Bewirtschaftet von Vroni und Wolf

Kategorie: Essen und Trinken (Seite 1 von 5)

Wale und andere Seelen

Gottes Werk – und unser schändlicher Beitrag

Wale gehören zu den intelligentesten Tieren der Welt, mit hoch entwickelten Gehirnen, die soziale Komplexität, Kommunikation und Problemlösung ermöglichen

Sie zeigen kulturelles Verhalten, nutzen Werkzeuge, jagen kooperativ und besitzen Spindelneuronen, die mit fortgeschrittenen kognitiven Fähigkeiten in Verbindung gebracht werden, darunter Selbstwahrnehmung und Empathie.

Buckelwal-Mama und ihr Kind

Und diese wunderbaren Wesen sind nicht etwa wir, sondern die Rede ist von Walen, die die angeblich so empathischen Menschen mit Verschmutzung, Motorenlärm und Geisternetzen umbringen.

Wal Hope schrie am Karfreitag die ganz Nacht – Es ist eine Schande

Empathie und Problemlösungsfähigkeit, daran mangelt es dem homo saubaer rapiens. Seine Opfer haben deutlich mehr davon und er bringt sie zum Dank um.

 

 

Todesfalle Ostsee, eine moderne Fastenpredigt

Karfreitag – Fisch auf den Teller?

Ein wunderschönes, majestätisches Tier kämpft im Schlick festgeklebt um sein Leben. Es gelangte – vermutlich Fischmangel-bedingt – von der Nordsee in die Ostsee auf der Suche nach Futter (Krill, Makrelen, Heringe) und hat sich dann in die Todesfalle der vielen Stellnetze verheddert. Sein nahender Tod, sein tagelanges unnötiges Leiden, das keinen kaltlässt, löst in der Karwoche ein Gefühl der unüberwindlich scheinenden Ohnmacht aus.

Er ist ein Weckruf, die Überfischung und diesen Leiden erzeugenden Weg des Fischfangs weltweit aufzugeben

Sinnloses Leiden durch Plastiknetze (Bild: https://www.instagram.com/whalesorg_de/)

Wahrlich, ich sage euch: Was ihr meinen geringsten Brüdern getan habt, das habt ihr mir getan.

 

Des Wals Leiden hat keinen Sinn. Die Netze sind menschenverursachte Tierquälerei und eine Schande.

Kein Leiden hat je irgendeinen Sinn. Und: Der junge, in den sozialen Medien beweinte Buckelwal ist nicht der einzige der leidet: Wie viele hunderttausende Wale und Delphine weltweit ist er ein hilfloses Opfer von viel zu vielen Stell-, Treibnetzen und https://www.peta.de/themen/geisternetze  (absichtlich oder hängengebliebene zurückgelassene Netze) der Menschen, von bedrohlicher industrieller Überfischung durch Riesentrawler. Und von zu wenigen Schutzzonen.

 

Religiöse Essvorschriften und bürgerliche Ernährungslügen

Als Kind musste ich regelmäßig Fisch essen (gesund! Karfreitag!). Wenn man ehrlich ist, sind nur wenige Sorten wirklich schmackhaft. Auch: Omega 3 und Jodbedarf kann man längst über Algen decken.

 

Als Verbraucher ist man beides gleichzeitig: hilflos – und mächtig

Einfach. Nicht. Kaufen. Nicht den industriellen Fischfang fördern.

Es reicht nicht, passiv auf ein Osterwunder zu hoffen, kindlich greinend von einer Regenbogenbrücke zu schwätzen, wo das arme Tier drüber soll (das auch noch!, viel zu anstrengend), kitschig-naive Herzchen zu pappen, sonstigen Unsinn zu teilen –  und dann weiterzumachen wir bisher.

Man muss leider – ganz undemütig, ja zornig – seinen Hintern hochkriegen. Und aufhören, unkritisch ach so gesunden Fisch zu kaufen und zu essen. Auch Milch. Die macht im Gegensatz zur verlogenen Werbung eben nicht munter, das ist eine Lüge, sondern müde (Kasein- und Tryptophan-haltig). Der menschliche Konsum fördert nur das Leiden von Kuh und Kälbchen.

Den Hintern hochkriegen und was gegen Stell- und Geisternetze tun. Wal Hope wird das leider nicht mehr erleben.

 

Sorry

Sorry ihr Priester, die ihr zu Ostern immer so erbaulich von der Kanzel über Hoffnung und Osterwunder predigt. Sorry, ihr Lebensmittel-Marketer (moderne Lügner).

 

 

 

Rockkonzert mit Nebenwirkungen

Es gibt viele Smiths – aber nur eine Patti

Wir haben es wieder getan – diesmal sind wir am 14. Juli zu Patti

Ein richtiger Mistregen mit Wasser von oben und von unten verschönerte uns den Eintritt. Patti erzählte, dass die Sonne rauskam kurz bevor sie auf die Bühne ging – und sich ein richtig voller, kräftiger Regenbogen über München spannte. Sie betrachtete es als ein Omen, dass es gut wird.

 

Natürlich war es Boomer-lastig

Doch. Auch erstaunlich viele junge Leute. Ein Rudel von 17jährigen Feen war direkt hinter uns. Mitgesungen (Because the Night) und gejohlt hat das Rudel erstaunlich laut, fast höllenmäßig, dass mir von der Frequenz die Ohren flatterten. Pattis Boxen vorne machten ebenfalls ordentlich Geräusch, wie es sich für Rockmusik gehört, die Mädls übertrafen das.

Gesehen habe ich mit meinen 1,64 m von Patti nicht viel, es gab vor mir erstaunlich viele großgewachsene Boomer.

Obwohl wir im ersten Drittel standen. Doch manchmal, wenn ein Zuschauer vor mir weniger wippte, tat sich ein exzellentes Guckloch auf und ich konnte die Sängerin für eine Minute sehen. Statt das Handy hochzureißen, guckte ich durch mein Opernglas. Damit war sie genau so groß wie auf der Leinwand rechts.

Patti war groß, superklasse und immer noch stimmgewaltig. Das Quartett rockte >amazing!<, sehr gute Musiker. Darunter als Gitarrist ihr Sohn Jackson mit Schiebermütze.

War hoch zufrieden, ein Wahnsinns-Konzert. Patti war witzig, charmant, ihre Songs mit viel Kraft und Gefühl. Ja, diese Frau hat Kraft und Gefühl.

Es gibt sie nur einmal, diese Rockpoetin ist ein Jahrhundertmensch. Man muss sie im Leben mindestens einmal erlebt haben.

 

Side effects

Wolf machte plötzlich schlapp. Die Luft war schlecht, kein Sauerstoff, zu viele Menschen. Ein liebes Feen-Mädl – Kraft und Gefühl – reichte ihm einen Becher Wasser, sehr aufmerksam, ich bedankte mich. Offensichtlich war er auch dehydriert, denn es war recht warm.

Wieder draußen, hab ich ihm – mir auch – eine Atzung erstanden, Coke, eine kleine Pizza Prosciutto. Dann nach Hause zu den Miezen, die von Nebenwirkungen natürlich nichts wissen wollen.

Mich nach Kräften ignorierten. Hauptsache, der Wolf ist wieder da!

 

 

Viel Harmonie an der Isar

Amazing Katzenkraft am 15. Juni

Auch ein Katzenhaushalt muss mal raus

Und die lieben Kater daheim einsperren, damit sie schön brav sind bis wir wieder kommen.

Eating out & getting drunk ist in München sehr teuer geworden. Also entscheidet man sich gleich für ein Ticket, das deutlich drüber liegt: für Cat Power. Alias Charlyn Marie Marshall, eine Folk-Rock-Band aus den Staaten. Auftritt gestern am 15. Juni in der Münchner Isarphilharmonie.

Picture taken from Leah Pritchard – originally posted to Flickr as Cat Power

Die Süddeutsche schreibt:

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/konzerte-juni-juli-2025-guns-n-roses-cat-power-iggy-pop-morrissey-li.3204168

Die Sängerin, erblondet – vor wenigen Jahren war sie noch brünett und langhaarig – ist bekannt für ihre Wahnsinns-Stimme. Von der ich mir als einziges wünschte, sie hätte mehr unharmonische, dreckige Momente vor allem bei ‚Like a Rolling Stone’. Ihre Band hat in der Isarphilharmonie dazu noch eine höllengute Soundtechnik. Es war ein toller Abend.

Ich bedaure trotzdem sehr, dass sie „nur Dylan“ covert. Mit dieser Stimme kann man Papst werden. Punkt.

Eine sehr gute Rezension der Elbphilharmonie:

https://www.elbphilharmonie.de/de/mediathek/cat-power-im-portrait/995

Ein Interview mit ihr:

https://www.gasteig.de/magazin/mrs-tambourine-man-interview-mit-saengerin-cat-power/

 

 

Belgische Pommes treffen auf Sauce Samurai

Der Sadomaso-Meister sagt: Sie sollen ein Liedchen singen.

In der katholischen Kirche waren das Heilige


Kartoffeln: Erst wird ihnen bei lebendigem Leibe die Haut abgezogen, dann bekommen sie die Augen ausgestochen, danach sollen sie auch noch in siedendem Öl singen:

„Sie brauchen Platz beim Schwimmen. Sie müssen Freude daran haben, frittiert zu werden. Dann singen sie im Öl, und der Koch muss ihnen zuhören. Erst wenn ihr Lied zu Ende ist, holt er die Stäbchen raus.“

Link: https://archive.is/dCrvx
Die berühmten Fritten Belgiens – eine eigenwillige Rezension

 

Grüße aus der Pommes-Herstellerey

welche einfach nur versucht, selbstgeschälte Pommes möglichst gesund fettfrei + trotzdem knusprig im Backofen herzustellen. Mit gesprühtem Avocado-Öl und Wechsel zwischen erst Umluft und dann starker Oberhitze.

 

 

Buschig

Eichhörnchen – das kleine Schwarze

Die Augen sind klar – und der Schwanz ist buschig.

Heute war das jüngste der Geschwister von damals wieder da. Es kommt jetzt regelmäßig.

Es hat nur noch nicht geschnallt, wie man als Eichhörnchen den Futterhausdeckel aufdrückt. Es greift durch die schmale Lücke zwischen Sichtfenster und Deckel – und hockt sich anschließend auf den Holzdeckel. Als Sitzgelegenheit um zu fressen.

Supersüß.

Welchen Trick gibt es, dem Schwarzen anstatt darauf herum zu thronen das Aufdrücken des grünen Deckels beizubringen?

#eichhörnchen #deckel #training #futter #schwarzeEichhörnchen #petpainting

 

„Eichhörnchen auf dem Dach“ Copyright 2024 VERO

 

Die Anpassung der Tiere an die grün-woke Großstadt

Alles im Eimer – aber alles Bio

Das vorbildliche Tier

Foto von garten-gg via Pixabay

An den Tieren kann man sehen, wie weit weg man selbst oft ist von natürlichem Leben.

Der Mensch isst aus Zeitmangel oder Einfallslosigkeit beispielsweise oft Dinge, die ein ordentliches Wild-Eichhörnchen nie anrühren würde: Dinge, die nicht Bio sind!

Dinge, die nicht zuckerfrei sind! Dinge, die uns womöglich krankmachen.

Das putzige Mistvieh hingegen (fränkisch liebevoll für aufgstellter Ratz’!) das wir Großstädter mit Nüssen und Sämereien am Balkon füttern, tut genau das:

Das großstädtische Eichhörnchen verschmäht billige Ja!-Produkte.

Es frisst nur Bio.

Von Alnatura! Pinienkerne aus der Toskana! Zirbelnüsse aus Tirol – Walnüsse nur aus frischer Bio-Ernte! Nur Bio-Sonnenblumenkerne!

Wenn was anderes hingestellt wird, frisst es – richtig erraten! – nämlich: nix! Das war zumindest unsere neue Erkenntnis.

 

Wenn Münchner Einbrecher niedlich sind

Und das ist noch nicht alles: Statt das superweiche Kapokfaser-Nistmaterial zu nehmen für ihren Kobelbau, das für sie extra hingestellt wird, brechen die kleinen Lumpen lieber durch den schmalen Spalt der Balkontür ins Wohnzimmer ein.

Treiben sich während menschlicher Abwesenheit also drin rum und rupfen für ihr Nest vom Bio-Schafswollteppich dort ordentliche Mengen heraus. Das superweiche tropische Kapok wird verschmäht – die kratzige heimische Wollfaser wird genommen!

 

An dieser Stelle will ich die lieben Eichhörnchen dran erinnern, dass sie letztes Jahr noch nicht so öko-anspruchsvoll waren. Da klauten sie einfach nur den Polyesterschaum einer kompletten Kissenfüllung für ihr Nest.

.

 

 

 

Eichhörnchen-Drama

Bilanz: Schrödingers Eichhörnchen

Was jetzt ist:

Zwei Hörnchen sind in der Aufnahmestation. Das erste eingefangene, das verletzt war und eine lebensgefährliche Infektion hatte, ist gesundet und schläft mit seinem Brüderchen im gemeinsamen Kunst-Kobel. Sie bekommen schon feste Nahrung.

Das zweite Brüderchen mit dem Köpfchen im Schatten dahinter. Foto: freundlich überlassen von der Auffangstation.

Das dritte Hörnchen, braunrot, vermutlich ein Weibchen, lebt mit seiner Mutter immer noch hier bei uns im Kiwi-Baum.

Mutter und Kind sind – wegen der turbulenten und etwas rabiaten Aktion – genauso wie die Brüderchen laut Station – leider superscheu geworden. Traumatisiert.

– Die Brüder verschwinden sofort und konsequent, sobald die Stationstür aufgeht, tauchen ab und lassen sich auch nicht beim Fressen sehen.

– Unsere verbliebenen, das Mädchen und die Mutter, zeigen sich ebenso inzwischen gar nicht mehr. Nicht einmal wenn Futter kommt. Sie verschwinden schon, wenn sie jemanden unten im Treppenhaus hören. Oder wenn jemand ans Fenster kommt. Kann‘s ihnen nicht verdenken.

Eichhörnchen haben ein Spitzengehör.

Nachbarn sagen, sie seien weg und das Futter fräßen nur noch irgendwelche Vögel.

Ich sage, sie sind noch da und fressen täglich eine Handvoll Nüsse, die ich ihnen hinstelle:

Schrödingers Eichhörnchen: Sie sind da – und gleichzeitig nicht da.

 

 

Eiswelten vor der Haustür

Eigentlich liebe ich den Winter im Januar

Wenn er so ist, wie ich ihn hier gemalt habe:

Aquarell/Acryl: Eissturm © Vroni Gräbel

Sturm auf den Höhen, glitzerndes Leinentuch über dem alten, braunen Laub …

Die Vögel, die letzte Woche noch dachten, dass der Frühling kommt und früh um 7 in den Gärten herumwerkelten, sind weg. Stumm ist der Winter wieder.

Zuhause sitzt man am bullernden Kamin. Den Tee in der Hand, ein Buch auf dem Schoß. Das iPad daneben. Die Katze putzt sich und rollt sich ein. Frieden.

Auf ins neue Unbekannte

2024: Fangen wirs mit Biologischem Glitzersekt an!

Ein gutes gesundes neues Jahr euch allen!

Der Jahresübergang war mal anders als sonst: brav ein neues Raclette-Gerät ausprobiert und ironisch ein neues Glitzer-Getränk vom Basic. Foto folgt!

Aber dass es mit dem ironischen Hipster-Öko-Geglitzer (1 sparsame einsame Flasche für den modernen, sparsam gewordenen Bürger; keine Palette voll) ein gutes Jahr wird, das glaube ich nicht. Gar nicht. Kriege, Wetterkatastrophen, wütende Bauern, Verteilungskämpfe allenorten – ignorant oder im Wachkoma erscheinende Politiker …, nichts Gutes.

 

Him, Brom und Erd. Leider auch Kürbis!

Die Herbst-Himbeere

Friede für Israel
Credits: Dr. Zachi Evenor, CC BY-SA 4.0

Ein aus meiner Sicht sehr guter und einfühlsamer Hintergrund-Podcast: https://www.spiegel.de/ausland/israel-gaza-krieg-wie-der-konflikt-zwischen-juden-und-palaestinensern-entstand-a-ca315206-81a1-4616-ab39-c33d5a5b8d89

„Wie der Konflikt zwischen Juden und Palästinensern entstand“

………………………………………………………………………………………………………………………………

Der Kater blüht.

Der Mensch bringt sogar die Wüsten zum Blühen. Die einzige Wüste, die ihm noch Widerstand bietet, befindet sich in seinem Kopf. Ephraim Kishon

 

Zumindest was seine aufrichtige Bewunderung für Pflanzen betrifft, welche auch noch im Oktober ihren Job machen. Ein Kater tickt bekanntlich anders. Er dehnt lieber genüsslich seine Pfoten im Katzenbett.

Blühende Herbst-Himbeere

Und die Erd- und Brombeeren wollen es auch nochmal wissen. Im Oktober!

Zu dieser ganzen Pflanzenparty muss ich jetzt pürierten Kürbis mit Butter in meinem Futter ertragen, denn meine träge Verdauung braucht angeblich Ballaststoffe. Dabei bereite ich mich doch nur für den Winter am Kamin vor.

Gruß
der Kater

 

 

Herbstgedanken

Wein, rot, Reifenstuel Südhang

Der Kater bloggt.

 

Schade, dass man Wein nicht streicheln kann. Kurt Tucholsky

 

Jeder fängt mal klein an


Der Kleine oben in der Mitte im runden Topf.

Von Stephie aus Erlangen, Südterrasse. Er wird mal große, sehr süße rote Beeren tragen. Er wird keine Saugpfötchen haben, sich nicht unbeherrscht-dependent an die Mauer klammern. Denn er ist ein braver Süßer – kein wilder Psycho, der im Herbst die Fassaden flammend rot anmalt.

Was vor den Flugstunden wirklich passiert ist

Die Trainingseinheiten der Familie Amsel in unserem Innenhof

Der Kater bloggt.

Ich möchte so malen, wie ein Vogel singt. Claude Monet

 

Die Freiheit fängt mit Bodendienst an

Bevor die junge Amsel mit ihrem noch zu kurzen Stummelschwänzchen in die Freiheit fliegt, muss sie wie alle Jungamseln, die wir schon im Innenhof hatten, für zwei Wochen unten am Boden üben. Die Länge ihrer stummeligen Schwanzfedern reicht noch nicht für eine saubere Mittelstrecke.

Einerseits ist sie zu groß, um länger im engen Nest zu sitzen, andererseits kann sie noch nicht ordentlich fliegen: Das Ruder, ihre Schwanzfedern, muss länger werden. Sonst kann sie ihren Flug nicht steuern und sie taumelt wie eine Fledermaus.

 

Flugbereitschaft

Also zwei Wochen Bootcamp mit Mama.

Die Amselmutter füttert so ihr Kind statt im Nest 14 Tage lang am Boden. Bringt unermüdlich Würmer herbei und zeigt ihrem Kind, wo es die fettesten gibt und wie man sie herauszieht.

 

Vogelfunk

Sie laufen hin und her als seien sie Laufvögel wie Kiwis aus Neuseeland und zwitschern sich gegenseitig Frage (Futter?) und Antwort (Ja doch!) zu.

Immer mal wieder sitzt das kugelrunde Junge stolz auf einem der vielen Fahrradlenker im Hof. Um dann wieder runter zur Mutter zu taumeln: ‚Guck ma!‘.

What a catch! Pawel Wiecek, Canon EOS 7D Mark II (en),
hedera.baltica from Wrocław, Poland, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Ein Blatt fällt stumm zu Boden. Fern jammert ein Staubsauger, aus offenen Fenstern weht Klavier. Erflehme frische Rahmschnitzel oben rechts. Leika bellt. Oder Tammy. Nebenan glüht der Hinterhof Karl der Kahle.

Für Daniel

Paradies-ähnliche Zustände im heißen München

Der Kater bloggt.

Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder. Dante Alighieri

 

Pelzig, dick und bocksauer (noch)

Der armdicke Stamm rankt voll mit Früchten ab Mundhöhe bis zwölf Meter hoch hinein ins letzte Fenster.

Kinderpupillen zoomen hoch und runter. Boah!

Die Äste, lang wie Tentakeln, biegen sich schwer. Schaukeln träge im flirrenden Licht. Die Schwerkraft 1 Newton = 1 m kg s2 zieht ihre pelzigen Kiwis mit unsichtbaren Fäden nach unten.

Das Bienengebrumm an den Schneewolken Vanille-farbener Blüten: vorbei.

Bald werden müde Kiwi-Laubteller auf die Erde fallen, der Saft der vor der Zeit gefallenen Früchte dunkle Flecken auf das Katzenkopfpflaster malen. Kinder und Kater auf Jagd pflügen dann durchs Geraschel, verteilen den goldenen Riesenhaufen in der milden Sonne.

August

Mai

Save the date

Halloween. Erntezeit, kühl lagern.

Weihnachten. Reifezeit, das süße Fleisch auslöffeln.

Putzt vorsorglich sein silbernes Besteck, der Kater

Mal gemütlich runterkommen

Reisetipp: kühles Melonistan

Der Kater bloggt mal was anderes.

Selbergemachtes Meloneneis

Zutaten:

Frische Wassermelone

Pürierstab

Sahne

Zitrone (Bio), Saft und Schale

Puderzucker

Eismaschine

nur 1 Stunde Zeit
 

Und das kam so:

Daniel wollte unbedingt ein Eis aus meiner Eismaschine. Hat er sich so gewünscht. Drückte ich ihm mein Eismaschinen-Rezeptbüchlein in die Hand und er zeigte am Küchentisch schnell auf Sahneeis mit Wassermelone. Fand ich interessant, da ich das noch nie gemacht hatte.

Auf in den Supermarkt, denn Wassermelone hatte ich nicht vorrätig. Stolz trug er in der gnadenlosen Hitze die 200 Meter die für ein Kind superschwere Baby(!)-Wassermelone selbst nach Hause. Wir haben ihr dann die Kerne entfernt, sie püriert und schnell war sie mit ihren Zutaten im kühlen Metall-Rührbottich der Eismaschine.

Leider war der Ofen mit den Pommes – die er zum Grillen wollte – zu sehr in der Nähe und gleichzeitig in Betrieb: seine Mama kam ja gleich, wir wollten alles fertig haben wenn sie kommt. Das fast zu schnell fertige Eis schmolz daher immer wieder am Rand des Bottichs nach. Dreimal schmiss ich fast schon verzweifelt die Maschine an, um die cremig-feste Konsistenz erneut zu erreichen.

 

34 Grad im Schatten

Und 250 Grad im Ofen daneben. Da war meine kühle Küche an dem Tag nicht sonderlich Speiseeis-freundlich.

Das endlich fertige Melonen-Sahneeis schmeckte ihm sehr gut und ich denke ich mache das sicher bald wieder. Wenn die Brombeeren im Garten fertig sind, versuche ich eine Brombeere-Variante. Pommes gibts dann als Nachspeise mindestens zwei Stunden später …

Und da der bloggende Kater nicht der perfekteste Fooddesigner ist, darf er beim Pfoddo machen kleckern.

« Ältere Beiträge

© 2026 Freitag! Logbuch

Theme von Anders NorénHoch ↑