 3 Meter mehr in die Küche laufen können, ohne dabei das Gefühl zu haben, einen Marathon zu laufen. Dann kann es zu spät sein und ein schwieriger, qualvoller Krankheitsverlauf startet.

 

Das setzt voraus für die Schulmedizin:

Es müssen genug Testkits vorhanden sein.

Sind sie leider nicht.

Ein bis zwei Hersteller versuchen jetzt, eines auf den Markt zu bringen, das superschnell ist und mehr Menschen pro Tag testen kann. Hope.

 

Das setzt voraus:

Diese Medikamente müssen sicher in der Anwendung sein. Für zuhause. Nur dann klappts.

Sind sie leider nicht.

 

Für zuhause gibt es gar nichts. Außer man versucht die Alternativmedizin Zistrose mit erstaunlichen seriösen Studienergebnissen CYSTUS 052 Sud, Tee, Halspastillen https://www.pandalis.de/de/pflanzen/detail/pflanze/cistus-incanus/

Wir haben den Sud zuhause. Und er wird eingesetzt werden, sobald einer die ersten Symptome hat.

Ein bisschen Hoffnung darf man wohl haben.

 

Die schulmedizinischen Medikamente für zuhause dürfen keine prekären Nebenwirkungen haben, wie entweder den Blutharnwert massiv nach oben treiben (Avigan) oder bei massiver oder versehentlicher Fehldosierung Herzstillstand verursachen können (den Kaliumkanal blockieren: Chloroquin, Hydroxychloroquin). Oder wie Remdesivir, dass man nur intravenös gibt.

 

Dieses Medikament für alle.

Ein bisschen Hoffnung darf man wohl noch haben.

 

All I Need is The Air That I Breathe

 

Der Arzt starb, der das Eingeständnis, dass ein neues böses Virus kommt, ins Rollen brachte.

R.I.P.  Er war einer der Guten.

 

Gruß

Der Kater

Dieses Virus ist ein tückisches Aas. Es muss sterben, bevor uns der Atem fehlt. Bevor die Hoffnung stirbt.

 

 

Coronavirus revisited

Gebet für meinen Ex

Der Kater bloggt.

 

Hätte ich nie gedacht, dass ich das mal machen werde. (Der Kater, notgedrungener Lebensphilosoph)

 

Lieber Haupt-Ex,

der du gerade in Reha wegen einer OP eingesperrt bist (ha ;-) ).
Liebe weitere Exen und Reptilien, die ihr in meinem Leben mal eine Rolle gespielt habt.

Ich mag euch zwar ziemlich arg persönlich nicht mehr aus Gründen (viele und besonders dich sogar deutlich mehr als nicht mehr), aber schließe euch aus aktuellem Anlass in meine Katzen-Gebete mit ein. Ne, nicht scheinheilig, wie es sonst meine kätzische Art ist, sondern echt. Fangt euch keinen Virus ein. Bitte.

Das medizinische Personal hat auch meine Gebete, denn es hat bald keinen ordentlichen Schutz mehr und wird in Bälde als Superspreader da stehen. Das Krankenhaus an sich wird bald der Ventilator für all diesen merde sein, der alles feinflächig verteilt.

 

Leseempfehlung: Die Pest (Camus). Siehe auch Bardamu https://ostblog.wordpress.com/2020/03/26/seuchenliteratur/

Rätselhafte Vorkommnisse häufen sich. Die Ratten kommen aus ihren Verstecken und sterben auf der Straße. Ein heimtückisches Fieber greift um sich, bald sterben die ersten Menschen. Die Stadt wird hermetisch abgeriegelt … Die Pest – von Albert Camus ist die perfekte Lektüre in dieser Zeit.

 

Gruß
Der Kater

Meine Gedanken sind auch und gerade bei denen, die nicht genug  Masken und Schutzkleidung haben, danke Herr Spahn, also ihre Patienten und sich selbst nicht ausreichend schützen können. Aber ihre Berufe ausüben müssen. Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger und Reha-Leute. Gott schütze euch. Falls es ihn gibt.  https://de.wikipedia.org/wiki/Pascalsche_Wette

    • Man glaubt an Gott, und Gott existiert – in diesem Fall wird man belohnt (Himmel – Man hat gewonnen).
    • Man glaubt an Gott, und Gott existiert nicht – in diesem Fall gewinnt man nichts (verliert aber auch nichts).
    • Man glaubt nicht an Gott, und Gott existiert nicht – in diesem Fall gewinnt man ebenfalls nichts (verliert aber auch nichts).
    • Man glaubt nicht an Gott, und Gott existiert – in diesem Fall wird man bestraft (Hölle – Man hat verloren).

 

 

Coronavirus revisited

Morbus Spahn. Oder was sind 2 Meter.

Der Kater bloggt

 

am 28.01.2020 – “…Gefahr gering!
am 28.01.2020 – …gut vorbereitet!
am 30.01.2020 – …verstehe die Hektik nicht!
am 12.02.2020 – …alles unter Kontrolle!
am 02.03.2020 – …Grenzschließung unangemessen!
am 07.03.2020 – …Grenze hält Virus nicht mehr auf!
am 15.03.2020 – …ab morgen ist die Grenze dicht!
am 24.03.2020 – …bei Lanz:  Wer hätte gedacht, dass ein Pfennigartikel (Schutzmasken) knapp werden könnte!”

Jens Spahn

Klartext:

Selten zuvor hat die Regierung so versagt: durch Wegducken, durch Weggucken, durch eine unfassbare Ignoranz. So geht das Desaster ganz zu deren Lasten. Mit unabsehbaren Folgen. Die Rechnung bezahlen wir. Die unschuldig Leidenden, Sterbenden, Trauernden rauben mir den Schlaf. Die Toten verdienen es, nicht vergessen zu werden. Nie.

 

Besser könnt’ ich es gar nicht schreiben.

Beides, Zitat und Text sind Kommentare zu https://www.welt.de/vermischtes/article206831091/Maybrit-Illner-Wir-haben-Jens-Spahn-vergeblich-gewarnt.html

 

 

Passt gut auf euch auf.

Und haltet mindestens 2 Meter Abstand. Viele Leute wissen nicht, was 2 Meter sind und schnaufen euch ins Genick.

Der Kater

 

Coronavirus revisited

Es gibt 3 Möglichkeiten des Lernens.

Der Kater bloggt

 

 

Der Mensch hat dreierlei Wege, klug zu Handeln;

erstens durch Nachdenken, das ist das Edelste,

zweitens durch Nachahmen, das ist das Leichteste,

und drittens durch Erfahrung, das ist das Bitterste.

Konfuzius, Philosoph aus China

 

 

Das soll genug sein der Botschaften aus China.

 

Keiner hier in Deutschland hat das verinnerlicht.

Sonst hätten wir wesentlich früher einen Shut Down gehabt. Sonst hätten wir wesentlich früher verstanden, dass ein Virus immer dann größten Schaden anrichtet, wenn er relativiert wird und die Regierung vorangetrieben werden muss. (“Schaden vom Volk abhalten.”)

 

Macht es gut und passt auf euch auf.

 

So do I,

Der Kater
Haus-Philosoph

 

 

Stay the fuck home!

Bleibt verdammt noch mal zuhause

Bleibt um Himmels Willen zuhause!

 

Kommentare sind geschlossen.

 

 

Coronavirus revisited

4 Wochen zu spät. Wir gehen den italienischen Weg, das ist sicher.

Der Kater bloggt.

 

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

Michail Gorbatschow, der damals mächtigste Mann jenseits des Eisernen Vorhangs, mit dem politischen Konzept „Glasnost und Perestroika“. Er strebte das gemeinsame Haus Europa” an – mit einer tiefgreifenden Erneuerung der westlichen Strukturen, Institutionen und Denkweisen.

 

 

Was jetzt von den Verantwortlichen als alternativlos und verantwortungsvoll gepriesen wird, dieser Flickerlteppich-Föderal-Lockdown kommt als Aktion genau 4 Wochen zu spät.

Die in einer einzigen Woche dramatisch fünffach gestiegenen  Infektionszahlen sprechen für sich. Wir hätten spätestens am 25. Februar so handeln sollen. Es ist leider vorbei.

Es stört aber auch keinen, dass die Chance vorbei ist. Keiner stürzt sich in die Isar oder läuft mit einem Plakat durch die Straßen “Das Ende ist nah”. Was berechtigt wäre. Das ist es aber. In wiederum 2 Wochen werden eure Turnhallen gefüllt sein mit Betten vor Leuten mit Atemnot, die nicht mehr in die Krankenhäuser passen, weil diese jetzt schon ohne eure Coronafälle voll sind.

Ihr werdet noch an diesen Satz denken.

Und die Hipster des Glockenbachviertels sind jung, halten sich aufgrund ihrer Jugend für unverletzlich, sitzen immer noch dicht an dicht in ihren Kneipen und labern. Denn sie verstehen vor lauter Gnocchi, Penne all’arrabbiata und bella ciao ciao ciao nicht das wirklich wichtige Italienisch “Stare a casa!”: Zuhause bleiben!

Warum macht keiner die Virenschleuder Kneipen zu?

Das P1 kann es doch auch.

 

Countries with largest increase in cases   Stand 13. März 2020

 

“Doktor Schnabel von Rom” (“Doctor Beak from Rome”), engraving, Rome 1656. Physician attire for protection from the Bubonic plague or Black death. I. Columbina (Zeichner), Paul Fürst (Kupferstecher) / Public domain

 

Passt gut auf euch auf!
Der Kater, der 9 Leben hat. 8 mehr als ihr.

 

 

Coronavirus revisited. Oder als der Kater neu über den Kühlschrank nachdachte.

Kaminkehrer-Befall und die Kühlschrank-Chinchillas

Der Kater bloggt.

 

Frühling ist die schöne Jahreszeit, in der der Winterschlaf aufhört und die Frühjahrsmüdigkeit beginnt.

Emanuel Geibel

 

Der Frühblüher Winterling in unserem WEG-Garten unter frischem Schnee-Zylinderhut

Die Katerbrüder Murr und Merlin im Vorfrühling – zwecks der besseren Sichtbarkeit jeder mit seinem in China gefertigten Hunde-Leuchtband

 

Wie jedes Jahr im Frühling kommt bei uns als Frühlingsankünder nicht der schwarze Star mit seiner geperlten Brust – schön wär’s *mit den Zähnchen gierig klapper*. Nein, der Kaminkera. Mit Zylinder (diesmal echt wirklich mit). Der tirilliert gemeinhin neda.

(Transl.: Kaminkehrer). Im sehr frühem Frühjahr.

Wie jedes Jahr mögen wir Kater es nicht, wenn früh um sieben Stiefeltritte von Schwarzgekleideten durch die Wohnung klappern. Könnt sonst was sein, SS oder SEK, KPdSU oder KPCH. Suchen ein sehr! entferntes Körbchen auf.

Um so netter dann der endlich Erschienene. Blutjung und ein hübscher junger Mann, mit Zylinder auf und Handschlag (Corona-Alarm! aber bringt Glück) und aus Straubing aber um Elfe erst. Weil er – im Unterschied zu den vorigen Kamin-Schwarzkünstlern – die Eigenheit pflegte, anders als sie in den oberen Stockwerken anzufangen. Zwengs der Übersichtlichkeit, sagt er. Ein verhinderter Pilot vermutlich. Wir wohnen ganz unten.

Und warteten uns den Wolf. Die Öfen bullerten seit vier Stunden, weil sie zu diesem Behufe an sein müssen. Die Hitze in der Wohnung näherte sich Beduinen-Bedingungen. Die Öfen warteten so seit sieben ihrer Wartung.

Mit Zylinder auf kam er. Um elfe. Mei.

Das Katzvolk, mein Bruder also und ich, hat sich schwer versteckt. Das tut es immer, wenn Schwarzröcke die Wohnung stürmen. Sowas geht gar nicht.

Katz-Normalmodus. Ergebnis: Unser Schwedenkaminofen hat etwas zuviel ppm (Frauchen hat beim Schwedenofen vergessen, auch bei ihm die Druckluftdose ins Brennerbett zu halten, echt blöd). Dafür hatte der Niederländer die perfekten Werte. Bei dem hat sie’s gemacht, das verstehe wer will. Der Franzose steht am besten da, wird auch kaum beheizt. Der tut also eh nix, beißt net amal. Kunststück.

Der altgediente Vaillant-Durchlauferhitzer hatte das Problem, dass ihm seit Jahren der Wasserdurchflussknopf abgebrochen ist. Wolfemann ist verdächtig. Der hat immer zuviel Kraft.

Der abgebrochene Knopf war die Jahre aber nie ein Thema, Wasserdurchfluss so what. Diesmal hatte aber das Folgen in der Gehäuse-Wiederanbring-Physik.

Denn der zweite große Knopf weiter oben zum Flamme Einstellen war diesmal nur schlabberig anzubringen. Vorher hing er bombenfest. Alles, auch das Gehäuse hing nach der Kaminkera-Abhängung schräg und schlabberig herum. Shabby chic. Weil das Wasserdurchflussknöppi das Gehäuse nicht mehr fixierte. Sagte er. Weil er das komplette Gehäuse abgenommen und wieder draufgeknetet hat. Warum die Kaminkera immer das ganze Gehäuse abnehmen und erneut in die Führung reinschurigeln, versteht kein Kater nicht. Denn das Loch zum Messen ist im Ofenrohr weiter oben, hombres. Und genau da rein und nur da rein müssen die ihr teuer CO- und CO2-Messgerät halten.

Aber ich bin nur der Kater.

Jedenfalls hat Frauchen, als sie erfrischt nach des Kaminkeras Verschwinden am Flammenknopf rumdrehte, einen entscheidenden Fehler gemacht: Sie hielt ihn nicht fest. Den Knopf, nicht den Kaminkera.

So hüpfte das Chinateil mit einem dünnen Klirr auf die vermutlich ebenfalls in China gefertigten Villeroy & Boch-Teller und dann mit einem eleganten Schwung verächtlich hinter den China-Kühlschrank. Einfallswinkel istgleich Ausfallswinkel. Alles a bisserl Ding.

Das Billard-erprobte Frauchen konnte nur gelähmt zuschauen, aber nix machen. So schnell ging das.

Etzat ist der Flammenknopf unten hinterm Kühlschrank. Im Wollmaus- naja Chinchill-Staub vermutlich und macht ein sehr langes Sabattical.

 

Gruß
Der Kater

Ich komm auch nicht hintern Kühlschrank.
Bin beschäftigt, vorne die Tür aufzukriegen, hombre.

 

 

Coronavirus revisited

Resta a casa!

Bleibt zuhause!

Der Kater bloggt.

Das ganze Unglück der Menschen rührt allein daher, daß sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen.

Blaise Pascal, französischer Mathematiker, Physiker, Literat und christlicher Philosoph

 

Prof Dr. Kekulé und Prof Dr. Drosten sagen: Wir müssen handeln. Jetzt. https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html

In diesen 2 Wochen. Sonst geht es uns wie Italien.

 

Die Darstellung des Todes in einer französischen Zeitung 1912 in einer Cholera-Epidemie.

 

Wenn die schläfrige Regierung nicht handelt, dann müssen wir es tun: Bleiben wir zuhause! Streichen wir Kneipe, Disco, Bar, Musikevent, Fussball.

Einfach streichen. Für mind. 6 Wochen.

 

Wenn wir das nicht tun, streicht uns jemand anders – aus.

 

Passt auf euch auf. Alles Gute!
Der Kater, Realismus-Experte

 

 

Coronavirus revisited

Reaktanz

Der Kater bloggt

 

Reaktanz

Zahlreiche Studien in unterschiedlichen Kontexten zeigen, dass Reaktanz vor allem dann auftritt, wenn versucht wird, gewisse Einstellungen zu ändern oder zu kontrollieren, wenn Menschen sich in ihrer Freiheit eingeschränkt fühlen.

Sie sich an der Erreichung ihrer Ziele gehindert, sie zur Auswahl zwischen verschiedenen Alternativen gezwungen werden.

 

COVID-19 

Wenn Menschen, die sich durch die Empfehlungen des RKI oder expertisereicher Virologen in ihrer Entscheidungs- und Bewegungsfreiheit eingeschränkt sehen, sie dann wie Teufel erst recht dagegen argumentieren, den Coronavirus ernst nehmen zu müssen.

Die Energie dazu ist deutlich: dicht machen, fies werden, zum Gegenangriff starten, die menschliche Tür zuhauen, die goldene Brücke sprengen, wütend behaupten, sie würden ihr Leben leben wollen und sich durch so einen Scheiß nicht einschränken lassen wollen. Pahh! Es käme eh so wie es käme. Bis zu Dreiviertel der Bevölkerung nimmt den Coronavisrus vorgeblich locker, vorgeblich entspannt. Ist das wirklich so?

 

“Das ist wie die Grippe, ich sehe da kein Problem!”

Sagt man als Wissenteilender, schau es ist so: Die echte Grippe trifft auf inzwischen Immunkompetente plus mehrmals Geimpfte, während Sars-2 auf eine völlig immun-naive Bevölkerung trifft mit uneinschätzbaren Risiken. Dann zündet das bei diesen Menschen oft immer noch nicht. Oder erst recht, leider anders als beabsichtigt in die falsche Richtung: in die Reaktanz.

Wie zeigt die sich: Sie machen sofort einen auf aggressiv-cool oder betont-lässig.

 

Reaktanz ist die Feinmechnik des Widerstands. Egal ob es sich um Gebildete oder Ungebildete handelt.

Weitere kluge kognitive Inhalte vorzubringen – nach dem Prinzip noch mehr desselben – kann eine Reaktanzneigung verstärken. Der Zug ist quasi abgefahren.

 

Wortreich beschrieben und analysiert wird Reaktanz und die Vergeblichkeit der Bemühungen in den Lehrbüchern. Beschreibung und Analyse findet man überall, Lösungen selten.

Ein “Rezept” gegen Reaktanz fand ich nur hier:

“Die Beeinflussungsintensität wird insbesondere durch die Art der Vermittlung der Botschaft bestimmt. Dies betrifft zunächst die Formulierung der Botschaft. Hier zeigt sich, dass harte, explizite, direkte, eindringliche, dogmatische, fordernde Formulierungen (Rains, 2013) und Imperative (Aufforderungen, Anweisungen, Ermahnungen) eine höhere Beeinflussungsintensität im Vergleich zu Vorschlägen oder indirekten Suggestionen haben.”

Quelle: https://de.in-mind.org/article/der-reaktanzeffekt-oder-warum-gesundheitskampagnen-scheitern-koennen

 

Auf Klardeutsch: Vorsichtig-Sprech fördert Reaktanz.

Man muss sehr klar werden. Man darf keine vorsichtigen freundlichen Vorschläge bringen, man darf sich kein indirektes Nudge-Nudge kreativ überlegen, sondern schmerzhaft deutliche Aufforderungen in aller Ruhe langsam und bedächtig formulieren. Das wird 1 A verstanden und angenommen, der Manipulationsverdacht ist weg, die Reaktanz damit weg.

Wieder was gelernt. Kann mit dem Preußentum in den Genen zu tun haben. Aber ich halte mich da raus, bin kein Ethnologe.

 

In der Kommunikation mit Kleinkindern, Pubertierenden, gar älteren Nachfahren oder Rezipienten, Auditorium oder Kundschaft – egal –, bedeutet das, wenn man ein Verstandenwerden erreichen und verbalen Widerstand vermeiden will: Sehr klar werden. Schmerzhaft klar werden. Nicht zu subtil, zu vorsichtig sein. Keine Formulierungskünste wortreich anwenden – die sind kontraproduktiv.

 

Bei Kunden heißt das, wenn man was erreichen will, superklar werden. So: “Ihre bestellte Datenbank muss genau diese ARCHITEKTUR haben, sonst werden ihre Anforderungen nicht erfüllt.” – “Das Logo ist so wie es ist begründet richtig in seiner From, Größe und Funktion.”

 

Unmissverständlich Führung übernehmen.

Der Wissende ist der, der mehr weiß. Der Anbieter ist der Fachkompetente, der mehr weiß, deswegen wird er ja angeheuert.

Kinder müssen klare Ziele bekommen. Eine Bevölkerung muss klar und unmissverständlich informiert werden. Prof Dr. Drosten und Prof Kekulé sind gute Beispiele.

 

Kunden müssen geführt werden. Nicht sanft und unklar und dadurch missverständlich.

Das Ideal der gleichwertigen Kommunikatiion mit Kunden auf Augenhöhe ist ein grobes Missverständnis sanfter Zeitgenossen, was Projektführung betrifft. Projektführung ist nicht nett. Sondern klar und kompetent.

 

Gruß
Der Kater

 

Coronavirus und COVID-19. Behauptungen in den Medien

Ernsthaft: Unter 15 Minuten Kontakt sind ebenfalls infektiös.

 

Mut besteht nicht darin, dass man die Gefahr blind übersieht, sondern darin, dass man sie sehend überwindet.

Jean Paul

 

Das Robert-Koch-Institut erzählt hier https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Kontaktperson/Management.html

etwas von unter 15 Minuten Kontakt in einer Übersichtsdarstellung  namens “Synopse I, II und III”.

 

Damit ist eine Gefahrenkategorisierung gemeint, dass Einzel-Kontakte face-to-face kürzer als 15 Minuten sein sollten, um noch in die Kategorie I zu kommen.

Damit ist nicht gemeint, dass Kontakte mit einer potenziell infizierten Person, die unter 15 Minuten dauern, absolut ungefährlich sind und dass damit ein Freibrief ausgestellt ist. Ist es nicht.

 

Auch das, wenn man in der synoptischen Übersicht weiterliest: Schon kumulativ (= Sprechzeiten nacheinander oder/und gleichzeitig mit mehreren Personen statt mit nur einer) aber noch unter 15 Minuten kommt man bereits in deren Gefahrenkategorisierung II.

 

Das mit den angeblich gefahrlosen unter 15 Minuten in den Medien ist also eine verkürzte Darstellung und stimmt so nicht.

Wer in den letzten Tagen in der medialen Berichterstattung aufgepasst hat, weiß inzwischen, dass dieses Virus sehr infektiös ist. Es kann bereits per winzige unsichtbare Tröpfchen im Sprech-Atemnebel seinen Besitzer wechseln. Er braucht dazu kein Niesen oder Husten, normales Sprechen genügt.

Auch dieses: Es kann lange auf Oberflächen überdauern. Länger als Sie es sich vorstellen können. Länger als ein paar Stunden, länger als 2 Tage, viel länger. Glauben Sie nicht?

– Infektionen nachgewiesen beim Abstand von 4.5m
– #CoronaVirus überlebt in der Luft 30 Min.
– bei 37°C (98F) überlebt es 2-3 Tage auf Glas, Stoff, Metall, Plastik, Papier
– in Körperflüssigkeiten/Fäkalien 5 Tage

Quelle: South China Morning Post
https://www.scmp.com/news/china/science/article/3074351/coronavirus-can-travel-twice-far-official-safe-distance-and-stay

 

Passen Sie gut auf sich auf.

Hinterfragen Sie alles, was Sie aus Politikermund hören. Zum Beispiel hinterfragen Sie diese 15 Minuten. Vor allem dann, wenn Sie Angehörige haben, die älter oder vorerkrankt sind mit Rheuma, Diabetes und Krebs-/Herzleiden, Kreislaufleiden. Es kann ja sein, dass es Ihnen egal ist, ob Sie selbst erkranken. Aber schützen Sie wenigstens andere. Infizieren Sie sich nicht unnötig selbst und stecken Sie sie damit nicht unnötig in der Familie an, nur weil Sie geglaubt haben, was in der Zeitung steht. Auch wenn Sie dasselbe wiederholt von den Politikern hören. Politiker sind Menschen und können ebenfalls wie Menschen Dinge falsch verstanden haben. Es sind keine Mediziner. Politiker verkürzen Komplexitäten, beruhigen, beschwichtigen. Sie halten es für ihren Job.

Checken Sie grundsätzlich alles gegen, was Sie den Medien entnehmen. Journalisten sind in der Regel ebenfalls keine Mediziner. Auch die Tagesschau ist nicht fehlerfrei.

 

Ich, der Schreiber all dieser Dinge, bin nicht fehlerfrei. Hinterfragen Sie auch meine Texte.

 

Es geht um Ihr Wohl und das Ihrer Familie. Vor allem der Älteren oder Immunsupprimierten in Ihrer Familie.

Setzen Sie sich auf keinem Fall unnötig 5 Minuten oder 10 Minuten Gespächen mit potenziell Infizierten aus. Das ist Wahnsinnn. Und glauben Sie auf keinen Fall, dass das schon gut gehen werde, weil “die” das ja gesagt haben. Wird es nicht. Es wird nicht gutgehen.

 

In diesen Zeiten muss man ständig seinen Verstand einschalten. Es tut sonst kein anderer für einen. Passen Sie gut auf sich auf.

In 15 Minuten kann sich die Welt verändern. Ihre.

 

 

Coronavirus und COVID-19: Manche husten, manche nicht

Bin gespannt, wie lange der Kitt bei dieser widersprüchlichen Lage noch hält, bevor uns alles um die Ohren fliegt.

Dies ist eine saublöde Headline, tut mir leid – aber umschreibt gut, was derzeit los ist: in Wahrheit Chaos, Handlungsoptionen lediglich vorspiegelnd. Man hat sich nicht vorbereitet. Man bereitet sich jetzt erst vor. Und: Man hat in Wirklichkeit keine Idee, obwohl man so tut als ob: Die Wirtschaft hat offensichtlich Vorrang,

Das Leben der Menschen spielt anscheinend die zweite Rolle.

 

Schlimmer:

Es wird mit dieser Nichtvorbereitung trotz sehenden Auges der Eindruck erweckt, dass man Tote billigend in Kauf nimmt.

 

Klartext

Corona plus viel Kundenkontakt plus unklare Politik plus Falschmeldungen: Das Optimum für dieses Virus.

 

Ich mache mir auch Sorgen um meinen Mann, meine Tochter. Beide beruflich viel Kontakt mit Menschen, Reisenden, Sie mit Versammlungen, Vorträgen.

 

Kündigen oder blau machen: keine Option.

Im Worst Case wird man halt krank werden – und Viele anstecken mit Kontakten und zuhause. FFP3-Masken hin oder her, welche die Chefs mit einer hohen Wahrscheinlichkeit nicht stellen werden, da kaum verfügbar und wegen Wucherpreisen zu teuer.

 

Ärzte diskutieren hier die Anwandlungen von Regierung und Behörden:

https://www.doccheck.com/de/detail/articles/25557-spahn-schutzausruestung-notfalls-beschlagnahmen

Eine Ärztin schreibt darin, Originalzitat:

“Das Dümmste, was man machen konnte, ist, einen Nichtfachmann zum Gesundheitsminister zu ernennen!
In Krisen macht sich das am deutlichsten bemerkbar. Wenn nan jetzt wegen Engpässen an Schutzkleidung und Desinfektion sparen muss, wird sich das medizinische Personal infizieren und das SARS-CoV-2 multifach weitergeben.
Das ist der Supergau einer Epidemie!
Das bringt unser Gesundheitssystem zum Erliegen und die Wirtschaft zum Zusammenbrechen!
Dabei waren alle Informationen spätestens Ende Januar 2020 bekannt, aber Herr Spahn hat sie ignoriert!
Über soviel Inkompetenz könnte ich nur noch schreien.”

 

Alle Artikel über das Coronavirus SARS-CoV-19 und die von ihm verursachte Krankheit COVID-19 aus dem Portal von Ärzten und Pflegern:
https://www.doccheck.com/de/profile/channels/705-corona-auf-einen-blick

 

Alternativen an Handlungsmöglichkeiten? Keine.

Wenn sehr früh die Hauptlast der Viren im Rachen sitzt, dann_darf_man_nicht_mehr_damit_unter_die_Leute!

 

 

COVID-19

Beim ersten zarten Halskratzen mehr Viren im Rachen als bei der Influenza

Der Kater bloggt.

 

 

“So viel Virus sieht man selten, nicht einmal bei der Influenza”

Prof. Dr. Christian Drosten, Viruloge, Charité Berlin

https://www.tagesspiegel.de/wissen/warum-covid-19-ansteckender-ist-als-sars-enorme-mengen-virus-im-oberen-rachenbereich/25588526.html?utm_source=pocket-newtab

 

Was heißt das

Das heißt: 1-2 Meter Abstand halten ist bei COVID-19 nicht ausreichend. Denn allein mit feuchter Aussprache können die Viren geballt den ausgelobten Meter überbieten. Noch schlimmer: Die Mathematik des Niesens

 

Auch die jetzt überfall verkündete Heilige Händewaschregel

Du bist vielleicht schon angesteckt, während du dich noch wäschst. Aber wasch dich weiter, man kann nie wissen ;-).

 

Prof Dr. Drosten sagt sehr klar, was Sache ist: “So viel Virus sieht man selten, nicht einmal bei der Influenza.”

Doch es ist nicht jedem sofort klar, was es im Alltag der Angestellten, Doppelverdiener und Hausfrauen konkret heißt. Das will ich nachholen.

 

Superinfektiös zu sein beim ersten Halskratzen, das heißt konkret:

Man muss sofort zuhause bleiben, sobald man das erste Halskratzen merkt. Nicht zur Arbeit gehen, nicht mehr unter Leute gehen. Weil man mit dieser Menge Virus, andere Menschen allein mit Reden anstecken kann. Es braucht kein Niesen und kein Husten. Die meisten ignorieren das erste Halskratzen, gehen mit braver Angestelltenergebenheit leider immer noch zur Arbeit, erst nach einem oder zwei Tagen zum Arzt. Wenn es halt nachts nicht mehr weggegangen ist.

Diese Zeiten sind vorbei.

Undurchführbar? Diese Frage stellt sich nicht: Wir können uns diese infektiöse Bürokratie gar nicht mehr leisten!

 

Wie soll das funktionieren? Geht doch nicht!

Es wird gehen und es muss. Denn COVID-19 wird jetzt bleiben. Die Durchseuchung ist laut Experten nicht mehr aufzuhalten. Die pragmatische Lösung fürs Zuhausebleiben und dennoch krankschreiben-Lassen ist die IT: Ab sofort zuhause bleiben, direkt ins Home-Office – und dann digitale Krankschreibung per ärztlicher Ordination per Skype. Nur Leute, die nicht nachgedacht haben schleppen sich noch körperlich zum Arzt, gefährden ihn, sein Team unnötig und spielen dort Virenkarussell mit den anderen Patienten.

Denn auch ein Arzt will und muss gesund bleiben. Er darf sich nicht von deiner feuchten Aussprache oder deinem Räuspern in das Intensivbett hinein treiben lassen. Er hat Verantwortung für weitere Patienten. Nicht nur für dich.

 

Gruß
Der Kater

Wir sind seit dieser News endgültig am Arsch, aber es muss ja weitergehen: Nur die Harten kommen in den Garten.

 

Intensives Erlebnis

Der Kater bloggt.

 

“Wir haben es schon alle getan.”

Heiko Breitsohl, Abteilung für Personal, Führung und Organisation an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

https://www.sueddeutsche.de/karriere/arbeit-job-krank-grippe-chef-home-office-1.4797985

 

Als ich einmal jemanden auf die Intensivstation gebracht hab.

Einst bekam ich eine drei Monate lange Anstellung als Werkstudent bei SIEMENS. Werkstudent in diesem Unternehmen sein zu dürfen war damals für uns ein Volltreffer. Da das Gehalt sehr ansehnlich war. Ich war sehr glücklich darüber.

Es hat andere Jobs in den Semesterferien weit hinter sich gelassen. Und vor allem diesen einen verzweifelten Job, vom Arbeitsamt vermittelt. Aus dem ich nach der ersten Woche als Topos ‘Student, komma arbeitsscheu’ rausflog. Mit wehenden Schnurrhaaren. Weil ich krank war.

 

Die Abteilung war klein.

Der Chef war ein Vatertyp, dem es sichtbar Freude machte, mir die Dinge beizubringen. Statt mich am Kopierer verhungern zu lassen.

Eines Tages merkte ich in der Früh beim Aufstehen, dass eine fiese Erkältung im Anmarsch ist. Die Nase war rot und ich hatte Temperatur. Ich dachte einige Minuten nach, was ich machen soll. Am liebsten wäre ich im Bett liegen geblieben. Doch dann erinnerte ich mich an den demütigenden Rauswurf und vor allem an den Vermieter und fuhr zu SIEMENS.

Ich fuhr mit Rotz und glühender Rübe auch am darauf folgenden Morgen zu SIEMENS und am nächsten auch.

 

Am übernächsten Tag war mein Chef nicht mehr da.

Ich fragte nach, wo er denn sei und bekam nur die Antwort, er wäre krank.

Ich arbeitete solo vor mich hin, es war fad – es gab keinen mehr, der mich betreute. Es war ohne ihn freudlos und ohne Inspiration. Die Stunden vergingen zäh.

 

Ich bekam ihn nie mehr zu sehen.

Die bestbezahlten Werkstudentenmonate waren fast rum, da sagte man mir im Sekretariat erst, er wäre auf Intensivstation gewesen und danach lange in ReHa. Schwere Komplikationen bei Grippe und Diabetes: Lungenentzündung und das Herz.

 

Ich hatte nie wieder einen solchen Chef.

Ich schämte mich noch Jahre später, dass ich an der Intensivstation schuld war.

 

Ich habe es seither nie mehr getan.

 

 

I want you to panic

Der Kater bloggt.

 

Mut besteht nicht darin, dass man die Gefahr blind übersieht, sondern darin, dass man sie sehend überwindet.

(Jean Paul)

 

Also jetzt an alle Relativierer:

Der Coronavirus ist da. Hier bei uns.

Hört endlich auf zu reisen und rumzugondeln. Storniert eure Hotelbuchungen. Und haltet endlich mal eure Füße still – und eure Klappe auch. Alle älteren Leute und alle Männer werden es euch danken, die ihr damit dereinst nicht anstecken werdet.

Bleibt zuhause am Kamin und schleckt eure Schale Milch. Zefix.

 

HOMERO-EYES

Alle geistig Herausgeforderten, die die Realisten jeden Tag bis jetzt als Hysteriker verlacht haben, 100 mal an die Tafel:

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

Ich soll Leute, die die Dinge sehen wie sie sind, nicht als Hysteriker verspotten.

 

Gruß
Der Kater

 

 

Die Welt geht unter, doch man geht einkaufen wie verrückt.

Und trennt Glas bis zum Schluss. Aus unserem Zyklus “Hidden Heroes”

Der Kater bloggt.

 

Und ist die Zeit gekommen, wo die Welt, um sich zu erneuern, sich vertilgt, da wird sich dies alles durch seine eigenen Kräfte zunichte machen; Gestirne werden gegen Gestirne prallen, und alles, was jetzt in bester Ordnung sein Licht ausstrahlt, wird bei dem allgemeinen Weltenbrande eine einzige Feuermasse bilden.

Seneca

 

Wir haben im Februar einen sau-seltsamen Sturm. Der nicht normal ist. Eher apokalyptisch unnormal.

Stürme haben im Februar kalt und nass zu sein. Doch dieser Sturm ist es nicht. Er ist superwarm. Das ist ein Sommersturm. Im kalten Februar.

Trotz Überhitzungs-Apokalypse durch warme Stürme und Meeresspiegelanstieg trotz Deichbruch will der Mensch bis zum Schluss des Hitzetods noch seine feinen Schnäppchen haben. Glaubt mit gezieltem Konsum die Welt zu retten. In Wirklichkeit macht er shopping gone wild wie eine frustrierte alleinstehende Lady inklusive Gewissensberuhigung. Und haut einen druff im Fasching.

So blöd und so komisch, so wahr. Lachend und weinend in den Untergang.*

 

Gruß
Der Kater

*Ich bin die Katze, ich gehe da nicht mit!  (Frei nach einer von Kipplings Geschichten)

 

 

Thüringen et alii –
Farbmischungen unserer Zeit:
RotRotGrün ergibt helles undefinierbares Grau.

Immerhin: Besser als Hellbraun.

Der Kater bloggt. Es bleibt ihm auch nix anneres übrig.

Man kann den einzelnen Menschen betrachten

a) als kleinen Mann,

b) als Helden und

c) als Rädchen einer Maschine.

Der erste Weg führt zur altmodischen Demokratie, der zweite Weg zum Faschismus, der dritte Weg zum Kommunismus.

Bertrand Russell

 

Heute nacht tobt der Sturm.

Ich bin nachts auf, weil ich noch einen Kunden fertig machen will und bin langsam müde. Für eine kleine Pause doch noch mal in den urbanen Hof zum Luftschnappen.

Aaaaahh!

Im diesem Hinterhof sträubt sich die Winterschutzplane des Rittersporn-Topfes ins Nirgendwo. Seine Plastik-Schutzfolie aus Polypropylen PP ist schon lange hinten beim Fischteich. Der Rest ist werweißwo. Die Fische, die ich aus ihrem Designer-Miniteich ins Büro-Winterquartier gerettet habe, sind jedoch wohlauf, da im Zimmer. Sie jagen in meinem Büro die hoffnungsvoll hineingestreuten Artemia-Eier. Hubert, der stämmige aber kurze Vize und Teil-Papa der 20-köpfigen Bitterling-Fischschule wurde vermutlich von einem meiner halbwilden Kater gefressen. Der längliche Staller als der jetzt einzige Große ist still alive.

War grade um 5 Uhr draußen. Die Luft im Hinterhof ist warm wie 70er-Jahre-romantisches Badewetter im Sommer. Die 10 Schneeglöckchen, die mein Enkel draußen gepflanzt hat sind seit Tagen grün und blühen jetzt weiß mit spektakulären Blüten.

Keinen interessierts.

Der Atem des Winters ist auffallend heiß.

 

Es ist der 10. Februar 2020.

 

Kurzer Gedanke, dass das der Vorbote der versprochenen Apokalypse sein könnte.

Womöglich ist das aber ein ganz normaler Sturm.
Womöglich auch nicht.

 

Gruß
Der Kater

Passt gut auf euch auf.

 

Moderne Gedanken eines Katers zu zwei großen Plagen unserer Zeit

Der Kater bloggt.

Die Katze gibt vor, zu schlafen, um desto klarer sehen zu können …
François-René de Chateaubriand (1768 – 1848), François-René, vicomte de Chateaubriand, französischer Schriftsteller der Frühromantik

 

1. Das ängstliche WIE-WIRKE-ICH-AUF-ANDERE
2. Das narzisstische ICH-ICH-ICH

Die Tiefenentspanntheit der Katze ist sprichwörtlich. Sie kann deswegen entspannt sein, weil sie bereits seit ihrer Geburt ein wunderbares Wesen ist. Und sich nicht ständig noch verbessern muss.

Sie ist gut und gut genug. Sie genügt sich, sie genügt anderen so wie sie ist. Ihre Ausstrahlungskraft kommt davon, dass sie nicht ständig wissen will, wie sie auf andere wirkt. Es ist ihr egal. Das ist ihr Geheimnis.

Kater Murr vor Baum

 

Anders der Mensch.

Ängstlich darauf bedacht, ob er alles richtig macht und wie er auf andere wirkt, damit er endlich geliebt wird, bringt er sich um zahlreiche Vergnügen. Und vergeudet seine Lebenszeit.

 

Die erste große moderne Plage ist daher diese Ich-Ängstlichkeit. Sie ist die verbreiteste Plage.

Einst in der Kindheit akribisch von den Eltern eingebläut bekommen (“Du kriegst erst dann ein Eis = Wir mögen dich erst dann wieder, wenn du tust was wir sagen = keine Kommafehler mehr im Aufsatz hast”).

Später hat sich das verselbständigt. Ängstlich darauf bedacht, ob sie alles richtig gemacht haben, wirken diese innen drin ungeliebten Kinder später im Leben blass, unentspannt, pingelig, besserwisserisch. Zuhause und im Job. Sie glauben, dass sie nur geliebt werden, wenn sie nur noch ein wenig geschickter und fleißiger wirken.

Mit dieser Konditionierung versehen, geraten sie in den Burn-out. Manche geraten in mehrere Burn-outs. Es ist es ihnen unmöglich, ein herrliches Leben wie die Katze zu führen. Die sich genau wie sie jetzt gerade ist geliebt fühlen darf.

Die Katze ist absolut nicht schlampig, sondern sogar perfekt in ihrem Job (Mäusejagd). Sie ist dabei so mühelos perfekt, dass sie es sich leisten kann, zuvor selbstvergessen mit der Maus zu spielen.

Ein Angstler wird vermutlich nie kapieren, wie es geht, selbstvergessen Katze zu sein und Mäuse dennoch das Fürchten zu lehren. Stur, dumpf arbeitet er sich mit seinem Angst-getriebenen WIE-WIRKE-ICH-AUF-ANDERE in den Burn-out.

 

Die zweite große Plage ist der hochmütige Narzissmuss.

Das ist eher die Verformung der Männer. Als Kind wurden sie 30 mal am Tag übertrieben für alles Mögliche gepriesen. Später als Erwachsene sind solche Egozentriker in hochmütigem, selbstverliebtem ICH-ICH-ICH 24 Stunden am Tag von sich super überzeugt. Sehen auf andere herunter und gehen der Welt auf den Keks.

 

Eine Katze ist nie ängstlich auf ihre Wirkung bedacht, sie ist aber auch nicht narzisstisch.

Denn sie sieht nie auf andere herab. Allerdings auch nicht auf andere hinauf. Sie geht seit Geburt ordentlich und ohne großen Lob-Rummel um ihre Person auf ihr Klo und respektiert die Maus. Denn: Eine Maus kann durchaus empfindlich zurückbeißen.

Um großzügig zusammenzufassen, als Kater will man ja keine längliche Doktorarbeit verfassen mit pedantischen Fußnötchen hier und perfektionistischen Einlassungen und Definitionen dort:

 

Die meisten Menschtiere leiden heute entweder unter der um sich selbst kreisenden Angst oder an der hochmütigen ICH-ICH-ICH-Krankheit.

So werden Sie nie Katze.

 

Gruß
der Kater

Im nächsten Beitrag in einer Woche verrate ich Ihnen, wie man dieses ängstliche um sich selbst Kreisen los wird. Denn ich mache jetzt mal Schluss mit Schreiben. Für meine ausgiebige Fellpflege und um danach sehr lange Nickerchen zu machen. Es ist mir egal, ob das jetzt unvollständig oder phlegmatisch oder irgendwie negativ auf Sie wirkt. Es ist mir egal, wie schnell Sie die Auflösung wollen. Wegen Ihnen mache ich mir jetzt keinen Stress, ciaoi. Sie kommen schon, wetten.

 

Für die Perfektionisten, die genauer wissen wollen was neurotischer Perfektionissimus ist. Wie Faust in Auge quasi: der Bonelli

 

 

KI, Moderne Intelligenz und Hiob

Der Kater bloggt mal wieder.
Vorwarnung: Nachweihnachtlicher Blues, weil der Frühling noch nicht da ist. Auf Deutsch: Scheißlaune.

 

Der Gescheitere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit.

Marie von Ebner-Eschenbach

 

KI

KI, was für ein Wort.

Künstliche Intelligenz also, weil die Menschheit mit ihrer schwachen Intelligenz weder einfache Tätigkeiten (Akten entklammern, Berliner Flughafen endlich fertigbauen) noch komplexere Überlegungen packt (Pullover mit Motiv stricken).

Sie packen auch den Klimawandel emotional und rational nicht und werden es nicht. Denn er liegt über Pullover mit Motiv stricken. Zum Verständnis des Klimakrise fällt ihnen merkwürdigerweise nicht der Einsatz der Künstlichen Intelligenz ein.

 

KI, also dann, die wird gehypt. Hm. Gut.

Der Kater glaubt nicht, dass die Fremdintelligenz ein Gewinn wird.

 

Er ist sich andersherum sicher, dass die KI zur Kontrolle eingesetzt werden wird. Und nicht zur Verbesserung des Lebens.

https://www.stern.de/p/plus/kolumnen/die-optimierte-menschheit—warum-ki-nicht-gluecklich-macht-9087770.html

 

 

Gruß

Der Kater

Mümmelt grad an einem “Winzer”-Glühwein. Reste von Weihnachten.

 

Meister der Stoffeligkeit – der Deutschen Werk und Ausländers Beitrag

Es bloggt der Kater.

 

Zu unserer Kultur zählt der Grobianismus. Das bisschen Höflichkeit, das wir an den Tag legen, haben vermutlich die Ausländer mitgebracht. Wir brauchen dringend mehr davon. Ferda Atamann (Spiegel)

https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/muerrische-deutsche-leitkultur-meister-der-pampigkeit-kolumne-a-1234078.html

 

ANFRAGEN AUS DER HÖLLE

Das bisschen Höflichkeit, das die Ausländer nach Meinung von Frau Ataman nach Grobian-Deutschland mitgebracht haben, nivelliert sich zur Zeit gerade. Dank des Internets? Möglich.

Schimpfen sie sich Marketing Manager und wenden sie sich an Kreative (eh nur Loser-Spacken eh …?) , dann scheint es zumindest völlig aus zu sein damit.

Diesen Brief kriegte der Kater, der so anfing und so aufhörte:

 

Hallo,
[Anrede, Name fehlt]
wir möchten ein Webrelaunch starten suchen für die Konzeption einen xxx …

….

 

[Grußformel fehlt]

Aleyna Yildiz*

Marketing Manager

* Name erfunden, um den Absender zu schützen.

 

Der Schreiber oder die Schreiberin war ansonsten des Deutschen fließend mächtig.

Erschwerend zu dem Umstand, dass der Kater bis dato derartig befremdlich Deutsches noch nie von türkischen Mitbürgern weder erwartete noch bekam: Das Briefing war ebenfalls in hervorragendem Deutsch aber inhaltlich löchrig wie ein Schweizer Käse. Also sehr deutsch.

Mit löchrigen Angaben kann der Kater fachlich einfach nichts anfangen. Zu Hülf.

Ein Budget gibt es auch nicht, aber zur Definierung desselben soll der Kater soll schon mal seine Einschätzung in Form eines Preises abliefern. Dringend, denn man beginne bereits in den nächsten Wochen.

Der Kater streicht sich die Schnurrhaare. Er gibt nach derartigen Anschreiben samt ihren dünnen Angaben nie einen Gesamtpreis ab und nicht noch für fremde Maus-Gewerke, für die er möglicherweise nicht vorgesehen ist. Auf keinen Fall beim ersten Kontakt.

Er bekam nach dem Schlürfen eines Napfs Milch seinen Blutdruck runter. Und bot – noch Milch an den Schnurren – dem Stoffelschreiber mit erlesener kätzischer Höflichkeit an, ihn beim Erstellen des Lasten-/Pflichtenhefts zu unterstützen, das es mit hoher Wahrscheinlichkeit noch brauche. Denn so könne er in dieser Phase so gern er auch wolle noch keinen Preis bilden. Die Unterstützung beim Lasten-/Pflichtenheft gegen ein gewisses Honorar – bei solchen Posten üblich – und eiligst (da man ja bald anfangen wolle), versteht sich.

Erwartbar meldete sich daraufhin niemand mehr beim reflexhaft hilfsbereiten Kater.

Weil man mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Kampfangebot will. Nehme von 10 Dienstleistern den Durchschnittspreis ihrer leichtfertigen Angebote, bäng! fertig ist die Budgethöhe.

Eine telefonische Bitte um Klärung hätte sich auf meiner Seite angeboten, ja. Macht der Kater eigentlich immer bei netten Leuten.

Seine enorme Lustlosigkeit und spontane Narkolepsie angesichts der ganzen Sache ging diesmal weit über den Fakt hinaus, dass einschläfernder Winter ist und der Kamin schön bullert. Die Lustlosigkeit ging direkt kongruent mit der ihn jäh anspringenden groben Unhöflichkeit des Briefs.

 

Der Kater kennt Stoffel-Verhalten bis jetzt nur von Deutschen.

Kein Gruß, keine Anrede; nur Forderungen, keinerlei Beantwortung mehr (wer bekommt heutzutage noch Antwort auf Mails …? Sie etwa? ) oder eine pampige; immer muss alles schnell, keine einzige höfliche Frage wird gestellt nach der werten zeitlichen Verfügbarkeit des Kreativen – und es gibt kein Budget. Das sind die goldenen red flags. Richtig schön auch Anrufe früh um 7 in gebelltem Tonfall. Darunter echte Grobiane, die den höflichen Kater beschimpfen, s. o. wenn er doch ein paar Fragen oder eine Idee hat.

Muss er wohl umlernen.

 

Gruß
der Kater

Werte AfD-ler, kommentiert bitte hier erst gar nicht, weil ihr zwengs Thema Ausländer vielleicht eine Steilvorlage wittert. Es ist keine, ich schätze Türken und Türkischstämmige sehr. Es geht hier um den Einfluss der groben deutschen Sitten auf unsere normalerweise wertschätzend kommunizierenden und ausgewiesen höflichen ausländischen Mitbürger im Geschäftsleben, ganz anders herum also. Fasst euch also an den eigenen Kopf, dann wirds rund. Eure Fremdenfeindlichkeit und sprachlichen Grobheiten haben hier keinen Platz

 

Was Sie grundsätzlich vermeiden sollten, sind Hallo-Anreden ohne Namen oder mit Vor- und Nachnamen. „Hallo“ ohne Namen wirkt respektlos. „Hallo Barbara Kettl-Römer“ ist sehr unpersönlich. Im Zweifelsfall bleiben Sie lieber dabei, den Geschäftspartner mit „Sehr geehrte/r“ anzusprechen. Quelle: https://www.business-wissen.de/artikel/e-mails-immer-die-richtige-anrede-formulieren/

 

 

 

« Ältere Beiträge

© 2020 Freitag! Logbuch

Theme von Anders NorénHoch ↑