Freitag! Logbuch

Bewirtschaftet von Vroni und Wolf

Kategorie: Frauen und das Internet (Seite 2 von 2)

Like the Naked Leads the Blind

Update zu Every You Every Me:

Cover Placebo, Without You I'm Nothing, 1998Sucker love is heaven sent,
You pucker up, our passion’s spent.
My heart’s a tart, your body’s rent,
My body’s broken, yours is bent.

Carve your name into my arm,
Instead of stressed, I lie here charmed.
Cuz there’s nothing else to do,
Every me and every you.

Placebo: Every You Every Me, aus: Without You I’m Nothing, 1998.

PS: Leider muss ich aus juristischen Gründen an dieser Stelle vermerken, dass das Bildmaterial meinem eigenen Copyright unterliegt, weil ich keine 8000 Euro zuviel hab. Die Bilder sind zur Gaudi auf meinem Flickr-Account, die schenk ich Ihnen.

Gestörte Körper- und Selbstwahrnehmung…

…beginnt früh.
Und Dove kümmert sich. Damit wir erleichtert… Dove kaufen.
Tolle Firma, oder?


Die Frage ist nur, ob UNILEVER – Dove ist von UNILEVER – in seinen restlichen Produkten mit seiner vorbildlichen Frauensicht auch so vorbildlich ist.

Als da sind u. a. :

LÄTTA

Magnum

Rexona

Viss

Das Frauenbild dieser letzteren UNILEVER-Produkte ist genau das, was wir aus der Werbung kennen und was der Dove-Film anschwärzt: Noch superer, noch schlankerer, noch schönerer, bewussterer, noch tüchtigerer. Eine unendliche Kette künstlicher Perfektion.

Ist es in Ordnung, wenn ein Unternehmen auf der einen Seite vorgibt, für eines seiner Produkte vorbildlich zu werben, aber auf der anderen Seite mit seinen anderen Produkten aber selbst mit der angeprangerte Verursacher ist? Nur, wenn der Verbraucher es nicht merkt…? Wer weiß schon aus dem Kopf, was alles zu UNILEVER gehört.

Sinn und Sinnlichkeit

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Eine Antwort an Christof Hintze zu Chancen Optionen Stärken Möglichkeiten
(manueller Trackback…)

Eine reine Welt der guten, angenehmen Emotionen…

Gerade hat hier im Hinterhof jemand einen uralten italienischen Schlager aufgedreht. Hach war das herrlich.
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Ich habe mich ein bisschen mit der Whitelist beschäftigt und dem
Kerngedanken daraus, dass die Menschen sich sowieso nie rein rational
entscheiden, weder zu einem neuen Tafel-Service noch zu einem neuen
Dienstleister. D*accord, schonschon.

Der gedankliche Fehler, der sich da eingeschlichen haben könnte, ist,
dass das Gegenteil von "rational" eben genau nicht nicht "emotional"
ist, sondern "irrational". Ich würde "emotional" also nicht so als
Gegensatz aufbauen (damit wird es entwertet und in Richtung irrational
getrieben), sondern als wunderbaren zweiten Verstand, der immer dazu
gehört.

Rational und emotional gehen perfekt zusammen, sie sind keine anderen Welten.
Hirnforscher wissen das.

Und wenn man das auf ein Empfehlungssystem überträgt, muss man wissen,
dass die reine Ratio (auch sie eine Fiktion, gibt es die reine Ratio?)
immer die sozial-psychologische Komponente sucht, ja dringend braucht.

Und ab da haben alle Systeme, die auf virtuellem Gebiet installiert
sind, einen horrenden Nachteil: Man kann sich nicht riechen (merken Sie
was?), man kann sich nicht spüren, man kann keine unsichtbaren, aber
genau die wichtigen Signale aussenden.

Daher ist für mich ein Netzwerkgedanke, der umfassender ist als ein
reines Brauggsdu-Kriggsdu- Abchecken, immer besser im real life
angesiedelt. Im Internet ist eben genau die wunderbare
Gefühlsverstand-Komponente ausgeknipst = alle wunderbaren weiteren
Kanäle, um sich zu verständigen, fehlen. Der Rechner bietet einem
umfassend gepolten Verstand, der viele Antennen hat und viel wahrnimmt
(einem Gefühlsverständigen), überhaupt nichts. Nur Bilder (die nicht
echt sein müssen und oft genug auch falsch sind), nur Texte, bei denen
es oft schwer ist, die ganzen Inhaltsebenen einzuordnen, die sie
anbieten. Der Gebrauch von emoticons ist im Netz nicht spießig, sondern
weise, weil man sich auf nur rein textlicher Ebene extrem missverstehen
kann, wie wir alle sicher schon erfahren durften. Es fehlen Betonungen,
Akzente, ein Lippenkräuseln, ein Blick von der Seite. Da fehlt alles.

Daher ist für mich das Internet nur ein rudimentäres und sehr fehlerhaftes Mittel zur Akquise. Um die geht es doch. Im Internet findet nur da erfolgreich Akquise statt, wo die Leistungen
klar und einfach beschreibbar sind. Ergo sind sie dann auch
vergleichbar. Und wo vergleichbare Leistungen angeboten werden,
herrscht ein reiner Preismarkt und der Untergang der Idee.

Das, worauf Sie raus wollen, dem Kunden die Qualität der Idee
herauszustellen, wichtiger als stupide technische Umsetzung, und sie
als wichtigen Grundstein Ihrer eigene Arbeit anzubieten (was ich gut
finde), geht im Netz daher… schlecht.

Nutzen Sie für Ihre eigene Sache mehr Wahrnehmungskanäle als das dröge
Internet und machen Sie… Seminare, Events. Denn Sie sind keine
Schraubenfabrik und verkaufen keine Schrauben.

Und zwar keine dieser trockenen Powerpointvorlesungen oder dieser
unglaublichen IHK-Seminare (I know), sondern mit Schmackes und
Aha-Effekt. Ich bin sicher, Sie haben es drauf. Mit den Leuten, die
jetzt schon von Ihnen begeistert sind, ein Netzwerk halten und weiter
ausbauen.

Eine, die nicht mehr im XING ist…

Ich habe schon unterschrieben. Und Sie?

Es geht um den 37-jährigen Journalisten und Dichter Shi Tao.

Shi_tao_titel

Foto,
© : amnesty international

Alles, was Sie tun müssen: Ihre gültige E-Mail von dort abschicken (In die Petitionsliste für ihn von ai eintragen, siehe linke Spalte ebendort und blauer Kasten.)
http://www.amnesty-einsatz.de/index.php?option=com_content&task=blogcategory&id=20&Itemid=40

Auszug:

Zahlreiche Menschen sind in China wegen der friedlichen Ausübung
ihres Rechts auf freie Meinungsäußerung inhaftiert. Viele davon sind
„Cyber-Dissidenten“ wie der 37-jährige Journalist und Dichter Shi Tao.

Shi Tao hatte über sein Yahoo-Konto eine E-Mail an eine amerikanische
Nichtregierungsorganisation (NGO) geschrieben. Darin schrieb er, dass
die chinesische Regierung Journalisten davor gewarnt hatte, im Vorfeld
des 15. Jahrestages über das Massaker auf dem Tiananmen-Platz zu
berichten. Diese E-Mail wurde anonym veröffentlicht.

 

Durch
die Zusammenarbeit mit Yahoo konnte die chinesische Regierung den
Absender dieser E-Mail ermitteln. Daraufhin verurteilte ein Gericht Shi
Tao im April 2005 zu zehn Jahren Haft. Die Urteilsbegründung: Er soll
dem Ausland „Staatsgeheimnisse“ verraten haben.

Tatsächlich
hatte Shi Tao die betreffende Informationen bei einer Redaktionssitzung
der Zeitung, für die er arbeitete, erhalten. Wie er beteuerte, handelte
es sich nicht um Staatsgeheimnisse.

Setzen Sie ein Zeichen und zeigen Sie Einsatz für Shi Tao.

(Text von mir gefettet)

_______________
Es ist so einfach, mit seiner E-Mail mal was Nützliches anzustellen.
Denken Sie nach!!!


… something fishy…

Wenn irgendein Hanswurst "Vroni" in Google eingibt (580.000 Ergebnisse) dann sieht er meinen Namen Vroni auf Platz 3 von Seite 1. Versuchen Sie das mal mit Ihrem Autogeschäft und mit dem Wort "Auto".

Platz 1 hat die "Fischer-Vroni", das Festzelt des Münchner Oktoberfests. Dabei heißt diese Vroni gar nicht Vroni. Karl Winter und seine Frau Phillipine gründeten diese Fischer-Vroni. Ich muss nicht alles verstehen, vor allem nicht, warum ein anders heißendes Ehepaar eine Vroni gründet, die dann eine möchelnde Fischbraterey und ein nach Bier stinkendes Festzelt ist.
 

Was war das: ein one-eighty oder ein three-sixty? Oder: Kotzen nach gewissen Anfragen.

Normalerweise bin ich ja abgehärtet. Ein Großteil meiner Abhärtung erfolgte zum Ersten beim Ötzie, wo ich als Newbie sofort auf Kante runterboarden sollte (hat geklappt), zum Zweiten im XING, dem damaligen openWC.

Dorten Abhärtung dergestalt, dass es da Leute gibt, die gibts gar nicht. Zum Beispiel solche, die übelst faul briefing- und pflichtenheftlos ein komplexes Design anfragen wollen und nur bezahlen wollen, wenn es ihnen gefallen hat. Der Kontakt mit solchen Leuten hat deswegen nicht geklappt, da sie mir ihrerseits freiwillig nicht umsonst ihre Finanzberatung oder ihr Hotelzimmer gaben und ich übelst nicht bezahlen wollte, wenn es mir nicht gefallen hat´`´`. Das heißt, ich habe die mit meinem inneren Snowboard umfahren oder geshreddert.

Jahre später auf rebellmarkt:
boardbreaker  – mir sympathischerweise in Snowboarder-Gefilden zuhause und dem mir nicht unsympathischen Don ein Kumpel, so scheints  – did it again to me, übel-xingmäßig. Questo posto e uno schifo assoluto.

Sex Smells

Niemand fängt als Werber an, um Websites für hoffnungsvolle Mittelständler zu bauen, die beim Feierabendschoppen gelesen haben, dass man irgendwie Werbung machen soll, sondern um beim Kundenberater Shootings mit Cindy Crawford durchzusetzen.

So war das damals bei mir. Cindy Crawford war noch keine Hausfrau mit hoffentlich auskömmlicher Rente, und die Kundenberater verbreiteten: Sex sells.

Heute hat man’s wissenschaftlich: Sex ist nicht zwingend verkaufsfördernd.

Was heißt nun "nicht zwingend"? Es heißt:

Fernsehwerbung in Programmen mit [kicher, gnicker] eindeutigem Inhalt wird [höhö] schlechter wahrgenommen, haben [gähn, stotter, klemmi, klemmi] britische Wissenschaftler herausgefunden. Ihrer [jaja, "Stuuudie", gell] Studie zufolge erinnern sich Menschen weniger gut an Werbeblöcke in Fernsehserien wie "Sex and the City", in denen [hechel, sabber, geifer] Sexualität eindeutig dargestellt wird. Werbung in solchen Programmen lohne sich daher nur unter [anzüglich grins, pubertär rumgiggel] bestimmten Bedingungen und für [hihihihihi] gewisse Zielgruppen, folgern Ellie Parker und Adrian Furnham.

Das Fazit der beiden [Augen verdreh, umschalt] Briten lautet: "Sex lohnt sich in der Werbung nur, um Männern was zu verkaufen" – und wenigstens da bleibt alles beim Alten.

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