Freitag! Logbuch

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Fünfzig graue Sonnenbrillen

Was sich bloß dauernd alle so aufregen: Ein Kapitalist misshandelt und fickt eine Geisteswissenschaftlerin. Damit die Zuwendungen nicht aufhören, lässt sie sich’s gefallen.

Das nennt man Arbeitsleben. Für den Anteil an Handlung, den jeder Porno aufweisen muss, finde ich das sogar ausgesprochen lebensnah. Und dass genau das nicht als Film funktioniert, weiß man seit 1986.

3 Kommentare

  1. “Ein Kapitalist misshandelt und missbraucht eine Geisteswissenschaftlerin” – hört sich an, als hätte es Misshandlung und Missbrauch ohne Kapitalisten nie gegeben.

    • Im Gegenteil: Selbstverständlich können sich Proletarier untereinander misshandeln und alles. Ohne das ganze Geld hätte der Film aber nicht von einer Liebesbeziehung gehandelt, sondern von einem Kriminalfall.

    • Irrtum externet,
      ob sich das Dingliche jetzt zwingend im Kapitalismus heutiger Machart manifestiert oder einfach, seit es den Menschen und die Tiere gibt, in der schlichten Not zu überleben für das nächste Stück Rübe oder Maus, es existiert doch immer.

      Man ist immer auf das Rad dieses Lebens geflochten. Fressen und gefressen werden. Also existiert immer auch die Möglichkeit, ein sich blitzschnell auftuendes Missverhältnis auszunutzen qua es raffiniert für eigene Zwecke unheilig zu missbrauchen.

      Außer man ist Vulkanier und damit von Natur aus weise und emotional wie materiell bedürfnislos.

      Gruß
      Der Kater
      still alife und nach Mäusen gehend,
      froh, zumindest in diesem Leben am richtigen Ende der Katz-Maus-Nahrungskette zu sein

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