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Was Menschen an einem sonnigen Sonntag in Blogs hineintreibt

Heute am Welttag des Designs wurde im Netz international mit diesen Suchwörtern gesucht und prompt dabei auf unser Blog aufgeschlagen:

pinguine essbar?

Der Fragesteller wohnt vermutlich auf Feuerland und ihm ist gerade ein solches Tier in die Pfanne gelaufen. Unsere Antwort: Wir haben noch keinen probiert. Vorher aber rupfen und in die Soße etwas Oregano, kann nicht schaden.

amber valletta nackt

Hamwer nich.

cummings may my heart always be open to little birds

Es freut uns, einen wahren Freund und Kenner der Literatur auf unserem Blog begrüßen zu dürfen. Obwohl Cummings ein merkwürdiger Ruf des – sagen wir mal vorsichtig – Nazifreundlichen – umweht, sind viele seiner Gedichte hinreißend.

dänische küche ente

Schon die dritte Anfrage heute auf unserem Blog zur wahren Vogelzubereitung, erstaunlich. Meist wird aber auf unserem Blog nach dem dänischen Sturmglas gesucht. Welches wir zwar freundlich besingen, aber nicht verkaufen.

Copy-Strategie+Beispiel

Das ist wieder mal typisch: An den Hausarbeiten im 3. Semester Kommunikationswissenschaften sitzen – Abgabe ist am MO, der Prof kennt keine Gnade – aber zu faul sein, sich selber ein Beispiel für Copystrategie aus den Haaren zu fieseln. Daher hamwer auch kein Beispiel, niemals. Das ist Absicht von uns, könnt ja jeder…

ibm+schöneberger+dueck

Ist schon wesentlich besser. Wer nach Barbara Schöneberger und dem netten Prof. Dueck sucht, landet garantiert und zu Recht hier. Und kriegt auch Info (die er sicher aber genauso findet, wenn er gleich direkt zu Prof. Duecks Sinnraum schippert.)

www.Die besten  Pannen

Das könnt’ euch so passen, dass wir unsere Pannen auch noch freiwillig erzählen.

Dafür gibt es im Willhelm-Busch-Jahr 2008 lieber was zu Ehren von Wilhelm Busch* auf die Suchfingerchen, und weil’s heut in eueren Suchbegriffen so vogelich zuging, etwas Sinnreiches über de Fojglen (jidd. für Vogel/Vögel), es ist ja Frühling:

Es sitzt ein Vogel auf dem Leim,
Er flattert sehr und kann nicht heim.
Ein schwarzer Kater schleicht herzu,
Die Krallen scharf, die Augen gluh.
Am Baum hinauf und immer höher
Kommt er dem armen Vogel näher.

Der Vogel denkt: Weil das so ist
Und weil mich doch der Kater frißt,
So will ich keine Zeit verlieren,
Will noch ein wenig quinquilieren
Und lustig pfeifen wie zuvor.
Der Vogel, scheint mir, hat Humor.

aus: Kritik des Herzens (1874)

+ 1908

*Antisemitisches Zeugs hat er jedoch u. a. in der  Frommen Helene vom Stapel gelassen:
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=6369

4 Kommentare

  1. Wolf

    Man verbessert ja ungern ausgerechnet Robert Gernhardt – schieben wir die Textungenauigkeit mal auf den abtippenden Praktikanten. Ein ansonsten überaus zurechnungsfähiger Prof von mir, der vorsichtshalber ungenannt bleiben soll, war der Meinung, dass Wilhelm Busch selbstverständlich Antisemit war – was weder ungewöhnlich noch damals gesellschaftlich besonders verwerflich war – und konnte auswendig hersagen:

    Kurz die Hose, lang der Rock,
    Krumm die Nase und der Stock,
    Augen schwarz und Seele grau,
    Hut nach hinten, Miene schlau –
    So ist Schmulchen Schievelbeiner.
    (Schöner ist doch unsereiner!)

    Außerdem ist das nicht aus der “Frommen Helene”, sondern “Plisch und Plum”, nicht genug zu verehrender Herr Gernhardt nebst nicht früh genug rauszuschmeißendem Praktikanten.
    Von Cummings, ebenfalls ein begnadeter Antisemit (zu seiner Zeit und in seinem Land schon verwerflicher…), außerdem bekennender Lolitafreund, muss man einfach sein aus ideologischen Gründen unbequem schönes Gedicht mal ungekürzt bringen:

    may my heart always be open to little
    birds who are the secrets of living
    whatever they sing is better than to know
    and if men should not hear them men are old

    may my mind stroll about hungry
    and fearless and thirsty and supple
    and even if it’s sunday may i be wrong
    for whenever men are right they are not young

    and may myself do nothing usefully
    and love yourself so more than truly
    there’s never been quite such a fool who could fail
    pulling all the sky over him with one smile

    Und zum Verzehr von Pinguinen meint Herman Melville in den “Encantadas”, Skizze 3, Rock Rodondo, Übersetzung von Richard Mummendey:

    Und tatsächlich, weder Fisch noch Fleisch noch Geflügel ist der Pinguin, und als Speise weder zum Karneval noch zur Fastenzeit gehörend, zweifellos das zweideutigste und am wenigsten ansprechende Tier, das der Mensch je entdeckt hat. Obgleich der Pinguin sich in allen drei Elementen herumtreibt und tatsächlich einige verkümmerte Ansprüche an alle drei hat, ist er in keinem zu Hause. Auf dem Lande watschelt er, im Wasser paddelt er, und in der Luft plumpst er herunter.

    Von Antisemitismus, Kinderschänderei und Pinguinessen rate ich also ab.

  2. Karlheinz Mosblech

    Ich weise mal auf den u.a. auch fotografiehistorisch interessanten Band Die Endurance. Shackletons legendäre Expedition in die Antarktis von Caroline Alexander hin (Berliner Taschenbuch Verlag), wo dargestellt wird, wie sich die Mannschaft des im Eis eingeschlossenen bzw. gesunkenen titelspendenden Schiffes nicht nur monatelang ausschließlich von Pinguinen ernährt, sondern auch mit ihnen heizt und den Herd feuert. Sehr eindrücklich, das.

  3. cohu

    Mit “dänische küche ente” kann nur das berühmte Rezept von Frl. Jensen gemeint sein. Gestern hab ich selbst danach gesucht (allerdings nicht hier).

  4. Karlheinz Mosblech

    Vielleicht will jemand das Rezept mit Pinguin ausprobieren? In Stuttgart ist doch neulich einer abhanden gekommen …

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